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DGAP-News: CBR FASHION HOLDING PLANT BÖRSENGANG IM JAHR 2015 (deutsch)

09.06.2015 | 08:00

CBR FASHION HOLDING PLANT BÖRSENGANG IM JAHR 2015

DGAP-News: CBR Fashion Holding GmbH Schlagwort(e): Börsengang CBR FASHION HOLDING PLANT BÖRSENGANG IM JAHR 2015

09.06.2015 08:00

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DIE IN DIESER BEKANNTMACHUNG ENTHALTENEN INFORMATIONEN SIND WEDER ZUR VERÖFFENTLICHUNG NOCH ZUR WEITERGABE IN DIE BZW. INNERHALB DER VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA, AUSTRALIEN, KANADA ODER JAPAN BESTIMMT.

CBR FASHION HOLDING PLANT BÖRSENGANG IM JAHR 2015

- Unternehmen plant Ausgabe neuer Aktien im Zuge einer Kapitalerhöhung, EQT will Teil der bestehenden Anteile verkaufen

- Umsatzerlöse von rund 609 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2014, Bereinigtes EBITA von ca. 105 Millionen Euro bei Bereinigter EBITA-Marge1 von 17,2%

- Geplanter Börsengang soll CBR weitere finanzielle Flexibilität für die weitere Transformation und künftiges Wachstum geben

Celle, 9. Juni 2015 - Die CBR Fashion Holding AG ("CBR"), einer der fünf führenden Damenmodehersteller Deutschlands , strebt, abhängig vom Börsenumfeld, einen Börsengang ("IPO") im Laufe des Jahres 2015 an. Das Angebot soll aus neuen, im Rahmen einer Kapitalerhöhung ausgegebenen Aktien in einer voraussichtlichen Höhe von 200 Millionen Euro sowie einer Veräußerung von Anteilen aus dem Eigentum des derzeitigen Hauptgesellschafters EQT bestehen. Die Aktien sollen in Deutschland und Luxemburg institutionellen und privaten Anlegern öffentlich angeboten werden. Außerhalb dieser Länder sollen Aktien im Rahmen von Privatplatzierungen angeboten werden.

CBR gehört zu den wesentlichen Anbietern im deutschen Markt für Damenbekleidung mit zwei etablierten Marken und einer starken geographischen Präsenz in Deutschland und Europa. Der Schwerpunkt von CBR liegt im Großhandelsgeschäft mit einem Omni-Channel-Ansatz, der auch das Online-Geschäft sowie eigene Einzelhandelsgeschäfte und Outlets umfasst. Mit Street One und CECIL verfügt CBR über zwei unabhängige, unterschiedlich positionierte Marken. Beide richten sich als Anbieter aktueller Modetrends (sogenannte Fashion Follower) an den Mainstream-Bekleidungsmarkt und sind dank des einzigartigen DMV-Konzepts (bestehend aus Design-, Marketing- und Vertriebsteams) in der Lage, innerhalb einer Lieferzeit von gewöhnlich nur 90 Tagen (vom Muster bis zur Auslieferung) Laufstegtrends in Mainstream-Mode zu übersetzen.

CBR hat im Geschäftsjahr 2014 Umsatzerlöse von rund 609 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBITA von ca. 105 Millionen Euro erzielt. Dies entspricht einer bereinigten EBITA-Marge von 17,2%. In den vergangenen drei Jahren steigerte CBR das bereinigte EBITA mit einer attraktiven durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 7% und verbesserte die bereinigte EBITA-Marge deutlich um 2,7 Prozentpunkte. Seit dem Erwerb durch EQT 2007 wurden CBRs Bankschulden um rund 700 Millionen Euro reduziert.

Christoph Rosa, Vorstandsvorsitzender von CBR, sagte: "Unser attraktives Geschäftsmodell basiert auf einer starken Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette und auf einer hohen Cash-Generierung. Wir bieten etablierte Marken mit einer klar abgegrenzten Positionierung in einem großen Markt mit Möglichkeiten für weiteres Wachstum. Der geplante Börsengang ist ein sinnvoller Schritt, mit dem wir die nötige finanzielle Flexibilität erhalten werden, um unser Geschäft weiter voranzutreiben."

Mit den Nettoemissionserlösen aus dem Verkauf der im Wege einer Kapitalerhöhung neu ausgegebenen Aktien will CBR die eigene Kapitalstruktur optimieren und die finanzielle Flexibilität verbessern. EQT wird auch nach dem IPO weiter eine bedeutende Beteiligung an CBR halten.

Marcus Brennecke, Partner von EQT Partners, fügte hinzu: "Wir arbeiten seit mehreren Jahren eng mit der Unternehmensleitung und den Mitarbeitern von CBR zusammen, um CBR zu einem bedeutenden und profitablen Modeanbieter mit hervorragenden operativen Strukturen weiterzuentwickeln und das Multi-Channel- sowie selektiv das eigene Einzelhandelsgeschäft für zukünftiges Wachstum weiter voranzutreiben."

