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DAX Sentiment: Nur minimale kurzfristige Stimmungsaufhellung

19.01.2016 | 08:19


Aktienmärkte (DAX® 9545,27) Noch mitten im Ausverkauf

Die Technik: Ausverkauf führt bisher noch nicht unter die Sommertiefs

Das Wochenhoch im DAX lag mit 10.164 Punkten nur marginal unter der zuletzt genannten Verkaufsmarke von 10.200 Punkten. Das Wochentief wurde am Freitag mit 9459 Punkten erreicht. Danach kam es im Zuge der Entwicklung an der Wall Street zu einer leichten Erholung, nachbörslich ging es jedoch weiter abwärts. Noch immer aber hält sich der DAX über dem Tief der Sommerkorrektur von rund 9300 Punkten.

Genau dieses Tief der Sommerkorrektur, die ja auch schon von der Entwicklung in China eingeleitet wurde, ist jetzt die wichtigste charttechnische Unterstützung. Sollte es jedoch unter die Marke von 9300 gehen, winken weitere Supports bei 9200 sowie zwischen 8900 und 9000 sowie im Bereich um 8400. Die charttechnischen Widerstände nach oben befinden sich dagegen um 9600, um 9800 sowie um die 10.000 Punkte Marke. Über 10.000 stellen sich dann um 10.200, um 10.500 sowie knapp unterhalb von 10.800 Punkten weitere charttechnische Widerstände in den Weg.

Sowohl der VDAX als auch der VDAX (New) weisen auf eine deutliche Zunahme der Angst hin. Der MACD befindet sich in einem Verkaufssignal, RSI und Stochastic Slow haben untere Extremwerte erreicht. Besonders heftig hat es zuletzt den TecDAX erwischt, der sich zuvor vergleichsweise gut behaupten konnte. Anscheinend werden nun die letzten noch starken Werte aus den Portfolios geschmissen. Dass hier besonders Privatanleger auf der Verkaufsseite stehen, erkennt man auch an der ebenfalls schwachen Performance des SDAX. Dagegen halten sich die Kursverluste in DAX, MDAX und EuroStoxx50 noch in Grenzen, wobei es diese Indizes ja auch schon zuvor erwischt hatte.

Ähnlich sieht es an der Wall Street aus. Auch hier waren die Kursrückgänge zuletzt heftig, noch halten sich alle wichtigen Leitindizes jedoch über ihren Korrekturtiefs des Sommers. Dieses lag bspw. beim S&P 500 knapp unterhalb von 1870 Punkten und fungiert jetzt natürlich als zentrale Unterstützung. Die nächsten Supports finden sich dann bei 1820, um 1750 sowie 1575 Punkten. Nach oben hin liegen die charttechnischen Widerstände dagegen um 1920, um 1950, zwischen 1975 und 2000 Punkten.

In den Vereinigten Staaten zeigten sich die Anleger zwar ebenfalls pessimistisch, jedoch deutlich weniger panisch als in Asien oder Europa. Zwar fielen die Kursverluste in Punkten deutlich aus, prozentual lagen sie jedoch nur zwischen 2-3%. Hier zeigt sich mal wieder, dass die US-Märkte die weltweit am weitesten entwickelten Finanzmärkte mit dem größten Handelsvolumen sind.

Das Sentiment : Nur minimale kurzfristige Stimmungsaufhellung

Das taktische animusX®-Sentiment steigt um 10% auf -71%. Wenn man bedenkt, dass wir letzte Woche mit -81% noch den tiefsten hier jemals gemessenen Wert verzeichneten, ist dies also nur eine minimale kurzfristige Stimmungsaufhellung auf niedrigem Niveau. Auch sehen nach wie vor gut 3/4 unserer Umfrageteilnehmer einen Abwärtstrend (nach 82% in der Vorwoche). Nur wenige Umfrageteilnehmer sehen bereits einen Boden oder gar einen Aufwärtstrend, wenngleich die wenigen verschwundenen Bären hauptsächlich in diese beiden Lager gewechselt sind. Das strategische animusX®-Sentiment zeigt sich dagegen völlig unverändert mit weiterhin 12%. Allerdings sind die Anleger mittelfristig unsicher wie es weitergeht. Einzig eine mittelfristige Topbildung wird für unwahrscheinlich erachtet. Bei den Ratios findet man weiterhin die höchste Nachfrage im Bereich um 9300 Punkte. Darüber hinaus findet sich auch um die runde 9000 Punkte Marke sowie im Bereich von 9500 Punkten eine verstärkte Nachfrage. Nicht mehr interessant scheint den Teilnehmern dagegen das Kursniveau um 9800 Punkte.

