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„Dieses Investment“: Quantum-Computing-Startup IQM sichert sich Rekordsumme und „das ändert alles“ für die Technologiebranche

Jens Albrecht Von Jens Albrecht
4 Min. Lesezeit
„Dieses Investment“: Quantum-Computing-Startup IQM sichert sich Rekordsumme und „das ändert alles“ für die Technologiebranche
Illustration von der erfolgreichen Finanzierungsrunde des Quantencomputing-Startups IQM in Europa.
KURZ GESAGT
  • Das europäische Startup IQM hat 320 Millionen US-Dollar in einer Finanzierungsrunde gesammelt.
  • Quantencomputer nutzen Qubits, um komplexe Berechnungen durchzuführen, die klassische Computer überfordern.
  • IQM plant eine globale Expansion und hat bereits Verkäufe in Asien und den USA getätigt.
  • Die Investition verleiht IQM den Einhorn-Status und unterstreicht das Vertrauen in die Quantencomputing-Technologie.

Das europäische Startup IQM hat in einer bemerkenswerten Finanzierungsrunde 320 Millionen US-Dollar gesammelt. Diese Investition, angeführt von der US-Investmentfirma Ten Eleven Ventures, unterstreicht das gestiegene Interesse von Investoren an der Quantencomputing-Branche. IQM, mit Hauptsitz in Espoo, Finnland, wurde 2018 von einem Team von Wissenschaftlern gegründet. Ihr Ziel ist es, leistungsstarke Quantencomputer zu entwickeln, die mit den Maschinen von Unternehmen wie Google und IBM konkurrieren können. Diese erhebliche Finanzspritze gibt dem jungen Unternehmen den Status eines „Einhorns“, da es nun mit über einer Milliarde US-Dollar bewertet wird.

Die Faszination für Quantencomputing

Quantencomputer gelten als die nächste große Revolution in der Informatik. Im Gegensatz zu klassischen Computern, die Informationen in Bits speichern, nutzen Quantencomputer sogenannte „Qubits“. Diese können nicht nur die Zustände 0 und 1 annehmen, sondern auch Überlagerungen dieser Zustände. Dies ermöglicht es, wesentlich komplexere Berechnungen durchzuführen und große Datenmengen effizient zu verarbeiten.

Die Anwendungen von Quantencomputern sind vielfältig und reichen von der Medizin über die Wissenschaft bis hin zur Finanzwelt. Besonders in Bereichen, in denen enorme Datenmengen analysiert werden müssen, versprechen Quantencomputer bahnbrechende Fortschritte. IQM hat sich zum Ziel gesetzt, diese Technologie weiter zu entwickeln und kommerziell nutzbar zu machen.

„Wir wollen ein nachhaltiges, profitables Unternehmen aufbauen, das die Zukunft des Rechnens langfristig mitgestaltet“, betonte Jan Goetz, Co-CEO und Mitbegründer von IQM.

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Die Konkurrenz zwischen Europa und den USA

In Europa arbeiten mehrere Unternehmen, darunter IQM, Pasqual und Quandela, an der Entwicklung von Quantencomputern. Dennoch bleibt die Skalierung eine Herausforderung im Vergleich zu den USA. Henna Virkkunen, die Technologieleiterin der Europäischen Kommission, hob in einer Rede hervor, dass europäische Startups oft Schwierigkeiten haben, privates Kapital zu mobilisieren. Die EU erhält lediglich 5 % des globalen privaten Kapitals, während die USA 50 % anziehen.

IQM hat bisher 15 Quantencomputer verkauft und plant, sein Geschäft global auszuweiten. Die Produkte des Unternehmens umfassen die Flaggschiff-Maschine Radiance und ein erschwinglicheres Modell, Spark, das hauptsächlich an Universitäten verkauft wird. Ein weiterer Fokus liegt auf der Entwicklung einer Softwareplattform, die auch Nicht-Experten den Zugang zu Quantencomputern erleichtern soll.

Die Konkurrenz mit den USA wird zunehmend durch hohe Unternehmensbewertungen und M&A-Aktivitäten beeinflusst. So kündigte IonQ kürzlich den Kauf des britischen Startups Oxford Ionics für fast 1,1 Milliarden US-Dollar an.

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Wachstum und Expansion von IQM

IQM plant, seine kommerziellen und Vertriebsaktivitäten in den USA und Asien erheblich zu erweitern. Bisher wurden zwei Systeme in Asien verkauft, eines in Taiwan und das andere in Südkorea. Auch in den USA konnte kürzlich der erste Verkauf abgeschlossen werden.

Obwohl ein Börsengang für IQM in der Zukunft eine Möglichkeit sein könnte, betonte Goetz, dass es momentan keine konkreten Pläne dafür gibt. Die privaten Märkte bieten weiterhin attraktive Möglichkeiten zur Kapitalbeschaffung. Ziel des Unternehmens ist es, ein nachhaltiges und profitables Geschäft aufzubauen.

„Wir werden alles Nötige tun, um dieses Ziel zu erreichen“, so Goetz weiter.

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Der Ausblick für Quantencomputing

Die jüngste Finanzierungsrunde von IQM zeigt das wachsende Vertrauen der Investoren in das Potenzial der Quantencomputing-Technologie. Unternehmen wie IonQ und D-Wave Quantum haben in den letzten zwölf Monaten beeindruckende Kurssteigerungen verzeichnet, was die dynamische Entwicklung dieses Sektors unterstreicht. IQM steht vor der Herausforderung, seine Technologie weiter zu entwickeln und den globalen Markt zu erobern.

Mit der geplanten Expansion und den Investitionen in neue Technologien positioniert sich das Unternehmen strategisch, um im internationalen Wettbewerb mitzuhalten. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob es IQM gelingt, eine führende Rolle in der Quantencomputing-Branche einzunehmen und wie sich der Wettbewerb zwischen Europa und den USA entwickeln wird.

Wie wird sich die Quantencomputing-Branche in den nächsten Jahren entwickeln, und welche Rolle wird IQM dabei spielen? Diese Fragen werden die Zukunft dieser aufstrebenden Technologie maßgeblich beeinflussen.

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