Großer Markt mit langfristigen Wachstumsperspektiven

Die CBR-Marken Street One und CECIL sind in einem sehr großen und weiter expandierenden Markt mit langfristigem Wachstumspotenzial gut positioniert. Der wichtigste Markt des Unternehmens ist der deutsche Bekleidungsmarkt, der mit einem geschätzten Marktvolumen von 58,4 Milliarden Euro im Jahr 2014 (Quelle: Verdict Market Report 2014) der größte in Europa war. Beflügelt von einer Aufhellung des Konsumklimas und einem positiven gesamtwirtschaftlichen Umfeld rechnet der Verdict Market Report 2014 für den Zeitraum 2014-2019 mit einem anhaltend robusten Wachstum des Marktes von durchschnittlich 3,1% pro Jahr (CAGR 2009-2014: 1,8%). Ausgehend von den Daten der Euromonitor-Datenbank schätzt CBR den Anteil des Damenmodesegments am gesamten deutschen Bekleidungsmarkt im Jahr 2014 auf rund 58%. Der europäische Modemarkt hat sich seit der Finanzkrise im Jahr 2009 erholt (2009-2014 CAGR: 0,6%) und 2014 ein Volumen von rund 285 Milliarden Euro erreicht (Quelle: Verdict Market Report 2014). Dem Verdict Market Report 2014 zufolge wird dieser Markt im Zeitraum 2014-2019 voraussichtlich um durchschnittlich 2,7% pro Jahr wachsen.

Starkes Wachstum des Online-Geschäfts und selektive Expansion des Einzelhandelsgeschäfts

Das Online-Geschäft ist eines der primären Wachstumsfelder von CBR. In einem nächsten Schritt plant CBR die Eröffnung eines EU-weiten Onlineshops, um weitere Märkte im Ausland zu erschließen. Außerdem will CBR das eigene Vertriebsnetz durch neue Omni-Channel-Optionen (z.B. "Click-and-Collect") effektiver nutzen und verstärkt datengetriebene Cross-Channel-Marketinginitiativen einsetzen. 2014 hatte das Online-Geschäft einen Anteil von 8% am Gesamtumsatz von CBR, nachdem die Online-Umsätze im Zeitraum 2012-2014 um durchschnittlich 41% pro Jahr gewachsen sind. Darüber hinaus will CBR seine eigenen Einzelhandelsgeschäfte - die (einschließlich Outlet-Stores) im vergangenen Jahr 6% zum Gesamtumsatz beitrugen - weiter selektiv ausbauen, indem es an ausgewählten Standorten, die von CBRs Handelspartnern derzeit nicht bedient werden, neue Geschäfte eröffnet.

Das Geschäftsmodell mit geringer Kapitalbindung bietet hohe Liquidität und Margen

Das durch eine geringe Kapitalbindung gekennzeichnete Geschäftsmodell von CBR hat sich in der Vergangenheit bewährt und ermöglicht attraktive Kapitalrückflüsse an die Aktionäre des Unternehmens. Die ausgelagerte Produktion und Logistik, die Belieferung der Verkaufsstellen innerhalb von in der Regel 24 bis 48 Stunden sowie das nach Erwartung von CBR im Vergleich zur Gesamtgruppe auch zukünftig kleine eigene Einzelhandelsgeschäft schlagen sich in einem vergleichsweise geringen Nettoumlaufvermögen sowie geringem Investitionsbedarf und in einem hohen Zahlungsmittelzufluss (cash generation) nieder. CBR hat 2014 einen freien Zahlungsmittelzufluss (cash flow) vor Steuern von 101 Millionen Euro (92% Zahlungsmittelumschlag (cash conversion)) erwirtschaftet. Die Bruttomarge des Unternehmens ist von 2012 bis 2014 von 38,4% auf 43,2% deutlich gestiegen, wozu vor allem die effizienten Einkaufs- und Logistikabläufe sowie die stärkere Fokussierung auf die eigenen Einzelhandelsgeschäfte und den Online-Handel beigetragen haben.

Deutsche Bank und Goldman Sachs International begleiten den Börsengang als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners. BNP Paribas, UBS und UniCredit agieren als weitere Joint Bookrunners. IKB und Intesa agieren als Co-Manager.

Der Anhang zu dieser Pressemitteilung enthält weitere wichtige Informationen zu CBR (aktuelle Entwicklungen einschließlich Neuausrichtung und Ausblick, Strategie, Finanzinformationen und wichtige Leistungskennzahlen).

Über die CBR Fashion Group Die 1980 gegründete CBR Fashion Group gehört heute zu den großen Modeherstellern am großen deutschen Mainstream-Damenbekleidungsmarkt mit einer breiten geographischen Präsenz und zwei etablierten Marken, Street One und CECIL. Mit einem Umsatz von 609,2 Millionen Euro im Jahr 2014 ist CBR einer der bedeutendsten Anbieter von Damenmode in Deutschland. CBR beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter (Stand 31. März 2015) und ist in 19 europäischen Ländern vertreten. Weiterführende Informationen finden Sie unter www.cbr.de.

Pressekontakt Julia Mandrión Soria CBR Fashion Holding AG Hunäusstr. 5 29227 Celle communication@cbr.de Tel: +49 (5141) 998 2256 Fax: +49 (5141) 998 400

Alexander Styles CNC - Communications & Network Consulting Ltd. Alexander.Styles@cnc-communications.com Tel: +44 (203) 81 799 21

Anhang: Weitere Informationen zur CBR Fashion Gruppe

CBR ist mit den zwei klar voneinander abgegrenzten, jeweils im Mainstream-Segment positionierten Marken Street One und CECIL einer der bedeutenden Damenmodehersteller in Deutschland. Das vertikal integrierte Geschäftsmodell der Gruppe basiert auf dem einzigartigen DMV-Konzept (Design, Marketing, Vertrieb) und ermöglicht so kundenorientiertes Produktdesign und kurze Lieferfristen. CBR hat 2014 einen Umsatz von 609 Millionen Euro, ein bereinigtes EBITA von 105 Millionen Euro und einen freien Zahlungsmittelzufluss (cash flow) vor Steuern von 101 Millionen Euro erzielt. CBR ist in 19 europäischen Ländern aktiv. 2014 wurden 71% des Gesamtumsatzes in Deutschland generiert und die übrigen 29% im Auslandsgeschäft. Der Umsatzanteil des Großhandelsgeschäfts lag 2014 bei 85%, während der wachstumsstarke Online-Handel 8% und das eigene Einzelhandelsgeschäft (inkl. Outlets) 6% zum Gesamtumsatz beitrugen. Diese Zahlen verdeutlichen das Omni-Channel-Angebot und gleichzeitig das zukünftige Potenzial der Gruppe für weiteres Wachstum im Einzelhandel.

