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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 12.06.2015 - 17.00 Uhr

12.06.2015 | 17:09

Athen noch optimistisch - Euroländer erörtern Notfallpläne

ATHEN BRÜSSEL - Staatspleite, Grexit, Rückkehr zur Drachme: Während sich Athen im Schuldenstreit mit Europa in Optimismus übt, erörtern die Euroländer bereits Notfallpläne für das pleitebedrohte Griechenland. Entsprechende Szenarien haben die Finanzstaatssekretäre der Euroländer erstmals am Freitag in Bratislava besprochen. Aus Athen hieß es dagegen, eine Einigung mit den Gläubigern sei bis zur Tagung der Eurogruppe am nächsten Donnerstag möglich.

Dijsselbloem hofft auf Wiederwahl als Eurogruppenchef

DEN HAAG - Ungeachtet der schweren Schuldenkrise in Griechenland wollen die Euro-Finanzminister am Donnerstag kommender Woche (18.6.) in Luxemburg über ihren Vorsitzenden beraten. Amtsinhaber Jeroen Dijsselbloem (49) habe gute Chancen auf ein zweites Mandat, berichteten Diplomaten. Die Amtszeit des niederländischen Sozialdemokraten läuft am 21. Juli aus.

USA: Michigan-Konsumklima steigt deutlich stärker als erwartet

MICHIGAN - Das von der Universität Michigan erhobene US-Verbrauchervertrauen hat sich im Juni deutlich aufgehellt. Der Indikator sei von 90,7 Punkten im Vormonat auf 94,6 Punkte gestiegen, teilte die Universität am Freitag mit. Analysten hatten einen Zuwachs auf lediglich 91,2 Punkte erwartet.

Euroländer sprechen über Notfall-Szenarien für Griechenland

BRATISLAVA - Die Euroländer erörtern inzwischen Notfallszenarien für das pleitebedrohte Griechenland. Dazu könnten Kontrollen des Kapitalverkehrs gehören, hieß es nach einem Treffen der Finanzstaatssekretäre der Euroländer am Freitag in Bratislava. Solche Kontrollen könnten aber nur von Athen selbst angeordnet werden, hieße es. Ziel solcher Notmaßnahmen ist es, den Abfluss von Geldern aus einem Land zu bremsen. Die Euro-Finanzminister hatten bisher in der Eurogruppe nicht über Alternativszenarien zu einer Rettung Griechenlands diskutiert.

Umfrage: Mehr Deutsche für als gegen Verbleib Griechenlands im Euro

BERLIN - Die Deutschen sind mit knapper Mehrheit für einen Verbleib Griechenlands im Euro. Bei einer Umfrage des Instituts TNS-Emnid für das Nachrichtenmagazin "Focus" sprachen sich 46 Prozent dafür aus, dass die Griechen den Euro behalten. 42 Prozent sind dafür, dass das Land zu seiner alten Währung, der Drachme, zurückkehrt. Der Rest war unentschlossen oder machte keine Angaben.

USA: Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Erzeugerpreise im Mai etwas stärker gestiegen als erwartet. Sie legten um 0,5 Prozent zum Vormonat zu, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Volkswirte hatten zuvor mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Erzeugerpreise noch um 0,4 Prozent gefallen. Im Jahresvergleich fielen die Erzeugerpreise wie erwartet um 1,1 Prozent.

Athen: Keine Kürzungen von Renten und Löhnen

ATHEN - Die Regierung in Athen ist bereit, die Unterredungen mit den Gläubigern zu intensivieren, damit es bald zu einem Abkommen kommt. Renten- und Lohnkürzungen jedoch werde Griechenland nicht akzeptieren. Dies verlautete aus Kreisen der Regierung in Athen am Freitag. Die griechische Regierung Griechenlands über eine Umstrukturierung der Schulden sowie niedrige primäre Überschüsse, damit die Wirtschaft wieder angekurbelt werden kann, hieß es.

