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Allg. Zeitung Mainz: Irrwege meiden Kommentar zur Sterbehilfe, von Reinhard Breidenbach

06.11.2015 | 19:17

Mainz (ots) - Der Bundestag hat eine Entscheidung getroffen, die schon längst eine bare Selbstverständlichkeit hätte sein müssen: Geschäftsmäßige Sterbehilfe ist unethisch und widerspricht unserer Rechtsordnung so eklatant, dass der Einsatz des Strafrechts als der ultima ratio, der schärfsten Waffe des Staates, die absolut richtige Lösung ist. Wer behauptet, Ärzten drohe nun bei der Sterbebegleitung verstärkt strafrechtliche Verfolgung, setzt sich dem Verdacht aus, Sterbehilfevereine protegieren zu wollen. Deren Motive sind in aller Regel nicht humanitärer, sondern merkantiler Natur. Der Hinweis, schließlich erhielten auch Ärzte Honorar, ist hier abstrus. Der im Bundestag erfolgreiche Antrag hat etwas enorm Wichtiges im Sinn. Er will verhindern, dass der Weg zur Selbsttötung so geschmeidig, nahezu selbstverständlich erscheint, dass derjenige, der mit Selbsttötungsgedanken spielt, gar keine anderen Wege mehr sieht - obwohl es objektiv vielleicht welche gibt. An dieser Stelle ist wichtig, dass der Bundestag auch die Palliativ- und Hospizmedizin gestärkt hat. Beispiele aus anderen Ländern zeigen, wie gefährlich es werden kann, die Selbsttötung, und nur sie alleine, als - zudem bequem erreichbaren - Ausweg aus dem Leid erscheinen zu lassen. Da ist es dann nicht mehr weit bis zu dem Punkt, "Nützlichkeitserwägungen" anzustellen und sie dem Kranken vor Augen zu führen. Der könnte sich gedrängt fühlen, seine Umgebung von einer "Last" zu befreien. Eine schlimme Vorstellung. Wohl wahr: Die Rechtsordnung muss das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen schützen - aber auch das Leben. Feinfühlig muss der Staat da sein, aber sich komplett heraushalten, wie es manche fordern, nein, das darf er gewiss nicht.

Pressekontakt: Allgemeine Zeitung Mainz Florian Giezewski Regionalmanager Telefon: 06131 485817 desk-zentral@vrm.de

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