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Währungshandel: Euro legt zu, Ölpreis stabil

19.12.2016 | 10:52

Die europäische Gemeinschaftswährung knackte die 1,06 US-Dollar-Marke. Für viele Anleger eine Überraschung: Schlussendlich fiel der Euro letzten Freitag, nachdem bekannt wurde, die ultralocke Geldpolitik durch die EZB - die Europäische Zentralbank - werde bis Ende 2017 andauern, auf 1,0520 US-Dollar. Montag wurde der Euro jedoch wieder bei 1,0610 US-Dollar gehandelt. Händler sind der Meinung, es handle sich dabei aber um eine Gegenbewegung bei der Gemeinschaftswährung. Zudem würde der Euro von der derzeitigen Dollar-Schwäche profitieren. Der Referenzkurs wurde von der EZB auf 1,0596 (Freitag: 1,0559) US-Dollar festgesetzt. Somit kostet der US-Dollar derzeit 0,9438 (0,9471) Euro. Weitere Konjunkturdaten wurden aber nicht veröffentlicht. Jedoch gehen Anleger davon aus, dass der Euro weiter zulegen werde. Der Kursverlust, den der Euro vergangenen Freitag ertragen musste, war lediglich eine Reaktion auf die Entscheidung der EZB; viele Anleger waren der Meinung, die ultralocke Geldpolitik würde ihr baldiges Ende finden. Russland und Norwegen sind die Gewinner Anleger konnten aber nicht nur einen steigenden Euro-Kurs verfolgen, sondern auch den Anstieg der Ölpreise. Der Kursanstieg sorgte für extreme Auswirkungen am Devisenmarkt. So konnten die Währungen der Öl-Fördernationen zulegen - hier sind vor allem Norwegen (norwegische Krone) und Russland (russische Rubel) die Gewinner. Auch die Aktien der großen Ölkonzerne, wie beispielsweise Total oder ENI profitieren. Die Ölpreise stiegen nach der Opec-Einigung mit den Förderländern, die sich nicht im Ölkartell befinden: So einigten sich die Verantwortlichen dahingehend, dass die Produktionen weiterhin gesenkt werden sollten.

Sprit und Energie bremsen die deutsche Inflation Gleichzeitig werden in Deutschland Energie und Sprit wieder billiger. Ein Umstand, der dazu führt, dass die Inflation in Deutschland gedämpft wird, wobei die Rate im vergangenen November auf den höchsten Stand der letzten beiden Jahre stieg. Würden die Energie- und Spritpreise nicht so günstig sein, würde die Inflation bei rund 1,2 Prozent liegen.

Nahrungsmittel und Dienstleistungen wurden teurer Der Anstieg der deutschen Verbraucherpreise wurde - vor allem aufgrund günstigerer Energie - vorerst gestoppt. Letzten November lag die Jahresteuerung - wie schon im Oktober zuvor - bei 0,8 Prozent (Quelle: Statistisches Bundesamt ). Der höchste Stand seit rund zwei Jahren, jedoch war - im direkten Vergleich - die Inflation gering. So gab es im letzten Monat gerade einmal einen Anstieg der Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Es sind vor allem die Energiepreise, die die Teuerung dämpfen. Heizen und Tanken war im November um 2,7 Prozent günstiger als im Oktober. Im Oktober lagen die Preise für Energie sogar um 1,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im November war - bezugnehmend auf die Daten des Vorjahres - Heizöl um 6,7 Prozent günstiger; die Kraftstoffe verzeichneten einen Preisrückgang um 2,2 Prozent. Würden die Energiepreise nicht berücksichtigt werden, hätte Deutschland eine Teuerungsrate von 1,2 Prozent. Teurer wurden - basierend auf den Zahlen des Vorjahres - hingegen Nahrungsmittel (+ 1,2 Prozent) und auch Dienstleistungen (+ 1,1 Prozent). Das Mietniveau ist - verglichen mit dem Vorjahreszeitraum - um 1,4 Prozent gestiegen.

Die EZB setzt weiterhin auf eine ultralocke Geldpolitik Folgt man den Richtwerten des europäischen Standards für die errechnete Inflationsrate (HVPI ), so lag Deutschland im November um eindrucksvolle 0,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im Monatsvergleich kam es zur Stagnation. Die HVPI-Rate ist vor allem für die Geldpolitik der EZB maßgebend; mittelfristig werden von der Notenbank Inflationen von unter knapp 2,0 Prozent angestrebt. Ein Ziel, das die Währungshüter aber schon seit Jahren verfehlen. Die Lösung? Ultralockere Geldpolitik. Erst letzte Woche wurde von der EZB beschlossen, weiterhin milliardenschwere Käufe von Staatsanleihen und auch von anderen Wertpapieren zu tätigen. Bis Ende 2017 soll es dahingehend auch keine Änderungen geben. Die Türkei als Verlierer Anleger werden sich nicht nur über stabile Ölpreise und einen starken Euro freuen, sondern mitunter auch nervös in Richtung Türkei blicken. Die türkische Lira erlitt einen erheblichen Kursverlust; die Wirtschaft leide vor allem durch die Unruhen, die derzeit zur Tagesordnung gehören. Es sind die umstrittenen Entscheidungen des Premierministers Erdogan und auch die Terroranschlage, die dazu führen, dass sich die türkische Währung im freien Fall befindet. Die Wirtschaftsleistung sei zudem auch noch um 1,8 Prozent gesunken - der erste Rückgang seit dem Jahr 2009.

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Autor: a|m-Redaktion



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