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DAX Sentiment: Innerhalb von nur zwei Wochen wurde aus Euphorie Angst

14.12.2015 | 10:45


Aktienmärkte (DAX® 10.340,06) Nachdem die Euphorie verflogen ist, keimt kurzfristig bereits Angst auf

Die Technik: Die draghische Spekulationsblase im DAX ist vorerst geplatzt

Letzte Woche war der DAX infolge der EZB-Leitzinsentscheidung noch an der charttechnischen Bastion zwischen 11.000-11.400 Punkten gescheitert und unter seine 200-Tage-Linie zurückgefallen. Daraufhin hatte sich das kurzfristige Sentiment deutlich eingetrübt, was durchaus positiv zu werten gewesen wäre. Doch nach einem kurzen Aufbäumen Anfang der Woche ging es im Wochenverlauf sukzessive immer weiter abwärts.

Nachdem die 10.500 Punkte Marke inzwischen deutlich unterschritten wurde, finden sich die nächsten charttechnischen Unterstützungen knapp unterhalb von 10.150 Punkten sowie bei 10.000 Punkten. Unterhalb von 10.000 Punkten könnte der DAX dann im Bereich von 9.800, im Bereich von 9.500 Punkten sowie im Bereich 9.200 Punkten wieder nach oben drehen. Die charttechnischen Widerstände nach oben liegen jetzt dagegen bei 10.500, zwischen 10.800-10.850 sowie eben zwischen 11.000-11.400 Punkten.

VDAX und VDAX (New) stiegen infolge der rasanten Talfahrt des DAX zuletzt deutlich an. So erreichte der VDAX (New) erstmals seit längerem wieder Werte über 27 Punkte. In der kurzfristigen Vergangenheit dauerte es danach meistens nicht lange, bis der Markt drehte. Daher sollten Sie diese Marke sehr gut im Auge behalten. Fällt der VDAX (New) nämlich kurzfristig wieder deutlich unter die 27er Marke zurück, so könnte der Spuk bereits beendet sein. Tut er es dagegen nicht, droht heftigeres Ungemach.

Das bereits letzte Woche thematisierte Verkaufssignal im MACD hat deutlich an Dynamik gewonnen und bleibt aktiv. Der RSI zeigt einen nur leicht überverkauften Markt an, wohingegen der Slow Stochastic bereits in seine untere Extremzone eingetaucht ist. Noch überwiegen daher die negativen Vorzeichen, aber dies könnte sich im Wochenverlauf ändern. Egal welchen wichtigen deutschen bzw. europäischen Leitindex wir uns auch anschauen, es gibt zurzeit leider ausschließlich rote Vorzeichen. Mit der EZB-Leitzinsentscheidung lassen sich diese Kursverluste nicht mehr erklären. Denn die Geldpolitik der EZB wirkt sich in erster Linie auf die großen Bluechips aus, wie ich ja bereits in den Vorwochen erläutert hatte.

In den USA sehen wir im Prinzip das gleiche Bild. Egal ob nun die Industriewerte im Dow Jones oder die Technologiewerte an der NASDAQ, alle Indizes zeigten sich zuletzt tiefrot. Hier scheint die Fed-Sitzung, die mit der Leitzinsentscheidung am Mittwoch endet, ihre Schatten voraus zu werfen. Und auch in Asien sah es nicht viel anders aus. Zwar zeigte sich der japanische Nikkei-225 in der letzten Woche etwas stabiler, doch holt er die Kursverluste heute bereits nach. Nur die chinesischen Leitbörsen in Shanghai und Shenzhen können sich hier etwas besser behaupten. Diese werden jedoch auch vom zuletzt fallenden Renminbi-Yuan unterstützt. Die international agierenden Anleger, die chinesische Aktien bevorzugt über Hong Kong handeln, lassen sich jedoch auch davon nicht beeindrucken. Auch in China ist also längst nicht alles Gold was glänzt.