SPD-Fraktionsvize Schäfer: Rückzug des IWF wäre Chance

BERLIN - Ein Rückzug des Internationalen Währungsfonds (IWF) aus den Verhandlungen mit Athen könnte nach Ansicht des SPD- Europapolitikers Axel Schäfer die Chance auf eine europäische Lösung der Griechenland-Krise eröffnen. Als erster Schritt müsste das zum 30. Juni auslaufende Rettungsprogramm bis Ende des Jahres verlängert werden, sagte der SPD-Fraktionsvize der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Zudem müsse eine Umschuldung innerhalb der Gläubiger ernsthaft geprüft werden, um Griechenland mehr Zeit zu geben.

'Grexit': Bundesregierung hat keine neue Haltung

BERLIN - Die Bundesregierung macht weiter Druck auf das pleitebedrohte Griechenland, bis zum Monatsende eine Einigung mit den internationalen Geldgebern zu erreichen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Freitag: "Wir arbeiten dafür, dass Griechenland ein Mitglied der Eurozone bleiben kann." Er wies damit Berichte zurück, wonach die Bundesregierung inzwischen mit einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone ("Grexit") plane. "Es gibt keine neue Haltung."

Dijsselbloem: Nur harte Maßnahmen helfen Griechenland aus der Misere

DEN HAAG - Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hat Griechenland erneut dringend gemahnt, endlich seriöse Vorschläge zur Lösung der Schuldenkrise vorzulegen. "Wenn die griechische Regierung nicht bereit ist, schwierige Maßnahmen zu ergreifen, dann kommen sie nie aus der Misere", sagte er am Freitag in Den Haag dem niederländischen Fernsehen. Ohne seriöse Vorschläge Athens hätten die Verhandlungen wenig Sinn. Die Euro-Finanzminister wollen am kommenden Donnerstag erneut über die griechische Finanzkrise beraten.

Juncker spielt IWF-Ankündigung zu Griechenland herunter

BRÜSSEL - EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hat die Ankündigung des Internationalen Währungsfonds (IWF) heruntergespielt, wonach das IWF-Team die Griechenland-Verhandlungen in Brüssel verlassen habe. "Ich glaube nicht, dass der Schritt des Währungsfonds zu bedeuten hat, dass sich der Fonds aus den Verhandlungen zurückzieht", sagte der Luxemburger am Freitag nach dem EU-Mexiko-Gipfel.

Bundesbürger geben mehr Geld für Lebensmittel aus

FRANKFURT - Die Bundesbürger haben im vergangenen Jahr mehr Geld für Lebensmittel ausgegeben. Mit einem Plus von 2,7 Prozent habe die Branche ihren Gesamtumsatz 2014 auf 247,6 Milliarden Euro erhöht, hieß es in einer am Freitag vorgelegten Auswertung von Marktforschungsdaten der "Lebensmittel Zeitung". Wichtigste Wachstumstreiber seien dabei neben dem anhaltenden Bio-Trend und dem Geschäft mit Drogerieartikeln der Ausbau der Lebensmittelsparte bei einigen Händlern gewesen.

Bundesrat segnet Tarifeinheit ab

BERLIN - Mit dem Gesetz zur Tarifeinheit kehrt Deutschland zum Prinzip "Ein Betrieb - ein Tarifvertrag" zurück. Das umstrittene Gesetz passierte am Freitag den Bundesrat. Es soll im Juli in Kraft treten. Die Macht kleiner Spartengewerkschaften soll damit eingedämmt werden. Wenn zwei Gewerkschaften in einem Betrieb dieselben Arbeitnehmergruppen vertreten, gilt künftig nur der Tarifvertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern in dem Betrieb. Unter anderem der Beamtenbund dbb und die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hatten angekündigt, Verfassungsklage gegen das Gesetz zu erheben. Sie argumentieren, das Streikrecht werde faktisch ausgehöhlt. Das Bundesarbeitsgericht hatte eine frühere Regelung zur Tarifeinheit im Juni 2010 gekippt.

