Cartoons auf a|m
14.10.2011 | 15:35
SAP mit starken Zahlen - Geschäfte laufen rund
WALLDORF - Europas größter Softwarehersteller SAP<SAP.ETR> startet mit glänzenden Zahlen im Rücken in den Jahresendspurt. Der Walldorfer Dax-Konzern <DAX.ETR> legte im dritten Quartal 2011 bei Umsatz und Betriebsergebnis kräftig zu. Das Unternehmen profitierte dabei vom kürzlich errungenen Etappensieg in der Dauerfehde mit Oracle um Datenklau in den USA. Die SAP-Doppelspitze Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe bestätigte am Freitag die Erwartungen für 2011. "Alle Regionen haben zu dem Rekordergebnis beigetragen", teilten die beiden Vorstandschefs mit. Der Gesamtumsatz legte vorläufigen Zahlen zufolge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 3,41 Milliarden Euro zu. Die Softwareerlöse wurden um satte 28 Prozent auf 841 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz mit Service und Wartung wuchs um 16 Prozent auf 2,69 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis machte sogar einen Sprung von 145 Prozent auf 1,76 Milliarden Euro. Hauptgrund: Die Walldorfer haben nach einem Triumph im Rechtsstreit mit Oracle ihre Rückstellungen von zuletzt gut 980 Millionen Euro um 723 Millionen Euro zurückgefahren. Seit Anfang September ist eine milliardenschwere Schadenersatzzahlung des Dax-Konzerns an den US-Konkurrenten vom Tisch.
Infineon senkt Ausblick
MÜNCHEN - Nach drei glänzenden Quartalen in Folge hat der Halbleiterhersteller Infineon <IFX.ETR> überraschend schlechte Zahlen für das Schlussquartal des Geschäftsjahres 2010 2011 vorgelegt. Angesichts "konjunkturelle Unsicherheiten in Anbetracht der europäischen Schuldenkrise" seien die Kunden zuletzt deutlich vorsichtiger geworden, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens vom Freitag. Zugleich senkte der Dax-Konzern <DAX.ETR> seine Erwartungen für das jüngst angelaufene Quartal und rechnet nun mit einem rückläufigen Umsatz im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Laut der vorläufigen Zahlen für das am 30. September abgelaufenen vierten Quartals sank der Umsatz von 1,043 im Vorquartal auf 1,038 Milliarden Euro. Der Konzern hatte ursprünglich mindestens einen unveränderten Umsatz in Aussicht gestellt. Operativ verdiente Infineon im Schlussviertel 195 Millionen Euro und damit 17 Millionen Euro weniger als zwischen April und Juni.
Volkswagen-Konzern (VW) sprengt beim Absatz Sechs-Millionen-Marke
WOLFSBURG - Europas größter Autobauer Volkswagen (VW) <VOW3.ETR> hat nach neun Monaten beim Absatz erstmals die Sechs-Millionen-Marke geknackt. Das teilte der Konzern am Freitag in Wolfsburg mit. VW habe damit eine wichtige Hürde auf dem Weg zu der angepeilten Zahl von acht Millionen Verkäufen in diesem Jahr genommen, sagte Konzernvertriebsvorstand Christian Klingler. Von Januar bis Ende September steigerten die neun Konzernmarken ihre Auslieferungen zum Vorjahr um 13,9 Prozent auf 6,11 Millionen Fahrzeuge. Allein in China stiegen die Verkäufe um 14,6 Prozent auf 1,69 Millionen Einheiten. Aber auch in der schwierigen Region Nordamerika verbuchte Volkswagen <VOW.ETR> <VOW3.ETR> ein Plus von 21,4 Prozent und verkaufte 485 400 Autos.
Puma spürt noch keine Auswirkungen der Euro-Krise
MÜNCHEN HERZOGENAURACH - Die Kunden des Sportartikelhersteller Puma <PUM.ETR> lassen sich bislang noch nicht von der Euro-Krise verunsichern. "Noch können wir keine Auswirkungen der Finanzkrise erkennen", sagte der neue Puma-Chef Franz Koch am Donnerstagabend im Club Wirtschaftspresse München. Das dritte Quartal sei planmäßig gelaufen. "Wir sind auf Kurs." Die Zahlen zu Umsatz und Gewinn veröffentlicht das Unternehmen aus dem fränkischen Herzogenaurach Ende Oktober. Der neue Vorstandchef, der seit Ende Juli im Amt ist, will zudem mehr um weibliche Kunden werben. "Es ist wichtig, dass wir die Frauen gezielter ansprechen", sagte Koch. Große Wachstumschancen sieht der Manager vor allem bei der Fitnesskleidung für Frauen. Auch bei Schuhen seien Unisex-Modelle nicht immer ideal. "Es gibt Männerfüße und es gibt Frauenfüße." Eine eigene Frauenmarke plant Koch aber nicht.
Skype gehört jetzt zu Microsoft
REDMOND - Die 8,5 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Internettelefonie-Dienstes Skype durch Microsoft <MSF.FSE> <MSFT.NAS> ist perfekt. "Gemeinsam sind wir nun in der Lage, die Zielmarke von einer Milliarde Benutzer täglich zu erreichen", sagte der bisherige Skype-Chef Tony Bates, der jetzt zur Microsoft-Chefetage gehört. Microsoft, der auch die Spielekonsole Xbox anbietet, will Skype in seine verschiedenen Produkte integrieren. Die Übernahme ist der größte Zukauf in Microsofts Firmengeschichte. Und der Preis liegt drastisch höher als die Summen, die bisherige Käufer für Skype auf den Tisch gelegt hatten. Skype war 2003 gegründet und zwei Jahre später von der Online-Handelsplattform Ebay <EBAY.NAS> <EBA.FSE> gekauft worden. Der Dienst passte jedoch nicht so recht ins Geschäft des Internet-Auktionshauses, und die Mehrheit wurde 2009 schließlich an Finanzinvestoren abgegeben.
Ferrostaal will Schmiergeldaffäre beenden: 149 Millionen Euro Buße
ESSEN - Der Essener Industriedienstleister Ferrostaal akzeptiert 149 Millionen Euro Geldbuße zur Beilegung seiner Korruptionsaffäre. Das hätten die Anteilseigner, der Abu Dhabi-Staatsfonds IPIC (70 Prozent) und MAN <MAN.ETR><MAN.ETR> (30), beschlossen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Das Unternehmen sehe in einer Verständigung mit Staatsanwaltschaft und Landgericht die Möglichkeit, einen Schlussstrich unter die Vergangenheit zu ziehen, erklärte Ferrostaal-Chef Jan Secher. Das Angebot muss von den Behörden noch akzeptiert werden.
Kreise: British-Airways-Mutter IAG legt Angebot für Lufthansa-Tochter BMI vor
DUBLIN - Der British-Airways-Mutterkonzern IAG <IAG.ISE> <INR.FSE> bereitet sich auf die Übernahme Lufthansa-Tochter <LHA.ETR> British Midland (BMI) vor. BMI und die portugiesische Fluglinie TAP seien die einzigen beiden Gesellschaften, an denen IAG derzeit aktiv interessiert sei, sagte IAG-Chef Willie Walsh am Freitag in Dublin. Unter dem Dach der IAG hatte sich British Airways Anfang des Jahres mit der spanischen Iberia zusammengeschlossen. Dem britischen Sender "Sky News" zufolge hat IAG bereits ein Angebot für BMI vorgelegt. Die Gespräche befänden sich noch in einem frühen Stadium, meldete der Sender ohne Angabe von Quellen.
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bwi