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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 22.09.2016

22.09.2016 | 17:10

ROUNDUP: Anleger gelassen nach Zinsentscheid - Experten: Fed verliert Reputation

FRANKFURT - Hinweise der US-Notenbank Fed auf eine mögliche Leitzinsanhebung noch in diesem Jahr haben am Donnerstag die Anleger an den Finanzmärkten unbeeindruckt gelassen. Die Notenbank hat am Mittwoch zwar wie erwartet ihre Leitzinsen vorerst nicht erhöht. Fed-Chefin Janet Yellen hat aber gleichzeitig Signale für eine baldige Anhebung gegeben. An den Börsen war dennoch von Sorge vor bald steigenden Zinsen keine Spur. Der Dollar schwächelt und an den Märkten für Staatsanleihen gerieten die Renditen rund um den Globus unter Druck. Offenbar ließen sich die Anleger von Worten alleine nicht mehr beeindrucken, sagen Experten und warnen vor einem Glaubwürdigkeitsverlust der Notenbank.

Eurozone: Verbrauchervertrauen erholt sich im September wie erwartet

LUXEMBURG - Das Verbrauchervertrauen in der Eurozone hat sich im September wie erwartet etwas erholt. Der entsprechende Indikator sei im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Punkte auf minus 8,2 Punkte gestiegen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Luxemburg mit. Volkswirte hatten diesen Anstieg erwartet.

USA: Verkäufe bestehender Häuser sinken überraschend weiter

WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im August überraschend weiter gesunken. Im Vergleich zum Vormonat ging die Zahl um 0,9 Prozent auf annualisierte 5,33 Millionen Häuser zurück, wie die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) am Donnerstag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten hingegen einen Anstieg um 1,1 Prozent erwartet.

USA: Frühindikator fällt überraschend

WASHINGTON - In den USA ist der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im August überraschend gefallen. Zum Vormonat sank der Indikator um 0,2 Prozent, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten mit einer Stagnation gerechnet. Der Rückgang folgt auf einen deutlichen Anstieg im Juli, der mit 0,5 Prozent sogar etwas stärker ausfiel als zunächst gedacht.

USA: FHFA-Hauspreisindex steigt stärker als erwartet

NEW YORK - In den USA hat sich der Anstieg der Hauspreise im Juli stärker fortgesetzt als erwartet. Zum Vormonat sei das Preisniveau um 0,5 Prozent gestiegen, teilte die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Donnerstag in New York mit. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um 0,3 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Hauspreise um revidiert 0,3 (zunächst 0,2) Prozent gestiegen.

USA: Weniger Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe als erwartet

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend gesunken. In der vergangenen Woche seien sie um 8000 auf 252 000 gefallen, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit 261 000 Anträgen gerechnet. Der aussagekräftigere Vierwochenschnitt fiel um 2250 auf 258 500 Anträge.

ROUNDUP: Arbeitsmarktforscher: Deutscher Jobaufschwung geht 2017 weiter

NÜRNBERG - Trotz hoher Flüchtlingszahlen rechnen Arbeitsmarktforscher auch für 2017 mit einer Fortsetzung des deutschen Jobaufschwungs. Die Zahl der Arbeitslosen werde im kommenden Jahr im Durchschnitt um 70 000 auf 2,62 Millionen sinken, prognostizierte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Donnerstag in Nürnberg.

ROUNDUP: Schlagabtausch über Nahles' Arbeitsmarktreform

BERLIN - Mit ihren Gesetzesplänen gegen Lohndumping hat Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) im Bundestag harsche Kritik der Opposition auf sich gezogen. Linke und Grüne verurteilten das Gesetz gegen Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen als Verhöhnung der Betroffenen und Mogelpackung. Nahles verteidigte den Entwurf bei der ersten Beratung am Donnerstag: Dem Missbrauch werde ein Riegel vorgeschoben.

Russischer Minister wirbt bei Treffen mit Gabriel für Großprojekte

MOSKAU - Bei Gesprächen mit Vizekanzler Sigmar Gabriel hat der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew Hoffnung auf deutsche Beteiligung an Großprojekten wie einer Schnellbahntrasse gemacht. Er haben mit dem SPD-Politiker unter anderem über Möglichkeiten der Finanzierung und des Baus der geplanten Bahnlinie zwischen Moskau und der Millionenstadt Kasan beraten, sagte Uljukajew der Agentur Interfax zufolge am Donnerstag.

Norwegens Zentralbank hält Leitzins stabil und signalisiert keine Senkung

OSLO - Die Zentralbank Norwegens hat ihren Leitzins auf einem Rekordtief belassen. Der Leitzins liege weiter bei 0,5 Prozent, teilte die Norges Bank am Donnerstag in Oslo mit. Die meisten Ökonomen hatten mit der Entscheidung gerechnet.

EZB versorgt Banken mit 45 Milliarden Euro an Langfristkrediten

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Banken des Euroraums mit neuen Langfristkrediten (TLTRO 2) versorgt. Wie die EZB am Donnerstag mitteilte, seien den Geldhäusern Kredite über insgesamt 45,3 Milliarden Euro zugeflossen. Das ist mehr als die Nettosumme von etwa 31 Milliarden Euro, die die Banken in einer ersten Kreditrunde Ende Juni nachgefragt hatten.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

jsl

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