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Japan verkauft Aktienanteile um Wiederaufbau nach Atomkatastrophe zu finanzieren

09.10.2017 | 10:16

Die Bundestagswahl ist vorbei. Nun stellt sich die Frage, wie die neue Regierung in Deutschland aussehen wird. Eine große Koalition scheint unrealistisch, da Martin Schulz, der Vorsitzende der SPD (2. Platz - 20,5 Prozent / - 5,2 Prozent), der Union (1. Platz - 32,9 Prozent / - 8,6 Prozent) eine Absage erteilte. Am Ende bleibt wohl nur die "Jamaika-Koalition" (CDU/CSU, FPD und Bündnis 90/Die Grünen).

Nachdem die FPD (4. Platz - 10,7 Prozent / + 5,9 Prozent) nun wieder im Bundestag ist, könnte sie auch bald wieder ein Teil der Regierung sein. Genau deshalb sind auch die Forderungen der "Freien Demokratischen Partei" interessant - sie könnten demnächst ja auch umgesetzt werden.

Folgt die "Jamaika-Koalition" dem "japanischen Modell"?

Geht es nach der FDP, so könnten demnächst Staatsanteile an Firmen - wie etwa der Deutschen Post oder auch der Telekom - verkauft werden. Japan hat bereits hier die Vorreiterrolle übernommen. Die japanische Regierung hat die Aktien der heimischen Post, die vor zwei Jahren an die Börse ging, für 11,5 Milliarden US Dollar verkauft. Das Geld, das hier erwirtschaftet wurde, möchte Japan für den Wiederaufbau nach der verheerenden Atomkatastrophe von 2011 in Fukushima verwenden. Japans Regierung hat zudem schon angekündigt, dass es "bestimmt nicht der letzte Aktienverkauf" gewesen ist.

Auch die Bundesrepublik Deutschland hält zahlreiche Aktien an mehreren Betrieben. Darunter befinden sich die Deutsche Post und auch die Deutsche Telekom. Geht es nach der FDP, so werden derartige Beteiligungen bald abgestoßen werden. Die "japanische Idee" hatte Christian Lindner, der Chef der FDP, schon im Wahlkampf präsentiert. Doch welche Auswirkungen hätten derartige Verkäufe auf die Indizes (die beispielsweise bei LCG eingesehen werden können)? Auch die japanischen Anleger sind unsicher, welche Folgen die Verkäufe mit sich bringen werden.

Das Geld wird für den Wiederaufbau verwendet

Die heimische Post hat sich erst vor zwei Jahren für den Börsengang entschieden - nun hat die japanische Regierung die Aktien für mehr als 11,5 Millionen US Dollar verkauft. Der Löwenanteil der Wertpapiere ging an die heimischen Kleinanleger, die sich vor allem hohe Dividendenrenditen erwarteten und sich gerade deswegen für Post-Aktien entschieden haben, weil hier ein großer Staatsanteil herrsche.

Die Nachfrage war jedoch, so die Marktteilnehmer, vor zwei Jahren deutlich größer. Schon im November 2015 hatte die japanische Regierung das Projekt begonnen und die Post an die Börse gebracht. Der Wert belief sich damals auf 12 Milliarden US Dollar. Der Plan, das erwirtschafte Geld für den Wiederaufbau nach der Fukushima-Katastrophe zu verwenden, scheint aufgegangen zu sein. In den kommenden fünf Jahren möchte Japan die Anteile erneut versilbern und somit zusätzliche 10,7 Milliarden US Dollar einnehmen.

Für den FPD-Chef Lindner scheint das "japanische Modell" durchaus auch für Deutschland interessant zu sein. Auch wenn derartige Forderungen nur im Zuge des Wahlkampfs beworben wurden, so ist die Wahrscheinlichkeit durchaus hoch, dass demnächst auch die deutsche Regierung die Anteile verkaufen kann. Die FPD wird - geht man nach der aktuellen Konstellation - ziemlich sicher ein Teil der neuen Bundesregierung sein. Die SPD hat abgelehnt; eine andere Mehrheit ist nicht möglich, weil die Union eine Zusammenarbeit mit der AfD (Platz 3 - 12,6 Prozent / + 7,9 Prozent) und der Linken (5. Platz - 8,9 Prozent / + 0,5 Prozent) ausgeschlossen hat.

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Autor: a|m-Redaktion



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