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DAX Sentiment: Angst ja, aber weiterhin keine Panik

16.06.2015 | 07:52


Aktienmärkte (DAX® 11.196,49) Korrektur zwar noch nicht zu Ende, aber weiterhin gilt: „The trend is your friend“.

Die Technik: Korrektur noch immer nicht ausgestanden Erneut verzeichnete der DAX eine sehr volatile Börsenwoche. So brach er gleich zu Wochenbeginn die wichtige Unterstützung um 11.200 Punkte, wodurch ein starkes Verkaufssignal ausgelöst wurde. Dieses setzten die charttechnisch orientierten Trader natürlich umgehend um, sodass der DAX innerhalb weniger Stunden fast 500 Punkte verlor und sogar unter die 10.800 Punkte Marke fiel.

Doch wie es an der Börse fast immer so ist: Wenn die Nacht am dunkelsten erscheint, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Dieses Lichtlein war der EMA200, und tatsächlich bot diese extrem wichtige Auffanglinie den Bären Paroli. Nachdem die Marktteilnehmer erkannt hatten, dass die Kraft der Bären nicht ausreicht den DAX unter den EMA200 zu drücken, kamen deshalb die Bullen zurück auf’s Parkett.

Und tatsächlich kam es anschließend erneut zu einer starken Bewegung, dieses Mal jedoch gen Norden. So gewann der DAX zeitweise über 700 Punkte hinzu und handelte wieder über der Marke von 11.400 Punkten. Zum Wochenende hin jedoch konnten diese Kursgewinne von den Bullen nicht verteidigt werden, sodass sich der deutsche Leitindex nahezu unverändert gegenüber dem Vorwochenschlusskurs ins Wochenende verabschiedete.

Die charttechnischen Widerstände auf dem Weg nach oben verlaufen nun bei 11.350, 11.450, 11.500, 11.800, 11.950-12.050, 12.200 und 12.500 Punkten. Unterstützung findet der DAX hingegen um 11.200, 11.000, 10.750-10.800,10.500 sowie 10.000 Punkten.

VDAX und VDAX (New) brachen zur Wochenmitte deutlich ein und zogen zum Wochenende hin dann wieder genauso deutlich an. Die Angst ist somit weiterhin erhöht, Panik sehen wir jedoch nicht.

Der MACD stand zu Wochenschluss kurz vor einem erneuten Verkaufssignal, RSI und Stochastic Slow stehen auf neutral. Wenn man so will heißt das: Unsicherheit, soweit das Auge reicht. Auf Wochenschlusskursbasis gab es beim DAX nahezu keine Bewegung, wohingegen SDAX und TecDAX etwas deutlicher unter Druck standen. Dies deutet daraufhin, dass die privaten Kleinanleger langsam vorsichtiger werden. Allerdings ist der Rücksetzer nicht sonderlich markant, und auf Sicht der letzten vier Wochen liefen die wichtigsten Indizes weitestgehend parallel. Ja, besonders der TecDAX zeigte auf 4-Wochen-Sicht sogar Stärke gegenüber dem DAX.

In den USA war die Entwicklung uneinheitlich. So gewannen Dow Jones und S&P500 leicht hinzu, während die Technologiewerte an der NASDAQ leicht verloren. Signifikant waren die Bewegungen jedoch auch hier nicht, und auf Sicht der letzten 4 Wochen zeigten die Technologiewerte sogar eher Stärke.

In den USA wurde zudem aufmerksam registriert, dass zum Wochenende hin der Dow Jones Transport erstmals seit einiger Zeit wieder Stärke gegenüber dem Gesamtmarkt zeigte. Die Amerikaner deuten dies als Hinweis auf ein bevorstehendes Ende der Korrektur, was sich ja auch mit meinen eingangs geschilderten Überlegungen zu einem erneuten Favoritenwechsel deckt. Der Nikkei 225 gibt zwar erneut etwas nach, kann aber weiterhin die 20.000 Punkte Marke souverän verteidigen. In Hong Kong sahen wir ebenfalls leichte Käufe, wobei auf Sicht der letzten vier Wochen immer noch ein kleines Minus zu verbuchen ist. In Asien sehe ich zwar noch kein Ende der Kursrallye, aber die Hausse befindet sich langsam in einem reifen Stadium. Hier noch zu investieren erfordert daher Mut, zudem sollte man seine Investments engmaschig beobachten.

Dies gilt umso mehr, da von der Bank of Japan erstmals seit längerer Zeit die geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen leicht in Frage gestellt wurden. Diese Äußerungen, unmittelbar nach dem G7-Gipfel, würde ich jedoch noch nicht so hoch hängen und noch glaube ich daher noch nicht an das Ende der Hausse im Nikkei-225. Aber der möglicherweise anstehende Favoritenwechsel könnte auch hier die Hausse kurzfristig noch etwas bremsen.