Die wichtigsten Wettbewerbsstärken von CBR sind:

1. Stabiler Bekleidungsmarkt profitiert von verbessertem Konsumklima

Die CBR Fashion Gruppe ist im Mainstream-Damenmode-Segment des europäischen Bekleidungsmarkts tätig. Der deutsche Bekleidungsmarkt ist CBRs wichtigster regionaler Markt und der größte Bekleidungsmarkt Europas mit einem Volumen von ca. 58,4 Mrd. Euro im Jahr 2014 (Quelle: Verdict Market Report 2014). Nach Angaben der Euromonitor Datenbank ist der deutsche Bekleidungsmarkt weiterhin sehr fragmentiert. Betrachtet man nur das Damenmodesegment, in dem beide Marken des Unternehmens tätig sind, machten die fünf führenden Damenmodeanbieter 2014 mit Blick auf den Umsatz rund 16,4% des gesamten deutschen Marktes aus. Der europäische Bekleidungsmarkt hat sich seit der Finanzkrise im Jahr 2009 (mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 0,6% im Zeitraum 2009-2014) wieder erholt und erreichte im Jahr 2014 (Quelle: Verdict Market Report 2014), beflügelt von einer Konjunkturaufhellung in allen Mitgliedstaaten der Eurozone, ein Volumen von rund 285 Mrd. Euro mit einer (prognostizierten jährlichen) Wachstumsrate von 1,9% im Jahr 2014. Nach Einschätzung des CBR-Vorstands wird das Wachstum des Mainstream-Segments, falls ein solches überhaupt verzeichnet werden kann, geringer ausfallen als das prognostizierte Wachstum des Gesamtmarktes (sowohl in Europa als auch in Deutschland).

2. Etablierte Marken mit klarer und differenzierter Positionierung

Die CBR Fashion Group verfügt derzeit mit Street One und CECIL über zwei etablierte Marken mit klar abgegrenzter Positionierung und geringen Überschneidungen bei den Kundenzielgruppen. Street One und CECIL sind bestrebt, sich durch eine unterschiedliche Positionierung bei der Umsetzung von Trends voneinander abzuheben. Street One steht für einen femininen und lässigen Look. Street Ones Zielgruppe sind Kundinnen, die in Sachen aktuelle Modetrends stets auf dem Laufenden sein wollen. Bei CECIL liegt der Schwerpunkt auf lässiger und unkomplizierter Mode mit sportivem Touch, die weniger figurbetont ist. CBR ist davon überzeugt, dass Street One und CECIL ein in Deutschland einzigartiges und unterscheidbares Leistungsversprechen bieten. Street One ist als Anbieter aktueller Modetrends (als sogenannter Fashion Follower) im mittleren Preissegment der Mainstream-Fashion positioniert. CECIL hat mit einer differenzierten und unverwechselbaren sportiven Ausrichtung nur wenige direkte Wettbewerber im gleichen Preissegment und verfolgt einen Nischenansatz mit Fokus auf Frauen mit einer fülligeren Figur. Als Hauptwettbewerber im gleichen Segment sieht CBR in Europa Tom Tailor, Gerry Weber und Esprit sowie s. Oliver und die Bestseller Group (in Deutschland zusätzlich Marc O'Polo), wobei einige Wettbewerber leicht abweichende Kundengruppen ansprechen.

3. Engmaschiges Netz von Verkaufsstellen in Europa

Die CBR Fashion Gruppe entwickelt sich zu einem europaweit agierenden Großhändler mit einem engmaschigen Netz von 8.467 Verkaufsstellen in 19 Ländern des europäischen Wirtschaftsraums (Stand: 31. März 2015) (es ist zu beachten, dass auf Gruppenebene eine Multibrand-Verkaufsstelle als eine Verkaufsstelle gezählt wird, wohingegen auf Ebene der Segmente und Vertriebskanäle eine Multibrand-Verkaufsstelle als zwei Verkaufsstellen gezählt wird, jeweils eine für Street One und eine für CECIL; darüber hinaus beinhaltet die Zahl der Verkaufsstellen für den Vertriebskanal Großhandel weder die Verkaufsstellen für den eigenen Einzelhandel, die der Outlets, noch des Online-Handels). Die größten Kunden der Gruppe sind Galeria Kaufhof (Metro Group), Karstadt und Schild AG (seit 2013 Teil der Globus Group, Schweiz), auf die 2014 jeweils weniger als 3% des Gruppenumsatzes mit Dritten entfällt.

