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DAX Sentiment: Die Zuversicht bleibt hoch

23.11.2015 | 08:54


Aktienmärkte (DAX® 11.119,83) Die Zuversicht bleibt hoch, aber kurzfristig erscheint Vorsicht angebracht

Die Technik: DAX knabbert an hartnäckiger charttechnischer Widerstandszone

Wie eingangs bereits erwähnt, stieg der DAX zuletzt erstmalig seit Mitte August wieder auf über 11.000 Punkte. Dabei sendete er gleich mehrere positive Signale aus. Zum einen bestätigte er den Anstieg über diese psychologisch wichtige Marke, indem er sie auf Wochenschlusskursbasis überwinden konnte. Zum anderen kam es nach diesem Anstieg kaum zu Gewinnmitnahmen. Außerdem hielt er sich im Wochenverlauf über dem Tief von vergangenem Freitag, wobei er trotzdem die von mir in Aussicht gestellte Marke von 10.500 Punkten noch einmal antestete. Dies geschah jedoch leider nur außerbörslich, sodass die wenigsten Anleger diesen Kursrutsch zum Einstieg nutzen konnten.

Insgesamt muss man feststellen, dass der aktuelle DAX-Stand auch gar nicht so hoch ist, wie er uns erscheint. Denn in US-Dollar gerechnet notiert der DAX – dank der starken Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar – noch immer 20% unter seinem Jahreshoch. Unterstützung findet der DAX jetzt im Bereich von 11.000 Punkten sowie anschließend zwischen 10.800 und 10.850 Punkten, um 10.600 Punkte sowie um 10.500 Punkte. Charttechnische Widerstände gibt es dagegen bei 11.200, 11.400 sowie um 11.800 und schließlich bei 12.000 Punkten. Über 12.000 Punkten rückt dann das Allzeithoch ins Visier.

VDAX und VDAX (New), die zuletzt deutlich angestiegen waren, fielen im Wochenverlauf wieder deutlich zurück. Angst ist somit nicht zu erkennen, aber Sorglosigkeit zeigen die beiden Volatilitätsindizes auch nicht an. Der MACD steht kurz vor der Generierung eines Kaufsignals, dessen Dynamik jedoch abgewartet werden sollte. Der RSI zeigt eine überkaufte Situation an und der Stochastic Slow befindet sich noch leicht unterhalb seiner oberen Extremzone. Kurzfristig erscheinen somit durchaus noch leichte Kurssteigerungen möglich, entweder ist jedoch bei 11.200 oder spätestens bei 11.400 dann Schluss. Verlierer gab es unter den wichtigen deutschen Indizes diese Woche gar nicht, die Topgewinner waren der DAX sowie der MDAX. Mit dem MDAX avancierte der Verlierer der Vorwoche nun zu einem der Topgewinner. Interessant ist, dass die Investoren die deutschen Mittelständler im MDAX den europäischen Bluechips im EuroStoxx50 vorziehen.

Die US-Weltleitindizes zeigten sich in der Berichtswoche ähnlich stark. Am besten schnitt dabei der technologielastige NASDAQ 100 ab, dicht gefolgt von Dow Jones sowie S&P 500. Nicht ganz so stark war dagegen die Entwicklung in Asien, wobei die chinesische Börse ihr japanisches Pendant deutlich abhängen konnte. Kein Wunder, steckt doch die japanische Wirtschaft gemäß aktueller Wirtschaftsdaten erneut in einer Rezession. Alle Bemühungen von Notenbank und Politik (Abenomics) scheinen hier also ihre Wirkung zu verfehlen. Dies gilt es gerade im Hinblick auf Euroland-Europa im Auge zu behalten, da die Entwicklung in beiden Wirtschaftsräumen starke Ähnlichkeiten aufweist.