Das Sentiment : Angst ja, aber weiterhin keine Panik

Das taktische animusX®-Sentiment steigt um 15% auf -22%. Nachdem wir uns letzte Woche noch dem Panikniveau näherten, sehen wir jetzt nur noch normale Angst. Unverändert rechnen die Teilnehmer jedoch mittelfristig mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends, was aus charttechnischer Sicht („the trend is your friend“) auch logisch erscheint. So steigt das strategische animusX®-Sentiment um 8% auf 21%. Ob angesichts dieser Stimmungslage jedoch wirklich schon eine Bodenbildung möglich ist, erscheint fraglich. Den Ratios zufolge findet man jetzt die größte Nachfrage leicht unter der Marke von 11.000 Punkten. Aber auch leicht unter 10.800 Punkte steigt das Kaufinteresse an. Dies zeigt, dass sich die Teilnehmer der Umfrage wohl sehr an der Charttechnik orientieren, denn sowohl um 11.000 als auch um 10.800 Punkte befinden sich bekanntlich charttechnische Unterstützungen. Die Verkaufsziele wurden jedoch ebenfalls noch etwas nach unten korrigiert.

So scheinen nun vermehrt Anleger bei 11.500 und 11.600 Punkten abgabebereit zu sein. Auch die 12.000 Punkte Marke wird jedoch noch für möglich gehalten. Über 12.000 Punkte könnten es nach Auffassung der Teilnehmer dann sogar bis 13.000 oder sogar 13.400 Punkte gehen. Soweit sind wir aber noch lange nicht. Die Investitionsbereitschaft steigt bei den Privaten leicht um 2% auf 54% und bei den Institutionellen deutlich um 9% auf 50%. Die Werte pendeln damit immer noch um den Durchschnitt der letzten Wochen. Der animusX®-L/S-Index bleibt bei den Privaten unverändert auf 62% und steigt bei den Institutionellen deutlich um 13% auf 56%. Damit schließen sich die Institutionellen langsam den Privaten an und sehen ebenfalls eine gute Einstiegschance gekommen. Die Investitionsquote ist bei den Institutionellen um 14% auf 58% und bei den Privaten um 8% auf 36% gestiegen. Die Shortquote ist bei den Institutionellen kräftig um 8% auf 0% und bei den Privaten immerhin um 1% auf 3% gefallen. Insbesondere die Institutionellen glauben inzwischen also, dass das Schlimmste nun überstanden ist. Sie antizipieren das Ende der Korrektur, schließen ihre Shortpositionen und greifen zu.

Das animusX®-News-Barometer steigt bei Institutionellen und Privaten gleichermaßen um 8% und liegt somit nun bei 40% (Private) und 47% (Institutionelle). Generell wird die aktuelle Nachrichtenlage also weiterhin leicht negativ bewertet, jedoch mit Tendenz zum Besseren.

Fazit

Es ist keineswegs so, dass es kein Kaufinteresse geben würde. Aber bevorzugt möchten die Anleger in Kursschwäche hinein kaufen und somit zu Kursen um 11.000 oder sogar 10.800 Punkte. Dies zeigt, dass die aktuelle Korrekturbewegung wohl noch immer nicht zu Ende ist, aber wir dem Ende immer näher kommen. Darüber hinaus deutet es daraufhin, dass der übergeordnete Aufwärtstrend wohl nicht gebrochen werden wird. Eine Trendwende im langfristigen Bild ist daher trotz der kurzfristigen Turbulenzen eher nicht zu erwarten. Aber es wird kurzfristig noch sehr volatil bleiben.

Die aktuelle Woche wird dabei sehr spannend. Denn am kommenden Freitag gibt es wieder einmal den großen Verfallstag („dreifacher Hexensabbat“), der seine Schatten voraus werfen könnte. Idealerweise sollte der DAX am kommenden Freitag um 11.500 Punkte abgerechnet werden. Aber wenn es den nun wieder optimistischeren Institutionellen nicht gelingt den DAX in diese Richtung zu hieven, kann es auch ganz anders kommen. Ja selbst ein Rutsch in Richtung 10.800, 10.500 oder gar 10.000 Punkte kann man zurzeit nicht mehr ausschließen.

Mit der animusX Sentimenterhebung ermitteln wir einzigartige Erkenntnisse über die Stimmung unter den Anlegern und leiten Rückschlüsse über zu erwartende Kursentwicklungen ab. Die wöchentliche Analyse ist kostenfrei für alle, die an der Umfrage teilnehmen. Bitte hier kostenfrei und unverbindlich eintragen:
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Autor: Heibel-Ticker



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