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Dialog Semiconductor: „Im ersten Quartal 2010 gut gestartet“ - CEO Dr. Jalal Bagherli im Interview

26.03.2010 | 16:39

Rang Unternehmen Analyse vom Kurs Kursziel Upside

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a|m: Herr Dr. Bagherli, ungeachtet der Weltwirtschaftkrise konnten Sie im abgelaufenen Geschäftsjahr die eigenen Prognosen übertreffen. Sind Sie von der Dynamik des Halbleitermarktes selbst überrascht worden?

Dr. Jalal Bagherli

Pressefoto: Dr. Jalal Bagherli

Dr. Jalal Bagherli : Das Jahr 2009 war ein äußerst erfolgreiches Jahr für Dialog. Wir haben die Industrie angeführt und unseren Umsatz weiter gesteigert – im Vergleich zum Vorjahr um 34,5% auf circa 218 Mio. US-Dollar. Dieses Wachstum wurde insbesondere durch unsere Design Wins im Bereich Powermanagement im schnell wachsenden Smartphone-Markt getrieben. Zudem hat die Adaption unserer 3G/HSPA Power- und Audiotechnologie auf neue konvergierende Geräte dazu beigetragen, denn dies ist ebenfalls ein starker Wachstumsmarkt. Im zweiten Halbjahr zeichnete sich darüber hinaus eine Erholung in unserem Segment Automobil ab, was sich ebenfalls positiv auf unseren Umsatz ausgewirkt hat.

a|m: Sie befinden sich mit Ihren sogenannten Passive Matrix OLEDs in der Endphase der Entwicklung. In welchen Produkten wird Ihre Technologie zunächst Anwendung finden und welches Potential bietet der OLED-Markt für Ihr Unternehmen?

Dr. Jalal Bagherli : Unsere Entwicklungsaktivitäten für die Passive Matrix OLED-Technologie für den Einsatz in tragbaren Geräten und Mobiltelefonen verlaufen weiter nach Plan. Ende des vierten Quartals 2009 konnten wir unseren OLED-Modulpartnern bereits Muster des ersten optimierten Chips für die Produktentwicklung und -beurteilung liefern. Diese Technologie zeichnet sich durch einen hohen Zusatznutzen gegenüber herkömmlichen TFT LCD-Displays und den konkurrierenden Active Matrix OLED-Technologien aus. Daher sehen wir in dieser Technologie großes Potential für die Zukunft. Allerdings erwarten wir wie bei jeder Einführung einer neuen Technologie auf einem großen Markt gewisse Herausforderungen. Wir werden daher weiterhin hart daran arbeiten, diese Herausforderungen zu meistern.

a|m: Im letzten Jahr konnte Dialog den Umsatz um rund 35% steigern. Werden Sie derartige Wachstumsraten auch in den nächsten Jahren erreichen können?

Dr. Jalal Bagherli : Alle Geschäftsbereiche von Dialog sind im ersten Quartal 2010 gut gestartet. Für das Gesamtjahr rechnen wir damit, dass unsere Umsatzentwicklung generell den in den Vorjahren beobachteten saisonalen Verbrauchertrends folgen wird. Insgesamt gibt es immer noch Unsicherheiten am Markt. Dennoch sind wir weiterhin von unserer Fähigkeit überzeugt, ein stärkeres Umsatzwachstum als der Markt erzielen zu können und im Geschäftsjahr 2010 erfolgreiche Ergebnisse zu liefern.

a|m: Noch beeindruckender als das starke Umsatzwachstum ist Ihr Margenniveau.Wird dies nachhaltig sein? Schließlich dürfte die Konkurrenz Ihren Entwicklungsvorsprung doch irgendwann aufholen.

