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„Diese Kabel werden die Welt verbinden“: Meta und Google Erschaffen Ein Gigantisches Untersee-Netzwerk zur Revolutionierung der Globalen Kommunikation

Martin Vogler Von Martin Vogler
4 Min. Lesezeit
„Diese Kabel werden die Welt verbinden“: Meta und Google Erschaffen Ein Gigantisches Untersee-Netzwerk zur Revolutionierung der Globalen Kommunikation
Illustration von der globalen unterseeischen Kabelinfrastruktur, erstellt durch künstliche Intelligenz.
KURZ GESAGT
  • Unterseeische Kabel sind entscheidend für die globale Internet- und Telekommunikationsinfrastruktur und transportieren 95% des internationalen Datenverkehrs.
  • Meta und Google investieren massiv in den Ausbau dieser Infrastruktur, um die wachsende Nachfrage nach Bandbreite und künstlicher Intelligenz zu bewältigen.
  • Das Projekt Waterworth von Meta plant das längste Kabelsystem der Welt, um die globale Konnektivität zu verbessern und fünf Kontinente zu verbinden.
  • Die Kontrolle von Big Tech über diese Datenautobahnen wirft Fragen zur Konzentration der digitalen Infrastruktur und ihrer Auswirkungen auf die digitale Souveränität auf.

Die heutige digitale Landschaft wird maßgeblich durch die unsichtbaren Datenautobahnen geprägt, die den Großteil des globalen Internetverkehrs bewältigen. Diese unterseeischen Kabel sind die stille, aber kraftvolle Infrastruktur, die es uns ermöglicht, Informationen in Echtzeit über Kontinente hinweg zu teilen. Während Satelliten lediglich einen ergänzenden Beitrag leisten, transportieren diese Kabel erstaunliche 95% des internationalen Datenverkehrs. Der jüngste Vorstoß von Hyperscalern wie Meta und Google, ein schnell wachsendes Netz solcher Kabel zu errichten, unterstreicht die Dringlichkeit, mit der wachsenden Nachfrage nach Bandbreite und den Anforderungen der künstlichen Intelligenz Schritt zu halten.

Die Rolle der unterseeischen Kabel im globalen Internet

Unterseeische Kabel sind das Rückgrat der weltweiten Internet- und Telekommunikationsinfrastruktur. Diese Glasfaserkabel, die auf dem Meeresboden verlegt werden, sind für die Übertragung von Daten zwischen Kontinenten unerlässlich. Diese Technologie hat sich als zuverlässiger erwiesen als Satelliten, die nur einen kleinen Teil des Datenverkehrs übernehmen können. Laut Nigel Bayliff, dem Senior Director für globale Unterseekabelnetzwerke bei Google, sind 99% aller Datenübertragungen zwischen Ländern, die durch Ozeane getrennt sind, auf diese Kabel angewiesen. Die Stärke dieser Infrastruktur liegt in ihrer Fähigkeit, enorme Datenmengen mit hoher Geschwindigkeit und Stabilität zu transportieren. Meta und Google haben in den letzten Jahren massiv in den Ausbau dieses Netzwerks investiert, um die Resilienz und Kapazität weiter zu verbessern.

Projekt Waterworth: Eine neue Ära der globalen Konnektivität

Meta hat kürzlich das Projekt Waterworth angekündigt, das als das längste unterseeische Kabelsystem der Welt konzipiert ist. Mit einer geplanten Länge von 50.000 Kilometern wird es fünf Kontinente verbinden und eine globale Reichweite bieten. Dieses System zielt darauf ab, die Verbindungskapazitäten in Schlüsselregionen wie den USA, Indien, Brasilien und Südafrika zu erhöhen. Alex Aime, der Leiter der Netzwerkinfrastruktur bei Meta, betont, dass das Projekt von drei Hauptzielen geleitet wird: Kapazität, Resilienz und globale Reichweite. Diese Initiative ist ein Beispiel dafür, wie Big Tech Unternehmen die Grenzen der Konnektivität verschieben, um sicherzustellen, dass die Vorteile der künstlichen Intelligenz weltweit genutzt werden können.

Der Bau und die Technologie hinter den Kabeln

Die Verlegung von unterseeischen Kabeln ist ein komplexer Prozess, der etwa vier Jahre in Anspruch nehmen kann. Dieser Prozess umfasst die Auswahl der Route, Genehmigungen für Erkundungen, Herstellung und Installation sowie die abschließenden Tests und Genehmigungen für den Betrieb. Die Kabel selbst sind etwa so groß wie ein Gartenschlauch und enthalten eine Vielzahl von Glasfasern, die Daten effizient übertragen können. Bayliff beschreibt den Prozess als relativ einfach, ähnlich wie die ersten Kabel im 19. Jahrhundert verlegt wurden. Einmal installiert, bieten diese Kabel eine zuverlässige Servicezeit von etwa 20 Jahren. Diese Langlebigkeit und Zuverlässigkeit machen sie zu einer wesentlichen Komponente der digitalen Infrastruktur.

Die Auswirkungen der Investitionen von Big Tech auf die digitale Infrastruktur

Die zunehmende Beteiligung von Unternehmen wie Meta und Google am Ausbau der unterseeischen Kabelinfrastruktur hat weitreichende Auswirkungen auf die digitale Landschaft. Laut Forschern am Oxford Internet Institute zeigt dies, dass Big Tech Unternehmen mittlerweile groß genug sind, um solche Projekte eigenständig zu finanzieren, was zuvor nur durch Konsortien möglich war. Diese Entwicklung wirft jedoch auch Fragen zur Konzentration der digitalen Infrastruktur auf. Die Kontrolle über wesentliche Teile der globalen Datenautobahnen könnte die Macht dieser Unternehmen weiter stärken und politische Entscheidungsträger dazu zwingen, sich mit den daraus resultierenden Herausforderungen auseinanderzusetzen.

Abschließend zeigt sich, dass die Rolle der unterseeischen Kabel in der digitalen Welt unverzichtbar ist. Die Investitionen von Meta und Google in diese Infrastruktur sind entscheidend, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Doch welche Auswirkungen wird die zunehmende Kontrolle von Big Tech über diese lebenswichtigen Datenwege auf die zukünftige digitale Souveränität der Länder haben?

Dieser Artikel basiert auf verifizierten Quellen und wird durch redaktionelle Technologien unterstützt.
Martin Vogler

Markt, Anlage, Vorsorge

Martin Vogler

Martin Vogler war Steuerfachangestellter in einer Kanzlei in Nürnberg, bevor er zum Journalismus wechselte. Er schreibt über Rente, Steuern, Sparen, Immobilien und Haushaltsfinanzen, mit konkreten Rechenbeispielen. Am Wochenende wandert er mit seinem Hund in der Fränkischen Schweiz.