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Mitteldeutsche Zeitung: Fremdenhass Rechtsextremismus-Forscher erwartet eine Eskalation der Gewalt gegen Asylsuchende

03.11.2015 | 02:00

Halle (ots) - Der Rechtsextremismus-Experte Bernd Wagner, Gründer der Aussteiger-Initiative Exit Deutschland, hat davor gewarnt, dass die Übergriffe von Rechtsextremisten auf Flüchtlinge und ihre Helfer bald auch Todesopfer fordern könnten. "Da ist bis hin zu Morden alles möglich", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Dienstag-Ausgabe) vor dem Hintergrund der neuesten Gewalttaten. "Ich schließe Todesfälle nicht aus. Sie werden beabsichtigt oder billigend in Kauf genommen. Denn wer Deutschland retten will, der muss den Tod in Kauf nehmen. Das ist die Idee." Wagner prophezeite: "Die Lage wird wahrscheinlich weiter eskalieren. Die Zahl der Straftaten und deren Intensität könnten noch zunehmen. Die militante Szene wächst." Dort herrsche die Auffassung vor, dass gegen das demokratische System und alle, die es trügen, Widerstand zu leisten sei - und zwar im Stil eines Partisanenkrieges, so der Rechtsextremismus-Experte. Und weil die Sicherheitsbehörden ein Auge auf die Szene geworfen hätten, gelte das Prinzip des "führerlosen Widerstandes". Diesem sei Tür und Tor geöffnet, und er könne überall zuschlagen. Der "führerlose Widerstand" sei jedenfalls hoch gefährlich und seine Existenz "keine gute Nachricht". Denn wären die Übergriffe zentral organisiert, wären sie auch leichter zu bekämpfen, betonte Wagner.

Pressekontakt: Mitteldeutsche Zeitung Hartmut Augustin Telefon: 0345 565 4200

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