Zum 31. März 2015 belieferte CBR auf Gruppenebene 4.390 Großhandelsverkaufsstellen in Deutschland (auf Segmentebene bei Street One 2.143 Verkaufsstellen und bei CECIL 2.341 Verkaufsstellen) sowie weitere 803 Großhandelsverkaufsstellen in der Schweiz und in Österreich. In den anderen Ländern Europas beliefert die Gruppe insgesamt 3.274 Großhandelsverkaufsstellen (in den Benelux-Ländern 992, in Frankreich 936, in den nordischen Ländern 452, in Osteuropa 338 und in den anderen westeuropäischen Ländern 556 (Stand: 31. März 2015)). Des Weiteren betreibt CBR 64 eigene Einzelhandelsgeschäfte sowie 7 Outlets in Deutschland und jeweils ein Outlet in der Schweiz und in Italien (Stand: 31. März 2015).

4. Vertikal integriertes Geschäftsmodell mit starker Kontrolle der Wertschöpfungskette

Das vertikal integrierte Geschäftsmodell gibt der CBR Fashion Group eine starke Kontrolle über die Wertschöpfungskette. Das einzigartige DMV-Konzept (bestehend aus Design-, Marketing- und Vertriebsteams) wird für jede Marke individuell angewendet und ermöglicht kundenorientiertes Produktdesign und kurze Lieferfristen. Durch den elektronischen Datenaustausch mit den Handelspartnern und den eigenen Filialen wird die CBR-Gruppe laufend über die aktuellen Abverkaufszahlen (Verkauf an Endkunden) informiert und erhält somit in Echtzeit Kundenfeedback. Diese Informationen fließen dann in die Entwicklung der nächsten Kollektion ein.

Bei den eigenen Einzelhandelsgeschäften und dem Online-Handel hat CBR die uneingeschränkte Kontrolle über das Produktsortiment und die Produktplatzierung. Darüber hinaus hat die CBR, im Gegensatz zu den typischen Großhandelsmodellen, eine starke Kontrolle über das Produktsortiment und die Produktplatzierung der an dem Menüauftragskonzept teilnehmenden Handelspartner (typischerweise Monolabel-Store und Shop-in-Store). In dem Menüauftragskonzept stellt der Partner basierend auf einem jährlichen Einkaufsbudget einen bestimmten Geldbetrag für eine Bestellung zur Verfügung und CBR entscheidet über die Zusammensetzung der Bestellung hinsichtlich Produktlinien, Farben und Größen. In der jüngeren Vergangenheit wurde der Hauptumsatz auf Gruppenebene (75-80%) mit der Hauptkollektion erwirtschaftet, rund ein Fünftel mit den Quick Response ("QR") und Never-out-of-stock Artikeln ("NOS") (Artikel, die ständig verfügbar sind und bei starker Nachfrage innerhalb von 24-48 Stunden nachgeliefert werden können) und der Rest mit Flash- Repeat-Artikeln (die kurzfristig produziert und geliefert werden, um die jüngsten Trends aufzugreifen), wobei die Umsatzbeiträge je nach Vertriebskanal variierten.

5. Klare Hebel um mittel- und langfristig profitables Wachstum zu erzielen

Den Großteil des Umsatzes im Online-Handel generiert die CBR Fashion Group mit dem Produktvertrieb über die eigenen Websites (Street One und CECIL). CBR arbeitet außerdem mit den Online-Marktplätzen Amazon, Otto Group, eBay und - mit Blick auf Street One - mit Zalando zusammen. Das attraktive Wachstum des Online-Geschäfts zeigt sich an den soliden Leistungskennzahlen (key performance indictators). So ist in den letzten Jahren z.B. der so genannte Customer Lifetime Revenue, also die Summe aller seit der Kundengewinnung generierten kumulierten Umsätze, kontinuierlich gestiegen. Der Wert einer Kundenbeziehung, gemessen als Gesamtumsatz (ohne Umsatzsteuer) mit einem Kunden multipliziert mit dem Deckungsbeitrag im Online-Handel (nach Material- und Logistikkosten und vor Marketing- und Verwaltungskosten) und der Großhandelsmarge im Zusammenhang mit den Umsatzerlösen im Großhandel multipliziert mit der Großhandelsmarge für interne Verkäufe an den Online-Handel, stieg für im ersten Quartal 2012 gewonnene Kunden von 36 Euro im Geschäftsjahr 2012 auf 54 Euro im Geschäftsjahr 2013 und 72 Euro im Geschäftsjahr 2014. Für im ersten Quartal 2013 akquirierte Kunden war der entsprechende Customer Lifetime Value sogar noch höher (39 Euro im Jahr 2013, 56 Euro im Jahr 2014). CBR rechnet mit einem weiteren Anstieg dieser Kennzahl auf ca. 73 Euro im Jahr 2015.