Das Sentiment: Die Zuversicht bleibt hoch

Das taktische animusX®-Sentiment explodiert von -3% auf 69%, sodass die Stimmung kurzfristig wieder extrem gut ist. Zugleich steigt das strategische animusX®-Sentiment leicht um 1% auf 30% an. Wir sehen also einen kurzfristig starken Optimismus bei einer anhaltend hohen mittelfristigen Zuversicht. Die positive Stimmung ist ein Warnzeichen, der mittel- bis langfristig hohe Optimismus jedoch konstruktiv. Es könnte also bald zu einem Rücksetzer kommen, den man jedoch weiterhin zum (Nach)Kauf nutzen sollte. Der Blick auf die Ratios zeigt nach wie vor, dass viele Anleger gerne um 10.500 Punkte kaufen möchten. Allerdings ist die Bedeutung dieser Marke im Laufe der Woche deutlich gesunken. Vielmehr steht jetzt die Marke von 12.000 Punkten im Mittelpunkt. Denn auf diesem Kursniveau möchten sich viele Anleger von ihren Aktien trennen. Aber auch auf dem Weg dorthin gibt es um 11.200, um 11.400, um 11.500 sowie um 11.800 Punkte eine gewisse Verkaufsbereitschaft. Auch deshalb ist meines Erachtens mit einer Pause der Kursrallye spätestens zwischen 11.400 und 11.500 Punkten zu rechnen, ehe das Kursziel von 12.000 Punkten oder gar ein neues Allzeithoch anvisiert werden kann. Die Investitionsbereitschaft steigt bei den Privaten um 6% auf 55% und bei den Institutionellen um 9% auf 56%. Die Kaufneigung steigt also und liegt damit nun auf beiden Seiten auf einem ähnlichen, jeweils leicht überdurchschnittlichen Niveau, was sich auch im jeweiligen animusX®-L/S-Index widerspiegelt. Das gerade auf Seiten der Institutionellen noch stärker angestiegene Kaufinteresse ist dabei durchaus bemerkenswert, weisen diese doch ohnehin schon eine überdurchschnittlich hohe Investitionsquote auf. Dagegen haben die Privatanleger im Wochenverlauf zugegriffen, ohne dass sie jedoch bereits satt wären. Shortpositionen gibt es dagegen kaum noch. So liegt die Shortquote der Institutionellen unverändert bei 0%, wohingegen sie sich bei den Privaten von 4% auf 2% halbiert hat.

Fazit

Anfang der Woche geriet der DAX vorbörslich aufgrund der Terroranschläge von Paris unter Druck und fiel im außerbörslichen Handel auf 10.500 Punkte zurück. Schon zur Handelseröffnung hatte er diese außerbörslichen Verluste nahezu abgeschüttelt und stieg im Verlauf der Woche immer weiter.

Dabei wurde er sowohl von der aktuellen Nachrichtenlage (eine weltweite Allianz gegen den Terror unter Einbeziehung Russlands konnte geschmiedet werden, und Mario Draghi möchte mit der Ausweitung des QE-Programms der EZB die Geldflut noch verstärken) als auch von den Entwicklungen an den Märkten (fallender Euro) unterstützt.

Folglich kam der Anstieg auf über 11.000 Punkte auf Wochenschlusskursbasis gar nicht so überraschend. Allerdings ist der DAX damit auch auf das höchste Niveau seit Mitte August angestiegen, was ihn kurzfristig anfällig für eine Korrekturbewegung macht. Noch scheint zwar etwas Platz nach oben zu sein. Spätestens zwischen 11.400-11.500 Punkten sollte jedoch Schluss sein und ein Rücksetzer in Richtung 11.000 Punkte erfolgen.

Dieses Kursniveau bietet dann jedoch eine nochmalige erstklassige Einstiegs- bzw. Nachkaufchance. Denn mittel- bis langfristig bleiben die Perspektiven gut. Daher ist auch die anhaltende Zuversicht der Umfrageteilnehmer ungefährlich, denn noch hat diese kein bedenkliches Niveau erreicht.

Oftmals kommt es an den US-Börsen nach Thanksgiving zu einer kleinen Korrektur, und Thanksgiving steht – ebenso wie der berühmte Black Friday – diese Woche vor der Tür. Daher sollte Sie eine Korrektur ab spätestens Mitte der Woche nicht verwundern. Nutzen Sie diese Korrektur, die in der Regel nach wenigen Tagen wieder vorbei ist, daher unbedingt um sich für die Fortsetzung der Jahresendrallye zu positionieren.

Mit der animusX Sentimenterhebung ermitteln wir einzigartige Erkenntnisse über die Stimmung unter den Anlegern und leiten Rückschlüsse über zu erwartende Kursentwicklungen ab. Die wöchentliche Analyse ist kostenfrei für alle, die an der Umfrage teilnehmen. Bitte hier kostenfrei und unverbindlich eintragen:
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Autor: Heibel-Ticker



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