Die Investitionsbereitschaft steigt bei den Privaten leicht um 4% auf 50% und sinkt gleichzeitig bei den Institutionellen deutlich um 12% auf 45%. Damit befindet sie sich in beiden Lagern auf einem eher niedrigen Niveau. Der animusX®-L/S-Index fällt bei den Institutionellen deutlich um 9% auf 50% und steigt bei den Privaten um 5% auf 60%. Die unverändert große Unsicherheit ist mit den Händen zu greifen. Die Investitionsquote ist auf Seiten der Privaten um 3% auf 30% gestiegen und gleichzeitig bei den Institutionellen um 11% auf 47% gefallen. Damit nähert sie sich bei den Privaten deren Durchschnitt an, wohingegen sie auf Seiten der Institutionellen noch immer vergleichsweise hoch erscheint. Die Shortquote hat sich auf Seiten der Privaten nur marginal verändert, wohingegen sie auf Seiten der Institutionellen zuletzt deutlich angestiegen ist. Anscheinend werden die Institutionellen nun prozyklisch skeptischer, was nicht unbedingt clever erscheint.

Fazit

Im Sentiment sehen wir nur leichte Verbesserungen gegenüber der Vorwoche. Allerdings ist es angesichts des zuletzt gesehenen Kursverlaufs schon außergewöhnlich, dass sich die Stimmung überhaupt etwas aufhellen kann. Nun kommt alles auf die kommende Börsenwoche an. Die schlechte Stimmungslage spricht dafür, dass sich die alten Korrekturtiefs aus dem Sommer verteidigen könnten, was Chancen auf einen Doppelboden eröffnen würde.

Allerdings könnte die kommende Börsenwoche dabei genau andersherum laufen als die vergangene. So könnte der DAX in den ersten Handelstagen unter Druck geraten und den Support um 9300 Punkte antesten bzw. kurzfristig sogar unterschreiten. Dann, wenn alle Welt weitere Kursverluste erwartet, könnte der DAX allerdings wieder nach oben drehen. Zwar ist die Marktlage zu unübersichtlich, als dass ich darauf wetten würde. Aber die Möglichkeit in der kommenden Woche ein signifikantes Tief auszubilden scheint gegeben. Denn nach einer mir vorliegenden Statistik liegt das Jahrestief im DAX im Mittel um den 22. Januar herum.

Sollte dem auch dieses Mal wieder so sein, wäre ein Abverkauf in Richtung 9300 Punkte oder leicht darunter mit einer anschließend ebenso deutlichen Erholung möglich. Die Erholungsziele lägen dann bei 9500, 9800, 10.200 oder sogar 10.500 Punkten. Aber noch sind wir nicht soweit und darauf wetten wollte ich auch nicht.

Fakt ist aber, dass es sehr kritisch würde, wenn der DAX das Korrekturziel aus dem Sommer tatsächlich nochmal unterbieten würde. Auch wenn ich zurzeit genug Leute kenne, die genau das glauben.

Mit der animusX Sentimenterhebung ermitteln wir einzigartige Erkenntnisse über die Stimmung unter den Anlegern und leiten Rückschlüsse über zu erwartende Kursentwicklungen ab. Die wöchentliche Analyse ist kostenfrei für alle, die an der Umfrage teilnehmen. Bitte hier kostenfrei und unverbindlich eintragen:
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DAX Sentiment 17.01.2016


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