6. Das Geschäftsmodell mit geringer Kapitalbindung bietet hohe Margen und einen exzellenten Cashflow

Das Geschäftsmodell der CBR Fashion Group zeichnet sich durch eine geringe Kapitalbindung aus, da Produktion und Logistik ausgelagert sind und für die meisten Verkaufsbausteine die Handelspartner das rechtliche Bestandsrisiko tragen. Dieses Modell in Kombination mit einem eigenen Einzelhandelsgeschäft, das nach Erwartung des Unternehmens in absehbarer Zukunft im Vergleich zur gesamten Gruppe relativ klein bleiben wird, verringert die Anforderungen an den Betriebsmittelbedarf ebenso wie den Investitionsbedarf in hohem Maße. Entsprechend hatte das Unternehmen im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit in jedem Geschäftsjahr im Zeitraum von 2012 bis 2014 einen hohen Zahlungsmittelzufluss (cash generation, definiert als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ("EBITDA") abzüglich Auszahlungen für Investitionen geteilt durch EBITDA in dem jeweiligen Zeitraum), der in den Geschäftsjahren 2012 bis 2014 und im ersten Quartal 2015 jeweils über 80% lag. Nach Schätzungen der CBR Fashion Gruppe übertraf der Zahlungsmittelzufluss der Gruppe im Jahr 2014 den der wichtigsten Wettbewerber Gerry Weber, Tom Tailor und Esprit. Der Zahlungsmittelumschlag (cash conversion) (definiert als freier Zahlungsmittelzufluss (cash flow) vor Steuern geteilt durch das bereinigte EBITDA (definiert als EBITDA bereinigt um Sondereffekte), für den jeweiligen Zeitraum, wobei freier Zahlungsmittelzufluss vor Steuern definiert ist als Zahlungsmittelzufluss aus betrieblichen Tätigkeiten zuzüglich Zahlungsmittelabfluss aus Investitionstätigkeiten abzüglich gezahlter Ertragssteuer und rückerstatteter Ertragssteuer) betrug 82,1% im Geschäftsjahr 2012, 73,5% im Geschäftsjahr 2013, 92,0% im Geschäftsjahr 2014 und 75,6% im ersten Quartal 2015. Die Betriebsstruktur mit einem relativ geringen Fixkostenanteil ermöglicht der Gruppe seit dem Jahr 2012 die Erwirtschaftung einer soliden bereinigten EBITDA-Marge, die von 15,2% im Geschäftsjahr 2012 auf 17,1% im Geschäftsjahr 2013 bis auf 18,1% im Geschäftsjahr 2014 angewachsen ist. Darüber hinaus ist auch das bereinigte EBITDA von Euro 94,7 Mio. im Geschäftsjahr 2012 auf Euro 104,3 Mio. im Geschäftsjahr 2013 und auf Euro 110,0 Mio. im Geschäftsjahr 2014 gestiegen. Schätzungen der CBR Fashion Gruppe zufolge lag die (auf Basis des im Jahresabschluss ausgewiesenen EBITDA) berechnete EBITDA-Marge von 17,6% im Jahr 2014 über der EBITDA-Marge der Hauptwettbewerber Gerry Weber, Tom Tailor und Esprit.

Überblick über die Strategie von CBR

Um weiter nachhaltig und profitabel zu wachsen, verfolgt CBR eine klare Zukunftsstrategie, die auf den in der Vergangenheit wichtigsten strategischen Grundsätzen des Unternehmens aufbaut (d.h. klare Produktfokussierung, Marken mit einem unabhängigen Marktauftritt, schnelle Entwicklung und Auslieferung neuer Designs, große Reichweite durch hohe Zahl an Verkaufsstellen, hohes Maß an Kontrolle über die Wertschöpfungskette und Fokussierung auf Zahlungsmittelschöpfung (cash generation). Zugleich setzt CBR auf die Weiterentwicklung des bestehenden Geschäftsmodells, vor allem durch eine noch größere Kundennähe, die aktive Steuerung des Customer Lifetime Value, die Ausschöpfung des Potenzials des Online-Handels und der Verkaufsstellen durch Omni-Channel-Angebote, die optimale Nutzung von Daten und Algorithmen sowie die kontinuierliche Optimierung der eigenen operativen Abläufe. Darüber hinaus konzentriert sich CBR auf mehrere wichtige Märkte mit weiterem mittel- bis langfristigen Potenzial. In diesem Zusammenhang legt das Unternehmen den Fokus auf die folgenden wesentlichen strategischen Ziele:

1. Strategie für das Großhandelsgeschäft

CBR will das Großhandelsgeschäftsmodell weiter optimieren und verbessern, um bevorzugter Partner für die gegenwärtigen Handelspartner zu bleiben und sich bei potenziellen Handelspartnern als bevorzugter Partner zu etablieren. In der jüngeren Vergangenheit wurden der Mehrzahl der Handelspartner von CBR attraktive Handelsspannen von 145% gewährt. CBR will das sogenannte "Moderisiko" der Veralterung von Lagerbeständen für seine Kunden und Handelspartner reduzieren, indem für jede der beiden CBR-Marken jedes Jahr zwölf unabhängige Kollektionen angeboten werden sowie 52 zusätzliche Flash- Repeat-Programme pro Jahr mit kurzen Lieferfristen für stark nachgefragte Artikel. CBR will zudem, um die Kontrolle über das Sortiment der Verkaufsstellen sicherzustellen, bestehende Abläufe verbessern, um so die Flash-Repeat-Programme weiter zu beschleunigen, die Lieferfristen weiter zu reduzieren und für eine ausgewogene Zusammensetzung der einzelnen Vertriebsprogramme zu sorgen (Menüauftrag, QR NOS, Flash Repeat). CBR plant die Einführung innovativer Vertriebskonzepte zur weiteren Verbesserung der seitens unserer Handelspartner erzielten Umsätze (z.B. das Konzept des Kreativeinkaufs, bei dem ein Produkt- und Einkaufsexperte Produktlücken in der aktuellen Kollektion identifiziert und die fehlenden Produkte kurzfristig beschafft, um dem Handelspartner zusätzliches Absatzpotenzial zu eröffnen). Außerdem erwägt die Gruppe die Möglichkeit einer Ausweitung der Produktlinien ihrer beiden Marken durch die Einbeziehung von Accessoires, Schuhen etc., um Kunden zusätzliche Anreize für einen Besuch der Geschäfte zu bieten.

