Cartoons auf a|m Cartoons auf a|m

Cartoons auf a|m


DAX Sentiment: Die kurzfristige Stimmung bricht drastisch ein

11.01.2016 | 09:43


Aktienmärkte (DAX® 9849,34) Umfrageextremwerte lassen auf Panik schließen.

Die Technik: Crashartiger Einbruch Das Jahr startete bereits 257 Punkte unter dem Schlusskurs des letzten Jahres und brach dann weiter ein. Da der letzte Handelstag des letzten Jahres am Tagestief schloss und der erste des neuen Jahres fast auf Tageshoch eröffnete, bildete sich somit eine entsprechend riesige Kurslücke.

Am Donnerstag spitzte sich die Abwärtsbewegung nochmals deutlich zu. Der DAX eröffnete bereits weit unter 10.000 Punkten und fiel anschließend noch bis 9810,47 Punkte. Trotz positiver Nachrichten zum Wochenausklang brach der DAX nach anfänglicher Erholung zum Wochenschluss nochmals ein, kurz vor Handelsschluss an den US-Börsen fiel der XDAX sogar noch bis auf 9722,53 Punkte.

Fallen 9800 Punkte nachhaltig, wie es sich nachbörslich bereits abzeichnete, dann könnten Abgaben bis auf 9650 (Bewegungsanalogie zu 11.430-10.122)), 9500 oder bis Tief des Jahres 2015 bei 9325 Punkte gehen. Angesichts des panikartigen Kursrutsches stellt sich auch die Frage, wie weit es in Extremfällen noch gehen könnte. Da kommen nach 9200 Punkten auch 8900, 8600, 8350, 8150 und darunter vielleicht noch 7600 Punkte infrage. Allerdings wären dies Ziele, die bei anhaltenden Problemen eher später im Jahresverlauf zu erwarten wären. Nach oben bieten 10.100, 10.400 und der ganze Bereich von 10.500 bis 10.750 Punkten Widerstand. Bei 10.660 Punkten verläuft der EMA 200, bei 10.820 die obere Begrenzung des mittelfristigen Abwärtstrendkanals und bei 10.960 der gleitende Durchschnitt der letzten 200 Tage. Der VDAX weist mit e inem Wort von zuletzt 27,81 auf eine deutliche Zunahme der Angst hin. Der MACD befindet sich in einem klaren Verkaufssignal, RSI und Stochastic Slow haben untere Extremwerte erreicht. Besonders heftig hat es den DAX erwischt, da konnte selbst der an sich eher schwächere EuroSTOXX 50 nicht mithalten. Weniger stark, aber immer noch recht heftig sind die deutschen Nebenwerte gefallen.

Nicht ganz so stark, aber auch sehr heftig fiel der Einbruch an den US-Börsen aus. Am stärksten ist der NASDAQ 100 eingebrochen. Starke Abgaben gab es natürlich auch in Asien.

Das Sentiment : Die kurzfristige Stimmung bricht drastisch ein.

Das taktische animusX®-Sentiment bricht um 98% ein und erreicht mit -81% den tiefsten jemals in einer Umfrage gemessenen Wert. Es gibt einige wenige Teilnehmer, die einen Seitwärtstrend sehen, die weit überwiegende Mehrheit wertet die aktuelle Entwicklung als Abwärtstrend. Das strategische animusX®-Sentiment steigt um 12% auf 11%. Einige Teilnehmer, die zuletzt fallende Kurse erwartet haben, rechnen nun mit einem Seitwärtstrend. Es ist handelt sich also nur um einen Stimmungsanstieg zweiter Klasse.

Bei den Ratios findet man nun die höchste Nachfrage bei 9320 Punkten und nur in deutlich geringerem Umfang rechnet man damit, dass das Tief bei 9810 Punkten hält. Einen weiteren, weniger fokussierten aber in Summe bedeutsamen Nachfrageblock findet man zwischen 9460 und 9540 Punkten. Erste Verkaufsabsichten zeigen sich bereits bei 9960 und 10.000 Punkten, das größte Verkaufsinteresse findet man aber erst etwas höher bei 10.200 Punkten. Darüber hinaus findet man noch Verkaufsinteresse bei 10.420 und 10.500 Punkten, höhere Kurse traut man dem DAX aber in nächster Zeit nicht mehr zu. Die Investitionsbereitschaft fällt bei den Institutionellen leicht auf 56% und steigt bei den Privaten leicht auf 46%. Der animusX®-L/S-Index fällt bei den Institutionellen leicht auf 59% und steigt bei den Privaten um 9% auf 55%. Man bevorzugt nun also in beiden Lagern Kaufgelegenheiten, allerdings wollen sich mehr Teilnehmer als üblich noch nicht auf eine Handelsrichtung festlegen. Die Investitionsquote der Institutionellen ist um 12% auf 58% und die der Privaten um 7% auf 27% gesunken. Bei den Institutionellen ist sie immer noch vergleichsweise hoch, bei den Privaten aber schon ausgesprochen niedrig. Die Shortquote ist bei den Institutionellen auf 4% und bei den Privaten auf 6% gestiegen. Während die Institutionellen nur sehr vorsichtig Short positioniert sind, haben einige Private sogar sehr hohe Shortpositionen eröffnet.

