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ROUNDUP: Kriselnde südkoreanische Reederei Hanjin will Rettungsplan vorlegen

02.09.2016 | 13:29

SEOUL (dpa-AFX) - Die Zahlungsunfähigkeit der größte südkoreanischen Reederei Hanjin Shipping sorgt weltweit in der Industrie für große Verunsicherung. Dutzenden Schiffen, die Hanjin betreibt, wurde die Zufahrt zu Häfen oder zu den Containerterminals verwehrt, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Per Gerichtsbeschluss erhielt das hoch verschuldete Unternehmen die Chance, bis zum November einen neuen Rettungsplan vorzulegen.

Nach Berichten südkoreanischer Medien wurden in einigen Ländern mittlerweile auch mehrere Schiffe der weltweit siebtgrößten Container-Reederei in Beschlag genommen. Eine Firmensprecherin bestätigte aber nur einen Fall, bei dem ein Schiff in Singapur festgehalten werde.

Bisher hätten 44 weitere Schiffe in zahlreichen Ländern einschließlich Südkoreas nicht in Häfen einfahren oder an den Terminals anlegen dürfen, hieß es weiter. Es werde befürchtet, dass Gebühren nicht mehr bezahlt werden. Hanjin betreibt derzeit eine Flotte von 132 Containerschiffen und Massengutfrachter, von den Schiffen sind 59 in Eigenbesitz. Bei den übrigen 73 handelt es sich um gecharterte Schiffe.

Das Zentralgericht in Seoul habe am Donnerstagabend dem Antrag auf Insolvenzverwaltung stattgegeben, der eine Normalisierung unter gerichtlicher Aufsicht und vorsehe, sagte die Firmensprecherin in Seoul. Bis zum 25. November müsse der Sanierungsplan vorliegen.

Bis dahin soll die Schuldenrückzahlung eingefroren und der Zugriff der Gläubiger auf Vermögenswerte blockiert werden. Wird der Plan abgelehnt, droht die Abwicklung des mit umgerechnet fast fünf Milliarden Euro verschuldeten Unternehmens.

Die Aussichten und eine erfolgreiche Sanierung gelten als unsicher. Überkapazitäten und der schwache Seehandel hatten die Tochterfirma der Hanjin-Gruppe, zu der auch die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air gehört, in große Zahlungsnot gebracht. Die Gläubiger von Hanjin Shipping hatten sich diese Woche geweigert, dem Unternehmen frisches Geld zur Verfügung zu stellen. Bis Ende Juni betrugen die Schulden nach eigenen Angaben 6,08 Billionen Won (etwa 4,9 Milliarden Euro). dg DP fbr

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