Das Sentiment : Innerhalb von nur zwei Wochen wurde aus Euphorie Angst

Das taktische animusX®-Sentiment bricht nochmals deutlich von 5% auf -40% ein. Zugleich steigt jedoch das strategische animusX®-Sentiment von 21% auf 25%. Kurzfristig wurde also innerhalb von nur zwei Wochen aus Euphorie plötzlich Angst. Noch ist die Korrektur zwar wohl nicht ausgestanden, der Boden scheint jedoch bereits nah. Der Blick auf die Ratios zeigt in dieser Woche erneut deutliche Verschiebungen. Anstatt Kurse um 10.500 Punkte werden nun Kurse im Bereich um 10.000 Punkte als ideales Kaufniveau angesehen. Vor gerade einmal zwei Wochen sahen die Anleger noch Kurse um 11.000 Punkte als ideale Kaufbasis. Die Marke von 11.000 Punkten wird dagegen inzwischen als ideale Verkaufsbasis angesehen. So schnell kann sich eine Situation an der Börse also ändern. Längerfristig werden jedoch weiterhin Kursziele von 13.000 Punkten ins Auge gefasst. Die Investitionsbereitschaft fällt bei den Privaten um 10% auf 42% und bei den Institutionellen sogar um 19% auf 39%. Die Kaufneigung ist zuletzt also nicht nur gesunken, sondern regelrecht eingebrochen. Im animusX®-L/S-Index spiegelt sich dies jedoch unterschiedlich wider. So fällt dieser für die Privaten zwar von 61% auf 51%, steigt aber gleichzeitig auf Seiten der Institutionellen von 53% auf 56%. Auf Seiten der Privaten ist die Investitionsquote zuletzt nur leicht auf 36% zurückgegangen. Dagegen ist sie auf Seiten der Institutionellen von 69% auf 52% regelrecht eingebrochen. Damit liegt sie jetzt auf beiden Seiten deutlich unter ihrem jeweiligen Durchschnitt. Die Shortquote bleibt dagegen auf Seiten der Privaten unverändert und steigt bei den Institutionellen nur leicht von zuvor 0% auf 2%.

Zuletzt standen also besonders die Institutionellen auf der Verkäuferseite, während die Privatanleger ihre Füße weitestgehend still hielten. Wirklich überzeugt von fallenden Kursen scheinen die Profis jedoch noch nicht zu sein. Denn sonst hätten sie nicht nur Aktien verkauft, sondern auch im größeren Umfang auf fallende Kurse gewettet.

Das animusX®-News-Barometer fällt trotz des Einbruchs in der Vorwoche nochmals deutlich zurück, bei den Privaten von 43% auf 31% und bei den Institutionellen von 39% auf 26%. Beide Lager betrachten die derzeitige Nachrichtenlage also jetzt als sehr negativ.

Fazit

Angesichts des heftigen Einbruchs wird nun die 10.000-Punke-Marke zum vorrangigen Ziel. Allerdings ist auch ein Bruch dieser Marke in Erwägung zu ziehen. Dann käme zunächst ein weiterer Einbruch bis auf 9800 Punkte in Betracht, bevor sogar Kursziele um 9.500 Punkte ins Auge gefasst werden müssten.

Doch prinzipiell denke ich, dass der kurzfristige Boden nahe scheint. Ob er nun knapp unter 10.150 oder doch bei 9800 Punkten liegt, vermag auch ich nicht sicher zu prognostizieren. Anschließend halte ich jedoch eine kleine Kursrallye in Richtung 10.500 Punkte für durchaus möglich. Kurzfristige Kursschwäche scheint somit kaufenswert, wie auch schon im Dezember vor einem Jahr.

Generell erinnert aktuell sehr viel an vergangenes Jahr. Insofern könnte eine erste Leitzinserhöhung durch die Fed am kommenden Mittwoch ein Befreiungsschlag werden.

Mit der animusX Sentimenterhebung ermitteln wir einzigartige Erkenntnisse über die Stimmung unter den Anlegern und leiten Rückschlüsse über zu erwartende Kursentwicklungen ab. Die wöchentliche Analyse ist kostenfrei für alle, die an der Umfrage teilnehmen. Bitte hier kostenfrei und unverbindlich eintragen:
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Autor: Heibel-Ticker



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