Merkel setzt weiter auf Griechenland-Lösung: 'Wo ein Wille ist...'

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht in den festgefahrenen Griechenland-Verhandlungen weiter von einer Lösung aus. "Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg", bekräftigte Merkel am Freitag in Berlin auf einer Veranstaltung der Familienunternehmen. "Aber der Wille muss von allen Seiten kommen", betonte die Kanzlerin zugleich. "Deshalb finde ich es auch richtig, dass wir immer und immer wieder miteinander sprechen." Ende Juni droht Griechenland die Staatspleite, wenn bis dahin keine Übereinkunft über die Auszahlung von Hilfsgeldern in Höhe von 7,2 Milliarden Euro erzielt wird. Die internationalen Geldgeber fordern von Athen Reformen.

Gabriel und Kommunen: TTIP darf kommunale Aufgaben nicht gefährden

BERLIN - Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und die kommunalen Spitzenverbände haben sich auf ein gemeinsames Positionspapier zum geplanten TTIP-Handelsabkommen mit den USA verständigt. Kern ist die Forderung, dass Aufgaben wie Gesundheitsvorsorge, Wasserversorgung, Bildungseinrichtungen, ein möglichst breites Kulturangebot und anderes auch künftig von den Kommunen wahrgenommen werden müssen.

Gabriel verteidigt Mindestlohn gegen Kritik

MÜNCHEN - Bundeswirtschaftsminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel hat erneut den Mindestlohn gegen Kritik verteidigt. Eine verbindliche Lohnuntergrenze sei nicht nur ökonomisch geboten, sie sei auch ordnungspolitisch notwendig. Es verzerre den Wettbewerb, wenn das Geschäftsmodell eines Unternehmens nur mit staatlichen Lohnzuschüssen konkurrenzfähig sei, sagte Gabriel am Freitag auf der Jahrestagung des Münchner Ifo Instituts.

Merkel wirbt um Verständnis für EZB-Geldpolitik

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wirbt um Verständnis für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Es sei verständlich, dass die europäische Notenbank auch darüber nachdenke, was man angesichts der niedrigen Inflationsrate tun müsse, sagte Merkel am Freitag in Berlin auf einer Veranstaltung der Familienunternehmen. "Und das ist nun wirklich das Mandat der Europäischen Zentralbank, darauf zu achten, dass wir nicht in eine deflationäre Entwicklung hineinkommen."

Eurozone: Industrieproduktion steigt schwächer als erwartet

LUXEMBURG - Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im April schwächer als erwartet gestiegen. Die Herstellung sei um 0,1 Prozent zum Vormonat geklettert, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mit. Volkswirte hatte lediglich mit einem Anstieg von 0,4 Prozent gerechnet. Zudem ist die Herstellung im März mit 0,4 Prozent stärker geschrumpft als zunächst ermittelt (minus 0,3 Prozent).

Spanien bewegt sich langsam auf positive Inflationsraten zu

MADRID - Spanien bewegt sich langsam auf positive Inflationsraten zu. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat seien die Verbraucherpreise (HVPI) im Mai um 0,3 Prozent gefallen, teilte das Statistikamt INE am Freitag in Madrid nach einer zweiten Erhebung mit. Damit wurde eine erste Schätzung bestätigt. Im Vormonat waren die Preise noch um 0,7 Prozent gesunken.

'Bild': Bundesregierung wappnet sich für Pleite Griechenlands

BERLIN - Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung bereitet sich Berlin auf eine Staatspleite Griechenlands vor. Unter Berufung auf mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen berichtet die Zeitung (Freitag), es gebe konkrete Beratungen, was im Falle einer Pleite zu tun sei. Danach sei unter anderem im Gespräch, bei einer Staatspleite Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland einzuführen. Außerdem werde ein Schuldenschnitt für das Land diskutiert. Regierungsbeamte stünden darüber in einem engen Austausch auch mit Mitarbeitern der Europäischen Zentralbank. rob jsl

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