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Monopolkommission für unabhängige Flughafen-Regulierung

20.09.2016 | 11:43

BERLIN (dpa-AFX) - Die Regulierung der Verkehrsflughäfen in Deutschland sollte nach Ansicht der Monopolkommission in die Hände einer unabhängigen Behörde gelegt werden. Die Wettbewerbshüter beanstanden die Doppelrolle der Bundesländer, die häufig sowohl Eigentümer als auch Aufsichtsbehörde der Flughäfen seien. Auch sollte die Vergabe der Zeitfenster für Starts und Landungen (Slots) anders geregelt und der Markt für Bodendienste weiter geöffnet werden, forderte die Monopolkommission in ihrem am Dienstag vorgelegten Gutachten.

"Wir empfehlen, die Entgeltaufsicht einer unabhängigen zentralen Behörde zu übergeben. Nur so lassen sich mögliche Interessenskonflikte wirkungsvoll vermeiden", sagte Kommissionschef Achim Wambach. Eine effiziente Verteilung der Flughafen-Slots werde durch das bestehende System ebenso erschwert wie ein Markteintritt neuer Fluggesellschaften. Derzeit hätten Fluggesellschaften einen Anspruch auf Wiederzuteilung, wenn sie diese Slots in der Vorperiode zu mindestens 80 Prozent genutzt haben. Künftig sollte an stark nachgefragten Flughäfen stärker auf Instrumente wie Auktionen gesetzt und der Handel mit Slots zwischen Airlines gestattet werden.

Auch die Liberalisierung des Marktes für Bodendienste sollte vorangetrieben werden. Bisher würden diese Dienste überwiegend von den Flughafenbetreibern beziehungsweise deren Tochterunternehmen selbst erbracht. Oftmals gebe es nur einen unabhängigen Anbieter, dessen Marktanteil in der Regel unter 25 Prozent liege. Insbesondere an großen Flughäfen mit ausreichend Kapazitäten sollten weitere Anbieter zugelassen werden. Außerdem sollten Flughafenbetrieb und Bodenabfertigung rechtlich getrennt werden. sl DP she

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