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UBS überrascht mit Rekordgewinnen im zweiten Quartal 2025: „Milliarden-Erfolg trotz globaler Wirtschaftskrise“ und was das für Europas Banken bedeutet

Martin Vogler Von Martin Vogler
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UBS überrascht mit Rekordgewinnen im zweiten Quartal 2025: „Milliarden-Erfolg trotz globaler Wirtschaftskrise“ und was das für Europas Banken bedeutet
Illustration von den beeindruckenden Quartalsergebnissen der UBS im zweiten Quartal 2025.
KURZ GESAGT
  • Die UBS verdoppelt ihren Nettogewinn im zweiten Quartal 2025 dank beeindruckender Leistungen im Investment Banking und Global Wealth Management.
  • Trotz globaler Unsicherheiten bleibt die Anlegerstimmung positiv, getrübt jedoch durch makroökonomische und geopolitische Herausforderungen.
  • Die vorgeschlagenen neuen Kapitalvorschriften in der Schweiz könnten die Risikobereitschaft der Bank erheblich beeinflussen.
  • Der Integrationsprozess der Credit Suisse schreitet voran, wobei bereits bedeutende Einsparungen und Kundenmigrationen erreicht wurden.

Die jüngsten Quartalszahlen der Schweizer Großbank UBS zeigen eine beeindruckende Verdopplung des Nettogewinns im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr. Trotz anhaltender globaler Unsicherheiten konnte die Bank ihre Erträge in den Bereichen Investment Banking und Global Wealth Management erheblich steigern. Der Nettogewinn belief sich auf 2,395 Milliarden US-Dollar, weit über den Erwartungen der Analysten. Diese positive Entwicklung wird von einer robusten Performance in den globalen Märkten und einem gestiegenen Transaktionseinkommen angetrieben. Doch trotz dieser Erfolge zeigt sich die Bank vorsichtig optimistisch, da geopolitische und makroökonomische Unsicherheiten weiterhin bestehen.

Erfolge im Investmentbanking und Wealth Management

Die UBS hat im zweiten Quartal 2025 beeindruckende Ergebnisse erzielt, insbesondere in ihren Kerngeschäftsbereichen Investment Banking und Global Wealth Management. Die Einnahmen des Investmentbankings stiegen um 25 Prozent auf 2,3 Milliarden US-Dollar. Diese Entwicklung ist auf die „außergewöhnlichen Volatilitätsniveaus“ zu Beginn des Quartals zurückzuführen. Im Bereich Global Wealth Management verzeichnete die Bank einen Anstieg der transaktionsbasierten Einnahmen um 12 Prozent.

Diese Zahlen verdeutlichen die Fähigkeit der UBS, sich in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld zu behaupten. CEO Sergio Ermotti erklärte, dass die aktuellen Marktbedingungen zwar gesund, aber nicht rekordverdächtig seien. Trotz des Anstiegs der Aktienmärkte um 30 Prozent seit April gibt es noch Zurückhaltung bei institutionellen und privaten Kunden, die weiterhin eine abwartende Haltung einnehmen.

„Die Bereitschaft zur Kapitalbereitstellung ist hoch, aber die Überzeugung hinsichtlich der makroökonomischen Aussichten muss noch gestärkt werden“, so Ermotti.

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Nettozinseinkommen als Herausforderung

Ein wesentlicher Faktor für die UBS ist das Nettozinseinkommen (NII), das im zweiten Quartal 1,965 Milliarden US-Dollar betrug. Trotz einer leichten Abnahme entspricht dies den Erwartungen der Bank. Für das dritte Quartal prognostiziert die UBS ein „weitgehend stabiles“ NII in ihren globalen Vermögensverwaltungs- und Unternehmensbankendivisionen.

Die Rückkehr der Schweiz zu einem Zinssatz von 0 Prozent im Juni hat das Zinsumfeld verändert. UBS-Analysten sind besorgt über die Auswirkungen auf die Bank, insbesondere angesichts der Stärke des Schweizer Frankens und der nationalen Inflation. CEO Ermotti betonte, dass es schwierig sei, eine Erhöhung der Zinssätze in naher Zukunft zu erwarten, da die Inflation noch nicht ausreichend gesenkt wurde.

„Die Wirtschaft ist noch widerstandsfähig, aber die Inflation muss weiter sinken, bevor Zinserhöhungen in Betracht gezogen werden können“, erklärte Ermotti.

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Auswirkungen der US-Handelspolitik

Die US-Handelspolitik hat ebenfalls Auswirkungen auf die UBS, insbesondere die Einführung sogenannter reziproker Zölle durch Washington. Diese Maßnahmen haben zu Unsicherheiten in Bezug auf die Aussichten der weltgrößten Wirtschaft geführt. Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Anlegerstimmung laut UBS „weitgehend konstruktiv“, wenn auch durch anhaltende makroökonomische und geopolitische Unsicherheiten getrübt.

In der Schweiz steht die UBS vor regulatorischen Herausforderungen. Die vorgeschlagenen neuen Kapitalvorschriften erfordern, dass die Bank zusätzliches Kernkapital in Höhe von 26 Milliarden US-Dollar hält. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die UBS im Falle eines Ausfalls nicht die nationale Wirtschaft gefährdet.

„Die Vorschläge sind extrem und könnten die Fähigkeit der Bank, Risiken einzugehen, erheblich beeinträchtigen“, sagte Ermotti.

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Integration von Credit Suisse

Die Integration der angeschlagenen Credit Suisse, die die UBS im Jahr 2023 übernommen hat, schreitet voran. Ein Drittel der Schweizer Kundenkonten wurde bereits migriert und 70 Prozent der erwarteten Einsparungen von 13 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Im ersten Halbjahr hat die UBS Aktienrückkäufe im Wert von 1 Milliarde US-Dollar abgeschlossen, weitere 2 Milliarden US-Dollar sind für die zweite Jahreshälfte geplant.

Die UBS muss weiterhin auf die regulatorischen Änderungen in der Schweiz reagieren. Eine parlamentarische Kommission unterstützt eine Verzögerung der neuen Vorschläge, die möglicherweise die geplanten Änderungen beeinflussen könnten. Ermotti betonte, dass die Bank sich darauf konzentrieren müsse, die Integration der Credit Suisse abzuschließen und die Interessen der Aktionäre zu schützen.

„Es ist klar, dass wir geeignete Maßnahmen ergreifen werden, um die Interessen unserer Aktionäre zu wahren, sobald die Vorschläge finalisiert sind“, sagte Ermotti.

Abschließend bleibt abzuwarten, wie sich die regulatorischen Änderungen und die makroökonomischen Bedingungen auf die zukünftige Performance der UBS auswirken werden. Die Bank steht vor der Herausforderung, in einem komplexen globalen Umfeld zu navigieren. Wie wird die UBS ihre strategischen Ziele inmitten dieser Unsicherheiten erreichen können?

Dieser Artikel basiert auf verifizierten Quellen und wird durch redaktionelle Technologien unterstützt.
Martin Vogler

Markt, Anlage, Vorsorge

Martin Vogler

Martin Vogler war Steuerfachangestellter in einer Kanzlei in Nürnberg, bevor er zum Journalismus wechselte. Er schreibt über Rente, Steuern, Sparen, Immobilien und Haushaltsfinanzen, mit konkreten Rechenbeispielen. Am Wochenende wandert er mit seinem Hund in der Fränkischen Schweiz.