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WOCHENAUSBLICK: Hexensabbat und neue Runde im Poker mit Athen halten Dax in Atem

12.06.2015 | 17:05

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Gezerre um Griechenland geht in der neuen Woche mit der Eurogruppen-Tagung in die nächste Runde. Da am Freitag noch großer Hexensabbat an den Börsen ist, dürfte die Unsicherheit am deutschen Aktienmarkt <DAX.ETR> entsprechend hoch bleiben. Die immer wieder betonte Zuversicht Griechenlands über eine bevorstehende Einigung stimmt zunehmend skeptisch, denn an Kernthemen wie Renten und Löhne will Athen nicht ran, und den Geldgebern scheint spürbar die Geduld zu schwinden. Hinter dieser Misere scheinen andere wichtige Wirtschaftsthemen zu verblassen.

Dabei wird die neue Woche reich gespickt sein mit Konjunkturdaten, vor allem aus den USA. Von der US-Notenbank werden zudem am Mittwoch klarere Hinweise erhofft, wann sie nun endlich erstmals wieder seit 2006 die Leitzinsen anzuheben gedenkt. Unternehmensnachrichten dagegen dürften rar bleiben.

"Es ist beeindruckend, mit welcher Hartnäckigkeit Griechenland Reformen verweigert", was letztlich zu Lasten eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums gehe, schreibt Marktexpertin Claudia Windt von der Landesbank Helaba. In letzter Konsequenz müssten sich dann aber die Gläubiger darauf einstellen, Griechenland langfristig zu alimentieren. Dass der IWF die Verhandlungen abgebrochen habe, sei die Quittung für eine solche Kalkulation.

LBBW: DAX-BEWERTUNG NOCH NICHT AUSGEREIZT

Sollte es am Donnerstag jedoch tatsächlich zu einer Einigung der Geldgeber mit Athen kommen, könnte dies den Dax durchaus kräftig anschieben. Dessen Bewertung jedenfalls ist nach Ansicht der Experten der Landesbank LBBW noch nicht ausgereizt. Sie erwarten daher über kurz oder lang eine neue Rally. Und welch positive Auswirkung eine Beilegung des Streits haben könnte, hatte der Dax ja am Mittwoch schon angedeutet als er, angeschoben von entsprechenden Hoffnungen, an nur einem Tag knapp zweieinhalb Prozent zulegte. Umgekehrt dürfte ein "Grexit" dagegen die Kurse weiter auf Talfahrt schicken.

Dass es trotz der hohen Unsicherheit bislang in Dax & Co. nicht steiler abwärts ging, war laut Helaba-Expertin Windt vor allem den zuletzt guten Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten zu verdanken. "Es verdichten sich die Hinweise, dass die US-Wirtschaft im zweiten Quartal wieder spürbar anzieht." Damit rücke allerdings im Gegenzug die Zinswende in den USA näher. Neben Griechenland wird daher laut Windt die Fed-Sitzung marktbeherrschend für die Woche sein.

ZEW-DATEN DÜRFTEN DRITTEN MONAT IN FOLGE FALLEN

Wichtige Daten aus den USA kommen zuvor noch am Montag mit der Industrieproduktion im Mai in die Märkte sowie am Donnerstag mit den Konsumentenpreisen, aber auch dem Philly-Fed-Index und den Frühindikatoren. In Deutschland dürfte vor allem auf die ZEW-Konjunkturerwartungen geschaut werden, die am Dienstagvormittag anstehen und den dritten Monat in Folge fallen dürften.

Unternehmensseitig könnten am Dienstag die Auto-Zulassungszahlen des Branchenverbandes ACEA für Mai bewegen. Aus der zweiten Reihe könnte Airbus <AIR.ETR> <PAIR.PSE> Interesse auf sich ziehen, denn nahe Paris startet die Luftfahrtmesse. Nach den Rekordaufträgen in den vergangenen Jahren dürften diesmal aber insgesamt nur vergleichsweise wenige Flugzeuge bestellt werden, erwartet Citigroup-Analyst Jason Gursky. Die Deutsche Beteiligungs AG <DBAN.ETR> legt am Dienstag ihren Bericht zum zweiten Geschäftsquartal vor, von dem sich das Analysehaus Warburg "gute Resultate" verspricht.

HEXENSABBAT LÄSST KURSE TANZEN

Bis Freitag, zum sogenannten großen Hexensabbat, wenn an den Derivatebörsen Futures und Optionen auf Aktien und Aktien-Indizes verfallen, könnten zusätzliche Schwankungen an den Nerven der Anleger zerren. Dahinter stehen Spekulanten, deren Wetten ablaufen. Große Marktteilnehmer wie Fonds etwa versuchen im Vorfeld, die aktuellen Kurse auf jene Preise zu treiben, bei denen sie an der Terminbörse engagiert sind. ck jsl jha

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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