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Das Haus heizen und nicht die Umwelt

30.03.2016 | 11:04

München (ots) -

- Umweltbundesamt bestätigt erneut hohen Nutzen der Wärmedämmung - Energiesparen ist der schnellste Weg, Klima und Umwelt zu schützen - Primärenergiebedarf lässt sich beim Einsatz aller Effizienzmaßnahmen um bis zu 90 Prozent senken

Das Umweltbundesamt hat mit seinem aktuellen "Hintergrundpapier Wärmedämmung" (März 2016) erneut Vorteile und Nutzen einer Wärmedämmung am Haus bestätigt. Die zentrale Aufgabe, die Emission von Treibhausgasen bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu senken, wird nach Ansicht fast aller Experten vor allem mit energetischer Sanierung wie Wärmedämmung der Fassade zu erreichen sein. "Der schnellste und einfachste Weg, um das Klima zu schützen, ist Energiesparen. Nicht verbrauchte Energie verursacht keine Emissionen - und kostet, nach anfänglicher Investition, auch kein Geld", bringen es die Autoren des Papiers auf den Punkt.

Die Heizung (mit Warmwasser) ist mit fast 80 Prozent Anteil am Endenergieverbrauch der größte Energiefresser im Haus. Das ist nicht nur teuer, sondern auch klimaschädlich. Denn die Heizungen in privaten Haushalten verursachen rund 60 Prozent des CO2-Ausstoßes. Allein nicht verbrauchte Energie verursacht absolute Null-Emission.

Für eine energetische Sanierung mit Fassadendämmung sprechen gleich mehrere Gründe: Mit einer guten Wärmedämmung und effizienter Heiztechnik lässt sich zum einen der Primärenergiebedarf eines Gebäudes um bis zu 90(!) Prozent senken. So werden Wärmeverluste durch die Gebäudehülle drastisch reduziert und damit die Heizkosten auf ein Minimum verringert. Gleichzeitig steigert ein besserer Wärmeschutz den Wert einer Immobilie und fördert ein angenehmes sowie gesundes Wohnklima.

Guter Rat zahlt sich aus

Das Umweltbundesamt verweist zu Recht auf die Bedeutung guter Planung und Beratung. Hausbesitzer sollten sich also bereits bei Beginn ihrer Überlegungen zur energetischen Sanierung einen qualifizierten Energieberater einbeziehen. Bei der Auswahl eines geeigneten Handwerksbetriebes hilft die Fachhandwerker-Suche auf Deutschlands größtem Infoportal zum Thema Wärmedämmung (http: daemmen-lohnt-sich.de fachberatung handwerkersuche).

Innerhalb welches Zeitraums eine Wärmedämmung die aufgewendete Investition direkt wieder einspart, hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend ist in erster Linie der Ausgangszustand des Gebäudes. Je schlechter dieser energetisch ist, desto schneller lohnen sich in der Regel die eingesetzten Mittel. Weitere Faktoren in der Berechnung seien laut Umweltbundesamt die künftige Entwicklung der Energiepreise, die fachgerechte Ausführung der Wärmedämmung und die Frage, ob die Dämmung in ohnehin anstehende Sanierungsmaßnahmen integriert wird.

Ökologisch und ökonomisch sinnvoll

Ganz egal, für welchen Dämmstoff sich Hausbesitzer auch entscheiden: Alle Materialien sparen in ihrem Lebenszyklus deutlich mehr Energie als ihre Herstellung benötigt. Anders gesagt: Der hohe Energieverbrauch eines nicht gedämmten Gebäudes belastet die Umwelt viel stärker als die Herstellung des Dämmstoffs.

Die Autoren des Umweltbundesamtes nehmen in ihrer Abhandlung auch vielfach zitierte und wiederholte Vorurteile gegen die Wärmedämmung ins Visier: So vermeidet oder behebt gerade eine Wärmedämmung bauliche Mängel, die zu Schimmel führen können. Diese Mängel sind z. B. kalte, weil ungedämmte Außenwände, undichte Stellen oder Kältebrücken an Laibungen und Fenstersimsen. Viele Mängel sind, so die Feststellung der Autoren, auf Fehler in Planung und Ausführung zurückzuführen. Wichtig ist in jedem Fall eine ausreichende Lüftung, um die im Haus entstandene Feuchtigkeit durch Kochen, Duschen sowie Atemluft ins Freie zu befördern.

Ein Mittel gegen triste Einheitsfassaden

Gerade die Dämmung bietet für jedes Haus die Möglichkeit, seine Fassade nachdrücklich aufzuwerten oder optisch zu verbessern. Viele Beispiele bestechen gerade bei einst tristen, glatten Betonfassaden durch anspruchsvolle architektonische Lösungen. Mit Formelementen, Zierprofilen, Lisenen und witterungsbeständigen Strukturputzen lassen sich selbst historische und klassizistische Fassaden detailgetreu gestalten und gleichzeitig das Wärmeschutzniveau verbessern.

Als Bestätigung seiner bisherigen Argumentation sieht der "Qualitätsgedämmt e.V.", der von führenden Unternehmen der Bauzulieferindustrie getragen wird, die neue Publikation des Umweltbundeamtes. "Hier sind die klaren Vorteile der Wärmedämmung eingängig und umfassend erläutert. Wir freuen uns, dass die zuletzt in der allgemeinen Diskussion etwas vernachlässigten Argumente pro Wärmedämmung wieder mehr in den Fokus gerückt werden", sagt Lothar Bombös, Vorstandsvorsitzender der Initiative. "Im Konzert mit allen Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung spielt die Wärme- und speziell die Fassadendämmung eine wichtige Rolle."

Über den "Qualitätsgedämmt e.V.":

Der Verein "Qualitätsgedämmt e.V." vereint führende Unternehmen der Bauzulieferindustrie (Baumit GmbH, Brillux GmbH & Co KG, DAW SE sowie Sto SE & Co. KGaA) und setzt sich für Energieeffizienz im Gebäudebereich ein. Wissenschaftlich beraten wird der Verein durch die Gesellschaft für Rationale Energieverwendung (GRE). Ein wichtiges Ziel der Vereinsarbeit ist die Förderung einer sachlichen Diskussion zum Thema "Wärmedämmung an Gebäuden". Als kommunikative Maßnahme hat der Verein vor diesem Hintergrund im Juni 2014 die Initiative "dämmen-lohnt-sich.de" gestartet, die als Schwerpunkt ein Informations- und Ratgeberportal rund um die Wärmedämmung betreibt und darüber hinaus in einer TV-Kampagne (mit Ulrich Wickert) das Thema Nachhaltigkeit bewirbt.

Pressekontakt: Ulrich Krenn UNID Communication GmbH Medienbrücke 7. OG Rosenheimer Straße 145 d 81671 München u.krenn@unid.de Tel +49 89 411147-338

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