CBR strebt eine gewinnbringende Expansion des Einzelhändler-Partnernetzwerks mit klar definierten Wachstumszielen an. Die Identifizierung neuer attraktiver Standorte basiert auf einem analytischen Ansatz in Form einer so genannten "White Spot"-Analyse auf Basis des Marktwissens der CBR-Vertriebsteams, welches mit Kaufkraftdaten abgeglichen wird, um Orte zu identifizieren, die von den Einzelhandelsverkaufsstellen bislang nicht ausreichend bedient werden. CBR hat verschiedene Wachstumsmöglichkeiten in der DACH-Region (Deutschland Österreich Schweiz), die CBR kurz- und mittelfristig als wichtigste Region für die eigene Expansion erachtet, identifiziert. In diesem Zusammenhang befindet sich CBR in fortgeschrittenen Gesprächen mit ausgewählten potenziellen Handelspartnern und hat auch bereits Gespräche mit weiteren Parteien über eine mögliche Kooperation aufgenommen.

CBR sieht zudem zusätzliches Expansionspotenzial in Märkten, in denen das Unternehmen traditionell gut aufgestellt war, wie Belgien und die Niederlande, sowie in Märkten, in denen CBR erst seit kurzem stärker aktiv ist, wie zum Beispiel Frankreich.

2. Strategie für das Online-Geschäft

Nachdem das eigene Online-Geschäft zuletzt stark gewachsen ist, geht CBR davon aus, dass der Online-Handel in absehbarer Zukunft einer der wichtigsten Wachstumstreiber sein wird. Aus diesem Grund verfolgt CBR eine klar definierte Strategie zur Realisierung eines deutlichen Wachstums durch kontinuierliche Innovationen und die Ausweitung des eigenen Serviceangebots im Online-Handel. Für 2015 plant CBR die Einführung einer speziellen Mobile-App für iOS- und Android-Geräte, die unter anderem eine GPS-basierte POS-Suchfunktion sowie einen Barcode-Scanner in den eigenen Online-Shops umfasst. Für 2016 wird die Einführung einer Kundenkarte, eines Konzeptes zur taggleichen Belieferung sowie weitere Zahlungsvarianten erwogen. Darüber hinaus sieht CBR in vielen europäischen Ländern im Online-Handel bedeutendes, noch nicht ausgeschöpftes Potenzial. Das betrifft insbesondere die Länder, in denen ein überdurchschnittlich hoher Anteil des Gesamtumsatzes der CBR immer noch im Großhandel und nicht im Online-Handel erwirtschaftet wird. Dazu gehören Österreich, die Schweiz, die Niederlande, Belgien und Frankreich. Außerdem plant CBR, eigenes Online-Geschäft ab 2016 auch in Skandinavien und den übrigen europäischen Ländern, in denen das Unternehmen bereits aktiv ist, zu betreiben.

3. Strategie für eigenes Einzelhandelsgeschäft

CBR ist der Ansicht, dass das eigene Einzelhandelsgeschäft der Gruppe eine "kritische Masse" erreicht hat und Chancen für selektives Wachstum bietet. Die EBITDA-Marge der 64 eigenen Einzelhandelsgeschäfte bewegte sich zuletzt im hohen einstelligen Bereich und soll mittelfristig auf einen niedrigen zweistelligen Wert angehoben werden. 2013 und 2014 wurde mit Street One ein durchschnittlicher Umsatz von ca. 4.200 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche erwirtschaftet. Der durchschnittliche Umsatz pro Quadratmeter für CECIL lag 2014 bei ca. 4.000 Euro und 2013 bei ca. 4.200 Euro.

CBR plant, die eigenen Einzelhandelsaktivitäten in die Markenorganisation zu integrieren und die Verantwortung für die eigenen Einzelhandelsgeschäfte an Verkaufsmitarbeiter vor Ort zu übertragen, die bereits für die Betreuung der Partner-Einzelhandelsgeschäfte der CBR-Partner zuständig sind. CBRs Ziel ist die Fortsetzung der selektiven Weiterentwicklung des eigenen Einzelhandelsgeschäfts - in Ballungsgebieten ebenso wie in Kleinstädten - durch die gezielte Schließung von Lücken im Filialnetz. Dem "Partner First"-Konzept entsprechend, strebt CBR nur dann die Eröffnung eines eigenen Einzelhandelsgeschäfts an, wenn zwar klares Potenzial für ein neues Geschäft gesehen wird, sich aber kein geeigneter Partner findet, der dort ein Geschäft betreiben möchte. Das Unternehmen beabsichtigt, sich auf das organische Wachstum des Einzelhandels-Filialnetzes zu konzentrieren, zieht aber auch die Übernahme von Geschäften von Partnern als Portfolioergänzung unter rein opportunistischen Gesichtspunkten in Betracht.

CBR schätzt die Verkaufsfläche neuer Einzelhandelsgeschäfte auf 100-180 m², bei einem Erstinvestitionsbedarf von rund 1.000 Euro m² und einer Anlaufphase von einem Jahr.

CBR hat bis auf weiteres entschieden, beim weiteren Ausbau des eigenen Einzelhandelsgeschäfts einen vorsichtigen Ansatz zu verfolgen, um die attraktiven Cashflow-Merkmale des derzeitigen Geschäftsmodells zu wahren, wird diese Entscheidung aber regelmäßig überprüfen und hält sich die Option für eine zusätzliche beschleunigte Expansion offen.

