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Sollen oder Wollen?

05.11.2015 | 12:55

München (ots) - In seinem jüngsten Beitrag auf www.misesde.org nimmt sich G. P. Manish der von Robert Shiller in der New York Times aufgeworfene Frage, ob "eine unregulierte Wettbewerbswirtschaft für alle Beteiligten optimale Ergebnisse produziert" an und beantwortet sie aus Sicht der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Zwar befürwortete Shiller in seinem Artikel freie Märkte, zeitgleich aber sorgt er sich, dass Manipulation und Betrug Tür und Tor geöffnet seien: Unternehmer würde Verbraucher manipulieren, Konsumentscheidungen zu treffen, die nicht in ihrem besten Interesse lägen.

Diese Perspektive entsteht aufgrund falscher theoretischer Annahmen, führt Manish aus. Sie basiert letztlich auf dem Glauben, dass Märkte immer optimal seien und in ihnen perfekte Rationalität herrsche. Wer dies annimmt, der kann, angesichts einer völlig anders strukturierten Realität, in der die Konsumenten jede Menge völlig irrationaler Dinge tun, letztlich gar nicht anders, als anzunehmen, dass die Produzenten dieser irrationalen Dinge via Manipulation und Betrug die Verbraucher zum falschen, irrationalen Verhalten animieren.

"Darüber hinaus führt die Annahme, Märkte seien perfekt und ihre Teilnehmer völlig rational, sehr schnell in den Interventionismus", ergänzt Andreas Marquart, Vorstand des Ludwig von Mises Instituts Deutschland. "Wer perfekte Märkte annimmt und in der Realität feststellen muss, dass sie es nicht sind, wird nicht nur bestimmte Gruppen der Manipulation beschuldigen, sondern früher oder später auch von einem allgemeinen 'Marktversagen' sprechen und folglich Staatseingriffe zur Beseitigung dieses 'Versagens' fordern."

Die Österreichische Schule hat eine andere Perspektive auf das Marktgeschehen. "Österreicher" stellen den Verbraucher in den Mittelpunkt - Produzenten und Unternehmer wollen bzw. müssen dessen Wünsche befriedigen, egal wie irrational sie sein mögen. Ludwig von Mises hat es in seinem Opus Magnum "Human Action" folgendermaßen formuliert: "Nicht was der Mensch machen sollte, sondern was er tatsächlich tut, ist für die Praxeologie und Wirtschaftswissenschaft relevant. Aus medizinischer Sicht mag es richtig oder falsch sein, Alkohol oder Nikotin als giftig zu bezeichnen. Aber die Ökonomik muss den Preis von Tabak oder Likör erklären, wie er tatsächlich ist, und nicht, wie er sich unter völlig anderen Umständen einstellen würde."

Aus dieser Perspektive ist der Verbraucher der Herr der Märkte. Er entscheidet, was produziert wird und was nicht - je besser die Produzenten diese Wünsche voraussagen, desto höher werden ihre Gewinne ausfallen und wem es nicht gelingt, die Wünsche der Verbraucher zu befriedigen, der wird langfristig vom Markt verschwinden. Es ist dieser Mechanismus freier Märkte, der den gesellschaftlichen Wohlstand wachsen lässt. Deshalb treten die "Österreicher" für freie Märkte ein und nicht weil diese vermeintlich perfekt sind.

"Es ist ein Problem der heute vorherrschenden volkswirtschaftlichen Theorien, dass sie glauben, die Realität habe sich an ihren Modellen zu orientieren. Würden Ökonome weniger auf ihre mathematischen Modelle blicken und mehr darauf, was tatsächlich vor sich geht, wäre uns in den letzten Jahren viel Übel erspart worden", stellt Marquart abschließend fest. "Fehlanreize und die daraus folgende Fehlakkumulation von Kapital, staatlicher Interventionismus, Blasenbildung bei Vermögenswerten und viele weitere Missstände, die zu den gesamt-gesellschaftlichen Wohlstandsverlusten der jüngeren Vergangenheit geführt haben, nehmen alle als ihren Ausgangspunkt falsche ökonomische Theorien und Modelle."

Sollen oder Wollen? http: www.misesde.org ?p=11243

Pressekontakt: Wordstatt GmbH Dagmar Metzger Tel: +49 89 3577579-0 Email: info@wordstatt.de

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