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ROUNDUP Aktien Frankfurt Schluss: Konsolidierung nach Höhenflug hält an

19.08.2016 | 18:06

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat seinem zuletzt starken Lauf auch am Freitag Tribut gezollt. "Keine Impulse und maue Umsätze, an der Börse herrscht Urlaubsstimmung. Anders ausgedrückt, der Markt konsolidiert nach der 10-Prozent-Rally weiter", kommentierte Experte Jochen Stanzl von CMC Markets.

Der Dax <DAX.ETR> verlor am Nachmittag in Reaktion auf die schwächere Wall-Street-Eröffnung zeitweise mehr als 1 Prozent und fiel sogar kurzzeitig unter die als charttechnische Unterstützung geltende Marke von 10 500 Punkten. Letztlich büßte der Leitindex 0,55 Prozent auf 10 544,36 Punkte ein, woraus sich auf Wochensicht ein Minus von gut anderthalb Prozent ergab.

Der die mittelgroßen Unternehmen repräsentierende MDax <MDAX.ETR> sank um 0,49 Prozent auf 21 581,99 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax <TDXP.ETR> fiel um 0,38 Prozent auf 1711,16 Punkte.

AUTOWERTE NACH GOLDMAN-STUDIE UNTER DRUCK

Aktien aus der Autobranche bekamen einen negativen Analystenkommentar zu spüren: So fielen die Papiere von BMW <BMW.ETR> um knapp 2 Prozent. Zuvor hatte die US-Investmentbank Goldman Sachs ihre Kaufempfehlung für die Anteilsscheine gestrichen. Im europäischen Automobilsektor zeigten sich Wolken am Horizont, schrieb Analyst Stefan Burgstaller. So könnte die Nachfrage in den USA schon ihren Höhepunkt erreicht haben.

Auch die Papiere von Hella <HLE.ETR> sind Burgstaller zufolge derzeit kein Kauf mehr. Der Autozulieferer dürfte die bereinigte operative Marge vorerst in nur noch begrenztem Maße steigern können. Die Aktien büßten gut 1 Prozent ein.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen <VOW3.ETR> verloren rund 1,5 Prozent. Die Wolfsburger mussten Teile ihrer Produktion stoppen, weil Bauteile wegen eines Streits mit zwei Zulieferern fehlten.

INFINEON AN DER DAX-SPITZE

Zudem waren die konjunktursensiblen Bankaktien in dem aktuellen Umfeld nicht gut gelitten. So fielen die Papiere der Commerzbank <CBK.ETR> um gut 1 Prozent. Für die Anteilsscheine der Deutschen Bank <DBK.ETR> ging es um mehr als 3 Prozent nach unten.

Für einen Lichtblick hingegen sorgten die Papiere von Infineon <IFX.ETR>, die an der Index-Spitze rund 1,5 Prozent gewannen. Börsianer begründeten dies mit erfreulichen Branchennachrichten von Applied Materials <AMAT.NAS> <AP2.ETR>: Der US-Ausrüster für die Halbleiterindustrie hatte mit seinem Geschäftsverlauf positiv überrascht.

FMC SCHLUSSLICHT IM DAX

Die Papiere von Fresenius Medical Care (FMC) <FME.ETR> rutschten wegen Ermittlungen der US-Aufsichtsbehörde CMS ans Dax-Ende und verloren letztlich 3,68 Prozent. Händler begründeten das Minus mit einer Untersuchung der Behörde, ob einige Gesundheitsunternehmen US-Bürger dazu gedrängt haben, zusätzlich zur staatlichen Krankenversicherung private Zusatzversicherungen abzuschließen.

Bester Wert im SDax <SDXP.ETR> der gering kapitalisierten Werte waren die Anteilsscheine von Borussia Dortmund <BVB.ETR> (BVB) mit plus 3,95 Prozent. Umsatz und Gewinn des Fußball-Bundesligisten waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 16 wieder deutlich gestiegen.

EUROKURS HÄLT SICH ÜBER 1,13 US-DOLLAR

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <SX5E.DJX> fiel um 0,,90 Prozent auf 2968,20 Punkte. Der Pariser Cac 40 <PCAC.PSE> gab um 0,82 Prozent nach, der Londoner FTSE 100 <UKX.ISE> sank hingegen um lediglich 0,15 Prozent. Der New Yorker Dow-Jones-Leitindex <DJI.DJI> notierte zum Handelsschluss in Europa rund 0,2 Prozent tiefer.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,21 Prozent am Vortag auf minus 0,23 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 144,27 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,46 Prozent auf 166,79 Zähler nach. Der Kurs des Euro notierte zuletzt bei 1,1325 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1326 (Donnerstag: 1,1321) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8829 Euro. edh he

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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