4. Strategie für die Integration der Vertriebskanäle

CBR plant die weitere Optimierung des Omni-Channel-Angebots, unter anderem im Wege der Integration der Online- und Offline- Vertriebskanäle durch Einführung von "click-and-collect" (d.h. online kaufen und Abholung des bestellten Artikels im Geschäft) und "in-store ordering". CBR ist der Ansicht, dass mit diesen Maßnahmen den Kundenbedürfnissen besser entsprochen werden kann, da Kunden zunehmend indifferent sind über welchen Vertriebskanal sie einkaufen sowie zudem Wert auf ein bequemes Einkaufserlebnis legen. Während Kunden aus kleinen und mittelgroßen Städten in der Vergangenheit häufig bevorzugt in ihrem Heimatort einkauften, bevorzugen sie heute vermehrt den Einkauf im Internet oder auf den Einkaufsstraßen größerer Städte. Im Rahmen der operativen Integration der Vertriebskanäle, die diesen veränderten Einkaufsgewohnheiten Rechnung trägt, erfolgt die Einführung des "click-and-collect"- sowie des "return@Store"-Angebots (d.h. online kaufen und Rückgabe des bestellten Artikels im Geschäft) in den eigenen Filialgeschäften (voraussichtlich Mitte 2015) sowie in den Geschäften der Monobrand-Handelspartner (voraussichtlich Herbst 2015). Im Rahmen der integrierten Kommunikation der On- und Offline-Kanäle hat CBR 2013 bereits ein Social Media-Programm mit einer Facebook-Seite, einem Blog und einer Markenpräsenz auf anderen sozialen Medien wie Pinterest und Instagram gestartet.

5. Strategie für die operative Optimierung

CBRs Ziel ist die konstante Verbesserung des eigenen Geschäftsmodells durch umfangreiche Investitionen in die Bereiche Organisation, Beschaffung und Logistik sowie in IT-Plattformen und in die eigenen Mitarbeiter. CBR will dadurch die Betriebs- und Kostenstruktur bei der Beschaffung und Logistik sowie im Produktentwicklungsprozess weiter optimieren. CBR plant, die Verantwortlichkeiten der Design- und Marketingteams neu zu verteilen, um zusätzliche Zeit für Trendrecherche zu schaffen. Um den Produktentwicklungsprozess weiter zu verbessern, will CBR die Verkaufsteams noch besser in die Kollektionsentwicklung sowie in die Marketingprozesse integrieren. Das Unternehmen plant, die Beschaffungsprozesse durch die kontinuierliche Optimierung des Ländermix zu verbessern. 2014 machten Lieferanten aus der Türkei und China jeweils rund ein Drittel aller Lieferanten von CBR aus. Ein Anteil im mittleren einstelligen Prozentbereich entfiel auf Bangladesch, der Rest war zu etwa gleichen Teilen auf Indien und den Rest der Welt verteilt. In der jüngsten Vergangenheit, produzierten die fünf Hauptlieferanten von CBR einen Mittdreißiger-Prozentsatz der Artikel für die Hauptkollektion der Gruppe und der größte Einzellieferanten unter 15%. CBR plant außerdem, die Vertriebsorganisation zu verschlanken (z.B. durch die Verringerung der Anzahl der Showrooms), um die Wirtschaftlichkeit zu steigern, und das Anreizprogramm für den Vertrieb zu überarbeiten. CBR beabsichtigt, die Leitlinien für die visuelle Vermarktung zu überarbeiten, um die Entwicklung eines verkaufsfördernden Designs der Verkaufsstellen voranzutreiben (z.B. Schaufenster). Durch die Schaffung eines spezialisierten Teams soll das unternehmensinterne Know-how in den Bereichen Omni-Channel und Kundenbetreuung in der ersten Jahreshälfte 2015 vertieft werden; dafür wurde bereits ein neuer Leiter für den Omni-Channel-Bereich eingestellt.

Des Weiteren steht CBR kurz vor dem Abschluss einer umfangreichen Modernisierung der IT-Systeme, die 2010 aufgesetzt wurde. Durch die 2013 eingeleitete Modernisierung der Logistik sollen in den kommenden Jahren erhebliche Kosteneinsparungen erzielt werden. CBR plant zudem die Prüfung von Synergiepotenzialen zwischen der Online-Logistik und der kürzlich modernisierten Großhandelslogistik.

6. Neupositionierung von CBR

Zwischen 2009 und 2011 sah sich CBR infolge von strategischen Fehlentscheidungen und Managementfehlern mit einer Reihe von finanziellen und operativen Problemen konfrontiert. Diese Fehler führten zum Verlust wichtiger Leistungsträger sowie dem damit einhergehenden Verlust von Produktkompetenz und Kundenorientierung. Als Fehlentscheidungen erwiesen sich unter anderem der sehr aggressive Ausbau des Verkaufsstellen-Netzes und die Einführung zusätzlicher Marken. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und CBR wieder auf Kurs zu bringen, wurden Ende 2011 und Anfang 2012 eine neue Unternehmensleitung und ein neuer Beirat eingesetzt, die mit der Neupositionierung der Gruppe betraut wurden. Das neue Management-Team konzentrierte seine Anstrengungen auf die Stärkung der Organisation und die Verbesserung der Produktkompetenz, die Aufgabe verlustbringender Marken (OneTouch und CECIL Men) sowie die Reduktion der Kostenbasis, die Verschlankung des Verkaufsstellen-Portfolios, die Überarbeitung des Produktsortiments und die Neupositionierung der beiden Marken.

Im Anschluss an das umfassende, 2012 eingeleitete Neupositionierungsprogramm (das aufgrund eines deutlichen Umsatzrückgangs und verschlechterter Zukunftsaussichten für das Street One-Geschäft im Jahr 2012 zu Firmenwert-Abschreibungen in Höhe von 33,2 Millionen Euro bei Street One Deutschland führte) und die anschließende Stabilisierung der CBR Fashion Group ist CBR überzeugt, die Grundlagen für ein beschleunigtes Wachstum in der Zukunft gelegt zu haben.