Dr. Jalal Bagherli : In den letzten drei Jahren haben wir weiter unsere Marge verbessert. Dies geschah insbesondere durch die Optimierung unseres Produktportfolios und der Senkung der Herstellungskosten durch drastische Kostensenkungsmaßnahmen. So haben wir uns beispielsweise von einigen Geschäftsfeldern mit geringer Profitabilität getrennt und haben auf das “Fabless-Geschäftsmodell“ gesetzt, indem wir unsere Produkttestaktivitäten zu asiatischen Subunternehmen ausgelagert haben. Dank dieser Maßnahmen und unserem laufenden operativen Kostenmanagement war das vierte Quartal 2009 das neunte in Folge, in dem wir einen positiven Nettogewinn ausweisen konnten. Dies ist übrigens eine einzigartige Leistung in unserem Sektor, der noch unter den ungünstigen Marktbedingungen leidet. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Prognosen bezüglich des Margenniveaus abgeben. Was die Konkurrenz im Halbleitermarkt angeht, ist es für den Erfolg des eigenen Unternehmens essentiell, kontinuierlich hochentwickelte und differenzierte Technologien in engem Kontakt mit dem Kunden einzuführen und weiterzuentwickeln. Aus unserer Sicht sind wir heute führend in der Powermanagement-Technologie und investieren ca. 20% unseres Umsatzes in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, um diese Führungsposition beizubehalten.

a|m: Im April wird sich entscheiden, ob Sie die neuen Apple iPads mit stromsparenden Power-Management-Chips ausstattet. Welche Bedeutung hätte dieser Auftrag für Dialog Semiconductor?

Dr. Jalal Bagherli : Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine spezifischen Kundenprodukte kommentieren.

a|m: Die Aktie von Dialog Semiconductor hat sich seit ihrem Tief im März letzten Jahres versechtzehnfacht. Warum sollten die Anleger jetzt noch kaufen?

Dr. Jalal Bagherli : Wie ich bereits zuvor erwähnt habe, haben wir das Umsatzwachstum 2010 auf Basis der aktuellen Geschäftstätigkeiten geplant. Der Markt für tragbare Geräte wie Smartphones, Ebooks, Pads, Netbooks und tragbare Spielekonsolen wird voraussichtlich in den nächsten Jahren weiter wachsen. Wir haben uns in diesem Markt als Technologieführer im Bereich Powermanagement positioniert, indem wir neue differenzierte Produkte für die Effizienzsteigerung des Batteriemanagements, die Verringerung des Stromverbrauchs im Audiobereich und der Verbesserung der Displayqualität entwickelt haben. Diese können rechtzeitig eingeführt werden und damit Dialogs Wachstum weiter beschleunigen. Dank dieser Entwicklung sowie größeren Kundenprojekten in der Pipeline sind wir weiterhin von den positiven Zukunftsaussichten für unser Untenehmen überzeugt.

a|m: Im Management und Board of Directors gab es zuletzt zahlreiche Insiderverkäufe. Das dürfte einige Marktteilnehmer verunsichert haben. Wie erklären Sie sich die zunehmenden Verkaufsaktivitäten insbesondere vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsaussichten?

Dr. Jalal Bagherli : Die kürzlich getätigten Verkäufe stehen in Zusammenhang mit unseren Options- und langfristig auslegten Incentive-Programmen. Unsere Aktionäre haben diesen Programmen, die einen erheblichen Teil des Vergütungspakets des Managements ausmachen, zugestimmt. Als Führungspersonen gibt es für uns nur enge Zeitfenster, in denen wir handeln können. Daher kann es von Zeit zu Zeit zu vermehrten Handelsaktivitäten kommen. Das Management Team von Dialog hält jedoch weiterhin die Mehrheit der ihnen in verschiedenen Optionsprogrammen gewährten Optionen, daher wird es weiterhin motiviert sein, Shareholder Value zu schaffen. Der Zeitpunkt, an dem Aktien gekauft oder veräußert werden, beruht jedoch auf individuellen Umständen und der persönlichen Entscheidung jedes Mitglieds des Managements oder des Boards.

a|m: Herr Dr. Bagherli, vielen Dank für das Interview.

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Autor: a|m-Redaktion



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