Cartoons auf a|m Cartoons auf a|m

Cartoons auf a|m


DAX Sentiment: Der Kurssturz lässt auch die Stimmung abstürzen

08.02.2016 | 09:36


Aktienmärkte (DAX® 9286,23) Die Stimmung bricht erneut ein und die Einstiegsziele werden nach unten korrigiert.

Die Technik: Unterstützung auf Wochenschlusskursbasis verletzt

Zuletzt konnte man noch von einer Bodenbildung im Bereich von 9300 Punkten ausgehen, nun ist sie nach dem Bruch der Marke auf Wochenschlusskursbasis ernsthaft in Gefahr. Der Kursrutsch vom Freitag führte im Tief sogar bis auf 9250,84 Punkte. Nur der geringe Abstand zur 9300-Punkte-Marke lässt noch die Hoffnung aufkommen, dass es sich um ein Fehlsignal handeln könnte.

Als mögliche Unterstützungen kann man nun zunächst die Tiefs vom November und Dezember 2014 bei 9161 und 9219 Punkten ins Auge fassen, allerdings kann man auch schon die Marke von 9000 Punkten oder angesichts mehrerer markanter Tiefs auch bei 8900 Punkten ins Auge fassen. Darunter kämen dann auch 8550 (Tief vom Oktober 2013), 8350 (Tief vom Oktober 2014) und 8150 Punkten (Hoch des Jahres 2007 und Tief vom August 2013) als Kursziele in Betracht. Widerstände findet man nun bei 9315, 9470, 9830, 9900, 10.150 und 10.500 bis 10.750 Punkten. VDAX und VDAX (New) sind mit den Kursrückgängen wieder deutlich gestiegen und deuten weiterhin auf Angst sowie erhöhten Absicherungsbedarf hin.

Der MACD hat wieder ein Verkaufssignal gebildet. Der Stochastic Slow ist bereits wieder in die untere Extremzone eingetaucht, während der RSI noch knapp über der unteren Extremzone steht. Der Kursrutsch hat alle betrachteten Indizes erwischt, nur die Nebenwerte konnten sich noch etwas besser halten als die anderen Werte. Der EURO STOXX 50 ist zwar stärker gefallen als der DAX, bleibt aber im Gegensatz zum DAX über dem Januartief.

Auch an der Wallstreet und in Asien kam es durchweg zu Verlusten. Am heftigsten hat es den NASDAQ 100 erwischt, der mit einem Einbruch von fast 6% sogar den TecDAX und die anderen europäischen Indizes übertraf, während der Dow Jones Industrial Average nur um knapp 1,6% gefallen ist. Die asiatischen Börsen reagierten zwar moderater, könnten aber den Einbruch am Freitagnachmittag noch am Montag nachholen.

Das Sentiment der Kurssturz lässt auch die Stimmung abstürzen Das taktische animusX®-Sentiment bricht um 45% auf -64% ein. Man kann sich nun zunehmend auch eine Bodenbildung vorstellen. Mittelfristig bessert sich die Stimmung leicht und erreicht damit wieder positives Niveau, doch sind die Erwartungen viel zu verhalten, als dass dies zuversichtlich stimmen könnte. Mit dem Kursrutsch haben sich auch die Nachfrageschwerpunkte nach unten verlagert. Neben 9300, 9000 und 8800 Punkten rückt nun vor allem die 8500-Punkte-Marke ins Blickfeld der Teilnehmer. Auch bei 9100 und 9140 Punkten findet man noch etwas Nachfrage. Bestätigt sich der Bruch der 9300-Punkte-Marke, könnte die nächste Gegenbewegung dementsprechend zwischen 9000 und 9100 Punkten starten. Man zieht jetzt allerdings für die nächsten Wochen auch einen weitergehenden Einbruch in Betracht. Bei den Angebotsschwerpunkten gibt es einen klaren Schwerpunkt bei 10.000 Punkten und damit nur geringfügig unter den vorrangigen Schwerpunkten der letzten Woche. Von einer Erholungsbewegung erwartet man also beachtliches Aufwärtspotential. Die Investitionsbereitschaft fällt bei den Privaten leicht auf 46% und bei den Institutionellen leicht auf 37% und bewegt sich damit weiterhin auf niedrigem Niveau. Der animusX®-L/S-Index steigt bei den Privaten leicht auf 53% und bei den Institutionellen um 7% auf 53%. Nach dem Kursrutsch kommt nun in beiden Lagern wieder Kaufinteresse auf, es fällt aber noch nicht wirklich überzeugend aus. Die Investitionsquote sinkt bei den Privaten um 3% auf 29% steigt bei den Institutionellen um 7% auf 43%. Damit liegt die Investitionsquote in beiden Lagern zwar im langjährigen Durchschnitt, aber deutlich unter dem Niveau der letzten Monate. Man übt sich also in Investitionszurückhaltung. Die Shortquote steigt bei den Privaten leicht auf 5% und fällt bei den Institutionellen um 2% auf 5%. Damit sind Shortpositionen zwar weiterhin gefragt, aber auch nicht übermäßig ausgeprägt.

Das animusX®-News-Barometer fällt bei den Privaten um 22% auf 23% und bei den Institutionellen um 25% auf 29%. Die Nachrichtenlage wird also von beiden Lagern so negativ wie die Kursentwicklung eingeschätzt. Man findet also auch Gründe für den Kursrutsch.

