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ROUNDUP Aktien Frankfurt Eröffnung: Terror-Angst belastet Dax

22.03.2016 | 10:33

FRANKFURT (dpa-AFX) - Berichte über Explosionen am Brüsseler Flughafen und in der Metro der belgischen Hauptstadt haben den deutschen Aktienmarkt am Dienstag belastet. Die belgischen Sicherheitsbehörden gehen von Terroranschlägen aus. "Die Lage ist derzeit noch nicht überschaubar", kommentierte Händler Markus Huber vom Broker City of London Markets. Nun machten Sorgen die Runde, "dass dies der Anfang einer neuen Terrorwelle in Europa sein könnte".

Der Dax <DAX.ETR> sackte zum Handelsstart um bis zu knapp 2 Prozent ab, konnte seine Verluste anschließend aber wieder eindämmen: Über eine Stunde später stand der deutsche Leitindex noch 0,68 Prozent tiefer bei 9881,06 Punkten. Am Vortag war der deutsche Leitindex lustlos in die verkürzte Börsenwoche vor Ostern gestartet - Marktbeobachter hatten von einem ausgedünnten Geschäft gesprochen. Allerdings hat das Börsenbarometer davor auch fünf Wochen in Folge zugelegt und sich um bis zu knapp 12 Prozent von seinem bisherigen Jahrestief im Februar erholt.

Der MDax <MDAX.ETR> der mittelgroßen Werte verlor zuletzt noch 0,55 Prozent auf 20 000,12 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax <TDXP.ETR> ging es um 0,78 Prozent auf 1582,43 Zähler nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <SX5E.DJX> fiel um 0,71 Prozent auf 3027,27 Punkte zurück.

Am Brüsseler Flughafen habe es mindestens 13 Tote und 35 Verletzte gegeben, berichtete zuletzt der belgische Sender RTBF. Sie wurden nach einem Bericht des belgischen Fernsehsenders VRT von mindestens einem Selbstmordattentäter verursacht. Eine Bestätigung der Polizei gab es dafür zunächst nicht. Verletzte soll es zudem bei einer Explosion in der Brüsseler Metro-Station Maelbeek gegeben haben.

Im Dax sackten die Lufthansa-Aktien <LHA.ETR> wegen der wieder verstärkten Terrorangst um 2,30 Prozent ab, im MDax büßten die Aktien des Flughafenbetreibers Fraport <FRA.ETR>1,83 Prozent ein. "Unsicherheit heißt an der Börse erst mal verkaufen", sagte ein Börsianer. Das betreffe bei Terroranschlägen in einer ersten Reaktion vor allem die Reiseanbieter.

Unter die Räder geriet auch die Deutsche Bank <DBK.ETR>, deren Anteilsscheine am Dax-Ende 2,57 Prozent einbüßten. Ein Händler verwies darauf, dass dem hiesigen Branchenprimus eine Abstufung seiner Kreditwürdigkeit durch die US-Ratingagentur Moody's droht. Zudem werfe ein "Handelsblatt"-Bericht, wonach das Finanzamt 706 Millionen Euro von der deutschen Tochter der Citigroup <C.NYS> <TRVC.FSE> fordert, die Frage auf, was das für die Deutsche Bank und die Commerzbank <CBK.ETR> bedeute, hieß es weiter. Die Commerzbank-Titel verloren 1,30 Prozent.

Spitzenreiter im deutschen Leitindex waren die 2,07 Prozent festeren Aktien des Versorgers RWE <RWE.ETR>. Auch die Papiere von Konkurrent Eon <EOAN.ETR> und die Titel des Pharmakonzerns Merck KGaA <MRK.ETR> hielten sich vergleichsweise gut. Beide Branchen gelten als defensiv und können für gewöhnlich einem schwachen Marktumfeld am besten trotzen.

Bei den Nebenwerten sorgten vor allem einige Unternehmenszahlen für Bewegung. Am MDax-Ende büßten die Kuka-Titel <KU2.ETR> 2,76 Prozent ein. Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr setzt der Roboterbauer seine Ziele für 2016 niedriger an. Dass das operative Ergebnis wegen erhöhter Investitionen in die Digitalisierung von Produktion und Logistik weniger stark steigen soll als der Umsatz, könnte laut UBS-Analyst Sven Weier einige Marktteilnehmer enttäuschen. Zudem blieb der Dividendenvorschlag hinter den Expertenerwartungen zurück.

Die Anteilsscheine von Fuchs Petrolub <FPE3.ETR> verloren 0,71 Prozent. Der Schmierstoff-Hersteller will nach seinem jüngsten Rekordjahr weiter zulegen. Allerdings dürfte das Wachstum geringer ausfallen als im vergangenen Jahr.

Derweil stemmten sich die Aktien von Ströer <SAX.ETR> mit plus 2,11 Prozent gegen den negativen Markttrend. Der Werbevermarkter hebt seine Dividende nach einem Gewinnsprung im vergangenen Jahr stärker an als gedacht.

Spitzenreiter im Index der mittelgroßen Werte war aber Dürr <DUE.ETR>: Dank einer neuen Kaufempfehlung der Privatbank Berenberg legten die Aktien des Autozulieferers um 2,60 Prozent zu.

Bei den Technologiewerten gewannen Evotec <EVT.ETR> 0,91 Prozent. Ein Händler nannte die Abspaltung von Topas Therapeutics, das auf dem Gebiet immunologischer Erkrankungen tätig ist, als positiven Impuls. Dann kamen noch "besser als erwartet ausgefallene" Zahlen hinzu, wie ein anderer Händler sagte. Vor allem aber lobten Börsianer einen "optimistischen Ausblick". Analysten seien aber schon von einer entsprechend positiven Zielsetzung ausgegangen.

Dass Jenoptik <JEN.ETR> nach einem Rekordjahr 2016 weniger Wachstum erwartet, ließ die Titel des Technologie- und Rüstungskonzerns um lediglich 0,39 Prozent steigen. gl fbr

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