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ROUNDUP Aktien Frankfurt Schluss: US-Geldpolitik hilft Dax über 10 000 Punkte

30.03.2016 | 17:57

FRANKFURT (dpa-AFX) - Beruhigende Worte der US-Notenbankvorsitzenden Janet Yellen zur Geldpolitik in den Vereinigten Staaten haben dem Dax <DAX.ETR> am Mittwoch wieder über die Marke von 10 000 Punkte geholfen. Der deutsche Leitindex beendete den Handel 1,60 Prozent höher bei 10 046,61 Punkten. Allerdings pendelt das Börsenbarometer bereits seit rund zwei Wochen um die psychologisch wichtige Marke und konnte diese bisher nicht nachhaltig hinter sich lassen.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax <MDAX.ETR> stieg um 1,86 Prozent auf 20 495,00 Punkte, der Technologiewerte-Index TecDax <TDXP.ETR> gewann 1,77 Prozent auf 1627,08 Punkte. Auch europaweit legten die Börsen kräftig zu: Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <SX5E.DJX> ging es um 1,31 Prozent auf 3044,10 Punkte nach oben. Ebenfalls deutliche Kursgewinne wurden in Paris und London verzeichnet. In den USA gewann der Leitindex Dow Jones Industrial <DJI.DJI> zum Börsenschluss in Europa 0,54 Prozent.

SORGEN UM RASCHE US-ZINSSCHRITTE WEITGEHEND GESCHWUNDEN

Die Fed-Vorsitzende Yellen hatte sich am Vorabend in puncto möglicher Leitzinserhöhungen zurückhaltend geäußert. Sie habe klar gemacht, dass die Konjunkturrisiken gewichtiger seien als die Sorgen über einen möglichen Anstieg der Inflation in den kommenden Monaten, sagte Markus Huber, Händler beim Broker City of London Markets. Ein baldiger Zinsschritt dürfte damit vom Tisch sein. Die Fed hatte eine Zinserhöhung im April zuletzt nicht explizit ausgeschlossen, was an den Finanzmärkten für Verunsicherung gesorgt hatte.

Derweil bleibt der Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten auf Erholungskurs. Die Zahl der Beschäftigten im Privatsektor legte laut den Daten des Dienstleisters ADP etwas stärker als erwartet zu. Mit Blick auf den am Freitag anstehenden offiziellen Arbeitsmarktbericht sei eine positive Überraschung durchaus denkbar, sagte Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba.

METRO BEGEISTERT MIT AUFSPALTUNGSPLAN

Der Handelskonzern Metro <MEO.ETR> sorgte mit seinem Aufspaltungsvorhaben für Gesprächsstoff. Geht alles nach Plan, könnten ab Mitte 2017 das Großhandelsgeschäft mit Metro Cash & Carry und den Makro-Märkten sowie die Lebensmittelkette Real in eine neue Gesellschaft übergehen. Der verbliebene Konzern würde sich dann mit den Elektro-Ketten Media Markt und Saturn sowie dem Onlinehändler Redcoon komplett auf die Unterhaltungselektronik konzentrieren. Der Metro-Aktienkurs schoss um 11,52 Prozent in die Höhe.

Im Dax zählten die Aktien der Versorger Eon <EOAN.ETR> und RWE <RWE.ETR> mit Gewinnen von 6,42 Prozent beziehungsweise 5,42 Prozent zu den Favoriten. Hier beflügelten unter anderem positive Analystenstudien.

Noch deutlicher legten im Dax nur die Papiere von Thyssenkrupp <TKA.ETR> zu. Sie gewannen 8,27 Prozent, nachdem Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel Deutschlands Stahlkochern Unterstützung im Kampf gegen Billigstahl aus China zusicherte. "Wir wollen globalen Wettbewerb auch im Stahlsektor - aber der muss fair sein", sagte der SPD-Mann der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Im MDax <MDAX.ETR> gewannen die Salzgitter-Anteilsscheine <SZG.ETR> 5,26 Prozent.

SMA SOLAR ÜBERRASCHT MIT DIVIDENDE

Bei den Aktionären des Solartechnik-Herstellers SMA Solar <S92.ETR> kam eine überraschend angekündigte Dividende gut an. Der Kurs legte um 6,68 Prozent zu. Die ebenfalls im TecDax notierten Papiere des Zahlungsabwicklers Wirecard <WDI.ETR> stiegen um 4,24 Prozent, nachdem das Unternehmen sein operatives Gewinnziel (Ebitda) für das laufende Jahr angehoben hatte.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,05 Prozent am Dienstag auf 0,04 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 142,23 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,32 Prozent auf 163,27 Punkte nach. Der Kurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1324 (Dienstag: 1,1194) US-Dollar fest. Ein Dollar kostete damit 0,8831 (0,8933) Euro. ck he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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