Fazit

Die kurzfristige Stimmung ist wieder eingebrochen und sorgt gemeinsam mit dem sehr schwachen animusX®-News-Barometer für positives Überraschungspotential. Da es aber an grundsätzlicher Überzeugung fehlt, müsste man das dann als Gegenbewegung im Abwärtstrend einstufen. Der Bruch der 9300-Punkte-Marke sorgte für ein Umdenken bei den Ratios. Man kann sich nun wesentlich tiefere Kurse vorstellen. Die 9300-Punkte-Marke wurde auf Wochenschlusskursbasis und damit nicht nur kurzfristig gebrochen. Da diese Marke noch nicht nachhaltig unterschritten wurde, besteht immer noch die Möglichkeit, dass sich dies als Fehlausbruch herausstellt. Man muss nun aber auch eine weitergehende Abwärtsbewegung in Betracht ziehen, die den Ratios zufolge zunächst bis in den Bereich von 9000 Punkten gehen könnte, bevor es zu einer Gegenbewegung kommt. Die nach dem Bruch der Unterstützung mögliche Abwärtsdynamik darf nicht unterschätzt werden und kann auch noch tiefer führen.

Besonderer Druck könnte unter Anderem im Vorfeld des großen Optionsverfalltags im März aufkommen. Bis dahin werden allerdings noch einige Wochen verstreichen. Im März dürfte es dann auch Klarheit über den nächsten Zinsschritt der FED und den geldpolitischen Maßnahmen der EZB geben. Unsicherheit über diese Entscheidung kann bis dahin für weiterhin hohe Volatilität an den Märkten sorgen. Auch auf die Entwicklung des Ölpreises reagieren die Märkte sehr sensibel.

Vergleichbare Stimmungslagen offenbaren große Gewinnchancen bei ebenso hohem Risiko, wobei es bei längeren Stimmungstiefs nicht einfach ist, zu beurteilen, ob nun die Chancen oder die Risiken überwiegen. Aus saisonaler Sicht sollte die nächste Schwächephase eigentlich erst in der zweiten Februarhälfte beginnen, nun sieht es aber so aus, dass es nur zum Monatswechsel eine kurze Entspannungsphase gab. Allerdings hat der DAX auch auf den Anstieg beim Euro reagiert und sich im Vergleich zum S&P-500 und sogar zum EURO STOXX 50 überdurchschnittlich schwach entwickelt. Da beim S&P 500 noch Platz bis zum Januartief bleibt, könnte es selbst im Rahmen einer allgemeinen Seitwärtsbewegung zu einem niedrigeren Kursniveau beim DAX kommen.

Mit der animusX Sentimenterhebung ermitteln wir einzigartige Erkenntnisse über die Stimmung unter den Anlegern und leiten Rückschlüsse über zu erwartende Kursentwicklungen ab. Die wöchentliche Analyse ist kostenfrei für alle, die an der Umfrage teilnehmen. Bitte hier kostenfrei und unverbindlich eintragen:
Ihre E-Mail Adresse:
 


Autor: Heibel-Ticker



Unternehmen

Keine Verknüpfung

Tags

DAX Sentiment


Disclaimer: aktien-meldungen.de bietet Autoren, Analysten und Usern die Möglichkeit Aktien-Meldungen, Analysen und Kommentare auf dieser Plattform zu veröffentlichen. Für die oben stehende Meldung ist allein der angegebene Autor verantwortlich. aktien-meldungen.de übernimmt keinerlei Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Urheber des Textes und etwaiger Bild-, Ton und Informationsmedien ist regelmäßig der Autor. Die Meldungen stellen weder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Eine Verwendung oder Verbreitung auch nur von Teilen der obigen Meldung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des jeweiligen Autors gestattet. Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Webseite des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.

aktuelle Börseninfos kostenlos wöchentlich per E-Mail!
verständlich
diversifiziert
international
fundiert
unabhängig
druckfrisch
  • Realtime DAX (©) Indikation
Chart DAX

+++Aktuelle Analysen+++

+++Sentiment Analysen+++

DAX Sentiment: Der Kurssturz lässt auch die Stimmung abstürzen

DAX Sentiment: Der Kurssturz lässt auch die Stimmung abstürzen

08.02.2016 | 09:36

Die kurzfristige Stimmung ist wieder eingebrochen und sorgt gemeinsam mit dem sehr schwachen animusX®-News-Barometer für positives Überraschungspotential. mehr

Weitere Analysen:
25.01 10:20 DAX Sentiment: Stimmung hellt sich weiter...
19.01 08:19 DAX Sentiment: Nur minimale kurzfristige S...
11.01 09:43 DAX Sentiment: Die kurzfristige Stimmung b...
04.01 17:55 DAX Sentiment: Die mittelfristige Stimmung...
21.12 10:06 DAX Sentiment: Jetzt kippt die mittelfrist...
14.12 10:45 DAX Sentiment: Innerhalb von nur zwei Woch...
07.12 16:36 DAX Sentiment: Kurzfristige Euphorie ist v...
02.12 10:55 DAX Sentiment: Kurzfristige Euphorie bei d...
23.11 08:54 DAX Sentiment: Die Zuversicht bleibt hoch
Heibel Unplugged