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Einfluss chinesischer Gelder auf die Aktienpreise europäischer Fußball-Vereine

20.03.2017 | 09:18

Im Reich der Mitte boomt es. Zwar nicht mehr so stark, wie es noch vor ein, zwei Jahren der Fall war und auch das Wachstum ausländischer Firmen in China nimmt zum Teil ab, doch weiterhin wächst die chinesische Wirtschaft mit großen Schritten. Etwa 6,5 Prozent Wirtschaftswachstum werden für dieses Jahr prognostiziert nach 6,7 Prozent im Vorjahr. Zwar war der Vorjahreswert schon der tiefste Wert seit über 25 Jahren, jedoch werden die jetzigen Wachstumsraten von Analysten als eher robust und somit nachhaltig eingeschätzt, was für die Zukunft positive Vorzeichen mit sich bringt.

Investitionen auch im Fußball Staatspräsident Xi Jinping höchstpersönlich hat das Thema Fußball in den politischen Diskurs eingeführt und sprach bei einer Vorstellung seines Staatsplanes davon, dass China zumindest mittelfristig zu einer Fußballnation aufsteigen solle. Dass dafür millionenschwere Investitionen benötigt werden, versteht sich von selbst. Die Richtung ist von der Politik vorgegeben und die Vereine der Spitzenliga Super League reagieren. So ist es kaum verwunderlich, dass die Investitionen der Teams in neue Spieler seit 2011 kontinuierlich steigen, wie Statistiken zeigen . Im besagten Jahr lagen die Gelder, die während der Wintertransferperiode für Neuzugänge ausgegeben wurden, bei etwa 20 Millionen Euro. 2013 hatte sich dieser Wert auf 40 Millionen Euro verdoppelt, um 2015 erstmals die dreistellige Millionenmarke zu knacken (116 Mio. Euro). 2016 folgte dann der Rekord mit 336 Millionen Euro während des Transferfensters im Winter, womit sich die chinesische Super League im internationalen Vergleich mit großem Abstand den ersten Platz vor Englands Premier League (253 Mio. Euro), Italiens Serie A (87 Mio. Euro) und der Deutschen Bundesliga (52 Mio. Euro) sicherte.

Akquisitionen in anderen Ligen? Es scheint also, dass Geld in nahezu grenzenlosem Umfang zur Verfügung steht. Wird sich die Investitionslust der Chinesen auf ihr Heimatland beschränken, oder geraten mitunter auch ausländische Vereine der europäischen Spitzenligen ins Visier? Dass dies keine Seltenheit ist, lässt sich beispielhaft in England beobachten. Die Bronzemedaille der wertvollsten Vereine der Premier League geht an Tottenham mit einem Wert von etwa 4,9 Mrd. Pfund, der dem britischen Milliardär Joe Lewis gehört. Der Finanzspezialist und Währungshändler gehört zu den Hauptinvestoren des Clubs. Platz zwei wird dem international erfolgreichen FC Chelsea zugeordnet mit einem Wert von etwa 5.3 Mrd. Pfund. Hier spielt vor allem Roman Abramovich eine große Rolle, der das Team 2003 für gerade einmal 400 Millionen Dollar gekauft hatte, um es wenige Jahre später zurück auf die Erfolgsspur zu bringen. Platz eins sichert sich Manchester City (etwa 20 Mrd. Pfund). Der englische Topverein wurde 2008 für gerade einmal 200 Millionen Pfund gekauft, um quasi über Nacht zum wertvollsten Team der englischen Fußballgeschichte zu werden.

Es ist gut möglich, dass sich chinesische Investoren diese Begebenheiten zum Vorbild nehmen und auch außerhalb des asiatischen Kontinents auf Einkaufstour gehen. Spitzenteams aus Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland dürften hierbei besonders im Fokus stehen. So finden sich die Tottenham Hotspurs (erster Verein an der Börse), Besiktas Istanbul und auch der FC Kopenhagen an den internationalen Börsen. Speziell aus Deutschland lässt sich hier die Borussia Dortmund anführen. Der Verein aus Nordrhein-Westfalen ist im deutschen S-Dax gelistet und wird nicht selten mit dem Interesse ausländischer Investoren in Verbindung gebracht. Ob direkt mit gezielten Investitionen von Geldgebern oder indirekt durch Verkäufe von Spielern geht es beim BVB um viel Geld, was auch daran liegt, dass sich der Verein im internationalen Geschäft behaupten konnte und weiterhin kann. All diese Faktoren führen dazu, dass die Aktie des BVB im vergangenen Jahr eine Performance von knapp +35% aufs Parkett legen konnte.

Abzuwarten bleibt, ob die chinesischen monetären Kapazitäten in Zukunft einen Effekt auf die Kurse der börsennotierten Vereine haben und ob sich noch große Investoren – sowohl privat als auch institutionell – in das finanzstarke Geschäft rund um das runde Leder einschalten. Sagen lässt sich bis dato lediglich, dass zumindest die Mittel auf chinesischer Seite zur Verfügung stehen und es nur eine Frage der Zeit sein dürfte, wann diese auch eingesetzt werden. Der Investitionshunger wird im Reich der Mitte sicherlich noch nicht gestillt sein.

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Autor: a|m-Redaktion



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