Das animusX®-News-Barometer fällt bei den Privaten um 38% auf 16% und bei den Institutionellen um 51% auf 12%. Damit erreicht auch die Nachrichtenwahrnehmung Extremwerte. Nur selten lagen die Werte noch tiefer. Man ist sich also sehr einig, dass die Nachrichten der Woche negativ für die Börse waren.

Fazit

Tiefstwerte bei den kurzfristigen Erwartungen, schwache Werte bei der Nachrichtenwahrnehmung und eine extrem niedrige Selbstzufriedenheit begleiten den Paukenschlag, mit dem das neue Jahr begonnen hat. Den sich erholenden mittelfristigen Erwartungen und dem Kaufinteresse zufolge gibt es noch Hoffnung, dass sich die Märkte wieder fangen. Allerdings kann es in Krisenzeiten sehr lange dauern, bis man Grundüberzeugungen aufgibt. So gesehen ist der Einbruch der mittelfristigen Stimmung zum Jahreswechsel ein Hinweis darauf, dass die aktuelle Krise schnell überwunden werden kann.

Bricht die kurzfristige Stimmung derart heftig ein wie derzeit, dann konnten durchschnittlich auf Wochen-basis häufig gute Gewinne erzielt werden, allerdings ging man dabei auch erhebliche Risiken ein, denn in einigen Fällen setzte sich die Talfahrt drastisch fort. Blieb die Stimmung dann düster, dann war es meist ratsamer, eine Stimmungsaufhellung abzuwarten. In jedem Fall müssen Positionsgrößen der erhöhten Volatilität angepasst werden.

Der schwache Jahresstart erinnert an das Jahr 2008, der Wochenausklang an den 10. Oktober 2014. Der Start in die nächste Woche dürfte wesentlich von den chinesischen Börsen abhängen.

Nächstes großen Ziel der Anleger sind nun 9300 Punkte, ein kleineres Ziel sind 9500 Punkte. Schlimmstenfalls hält man 9000 Punkte für möglich, aber mit tieferen Kursen rechnet man nicht. Nach oben wird bereits bei 10.200 Punkten ein massiver Widerstand erwartet, was für sich genommen schon eine weitere Schwäche der Aktienmärkte bedeuten würde.

Mit der animusX Sentimenterhebung ermitteln wir einzigartige Erkenntnisse über die Stimmung unter den Anlegern und leiten Rückschlüsse über zu erwartende Kursentwicklungen ab. Die wöchentliche Analyse ist kostenfrei für alle, die an der Umfrage teilnehmen. Bitte hier kostenfrei und unverbindlich eintragen:
Ihre E-Mail Adresse:
 


Autor: Heibel-Ticker



Unternehmen

Keine Verknüpfung

Tags

DAX Sentiment


Disclaimer: aktien-meldungen.de bietet Autoren, Analysten und Usern die Möglichkeit Aktien-Meldungen, Analysen und Kommentare auf dieser Plattform zu veröffentlichen. Für die oben stehende Meldung ist allein der angegebene Autor verantwortlich. aktien-meldungen.de übernimmt keinerlei Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Urheber des Textes und etwaiger Bild-, Ton und Informationsmedien ist regelmäßig der Autor. Die Meldungen stellen weder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Eine Verwendung oder Verbreitung auch nur von Teilen der obigen Meldung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des jeweiligen Autors gestattet. Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Webseite des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.

aktuelle Börseninfos kostenlos wöchentlich per E-Mail!
verständlich
diversifiziert
international
fundiert
unabhängig
druckfrisch
  • Realtime DAX (©) Indikation
Chart DAX

+++Aktuelle Analysen+++

+++Sentiment Analysen+++

DAX Sentiment: Der Kurssturz lässt auch die Stimmung abstürzen

DAX Sentiment: Der Kurssturz lässt auch die Stimmung abstürzen

08.02.2016 | 09:36

Die kurzfristige Stimmung ist wieder eingebrochen und sorgt gemeinsam mit dem sehr schwachen animusX®-News-Barometer für positives Überraschungspotential. mehr

Weitere Analysen:
25.01 10:20 DAX Sentiment: Stimmung hellt sich weiter...
19.01 08:19 DAX Sentiment: Nur minimale kurzfristige S...
11.01 09:43 DAX Sentiment: Die kurzfristige Stimmung b...
04.01 17:55 DAX Sentiment: Die mittelfristige Stimmung...
21.12 10:06 DAX Sentiment: Jetzt kippt die mittelfrist...
14.12 10:45 DAX Sentiment: Innerhalb von nur zwei Woch...
07.12 16:36 DAX Sentiment: Kurzfristige Euphorie ist v...
02.12 10:55 DAX Sentiment: Kurzfristige Euphorie bei d...
23.11 08:54 DAX Sentiment: Die Zuversicht bleibt hoch
Heibel Unplugged