Gleichzeitig ist sich das Unternehmen bewusst, dass es bei der Marke CECIL noch Verbesserungspotenzial und -bedarf gibt. Obwohl CBR 2012 bei CECIL ebenfalls erste Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet hat, lag der Schwerpunkt der Produktüberarbeitungs- und Markenneupositionierungsaktivitäten bis 2014 auf Street One. Daher konzentriert sich CBR nun stärker auf die umfassende Neupositionierung der Marke CECIL und eine Reihe von Initiativen, um den erfolgreichen Turnaround von Street One auch bei CECIL zu wiederholen.

Kurzfristig sind eine Reihe von Investitionen in das Geschäft geplant, um die begonnene Neuausrichtung von CECIL voranzutreiben und die Wettbewerbsposition CBRs weiter zu verbessern. Diese Investitionen umfassen (i) die Verbesserung und Revitalisierung des Markenimage, insbesondere in Bezug auf CECIL, (ii) die weitere Verbesserung und Weiterentwicklung des Vertriebssystems sowie (iii) die Integration der Vertriebskanäle. Insgesamt rechnet CBR ausgehend von der Kostenbasis des Jahres 2014 aufgrund dieser laufenden Investitionen mit zusätzlichen jährlichen Kosten im höheren einstelligen Millionen-Euro-Bereich, wovon gemäß den Erwartungen von CBR nur ein kleiner Anteil aktiviert werden wird.

Anhang: Aktuelle Entwicklungen und Ausblick

Ausgehend von der positiven Entwicklung der Marke Street One in den vergangenen beiden Geschäftsjahren sowie dem Wachstum des Online- und des eigenen Einzelhandelsgeschäfts strebt die CBR Fashion Gruppe kurzfristig ein mindestens dem Marktwachstum entsprechendes Umsatzwachstum und im Geschäftsjahr 2015 ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich an. CBR will diese Wachstumsrate mittelfristig nach Abschluss der Neupositionierung ihrer Marke CECIL weiter beschleunigen und dafür die starke Wettbewerbsposition des Großhandelsgeschäfts effektiv nutzen, um das erwartete Wachstum des Mainstream-Modemarktes zu übertreffen, das eigene Verkaufsstellen-Netz auszubauen sowie ein positives flächenbereinigtes ("like-for-like") Wachstum zu erzielen. Darüber hinaus will CBR den Umsatz im Online-Handel sowohl in Deutschland als auch im Ausland auf kurze bis mittlere Sicht deutlich steigern, vor allem durch die Erzielung höherer Umsätze über die eigenen Webseiten (sowohl für Street One als auch für CECIL). Auch die Umsätze im eigenen Einzelhandelsgeschäft sollen kurz- bis mittelfristig ausgebaut werden. Um die attraktiven Cashflow-Merkmale des gegenwärtigen Geschäftsmodells nicht zu gefährden, setzt CBR auf eine vorsichtige Expansion des eigenen Einzelhandelsgeschäftes. Daneben wird CBR ausgewählte opportunistische Portfolioakquisitionen von Partnern in Erwägung ziehen. Durch die weitere Stärkung der konsequenten Kundenorientierung will das Unternehmen zudem im eigenen Einzelhandelsgeschäft (sowie im Outlet-Geschäft) ein positives flächenbereinigtes ("like-for-like") Umsatzwachstum erzielen.

Im Zuge der geplanten Effizienzmaßnahmen und strategischen Investitionen könnten das bereinigte EBITDA und die bereinigte EBITDA-Marge sowie das bereinigte EBITA und die bereinigte EBITA-Marge der CBR Fashion Group kurzfristig - also auch im Geschäftsjahr 2015 - leicht sinken. Dabei dürften insbesondere das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBITA sowohl durch die geplanten bedeutenden strategischen Investitionen - etwa in markenbezogene Initiativen zur Verbesserung der Produktentwicklung und Stärkung des strategischen Einkaufs - als auch durch aufgrund der jüngsten Aufwertung des US-Dollars und weiterer relevanter ausländischer Währungen potenziell um einen mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag höhere Beschaffungskosten im Geschäftsjahr 2015 belastet werden. CBR will das bereinigte EBITDA und die bereinigte EBITDA-Marge sowie das bereinigtes EBITA und die bereinigte EBITA-Marge mittelfristig steigern. Dabei strebt die Gruppe insbesondere eine Erhöhung des bereinigten EBITDA im mittleren einstelligen Prozentbereich pro Jahr ab dem Geschäftsjahr 2016 an. Auf der Basis des angestrebten Umsatzwachstums und des gleichzeitig geplanten unterproportionalen Anstiegs der Kostenbasis will die CBR Fashion Gruppe zudem ihre bereinigte EBITDA-Marge leicht verbessern. Darüber hinaus plant das Unternehmen eine Steigerung der Bruttomarge durch die geplanten laufenden operativen Effizienzverbesserungen, unter anderem durch die kürzlich eingeführten Verbesserungen in der Logistik sowie das überproportionale Wachstum des Online- und eigenen Einzelhandelsgeschäftes. Mittelfristig strebt CBR außerdem eine Steigerung des bereinigten EBITA um einen mittleren einstelligen Prozentsatz pro Jahr sowie eine leichte Steigerung der bereinigten EBITA-Marge an, wobei der geplante Ausbau des eigenen Einzelhandelsgeschäftsnetzes zu einem leicht höheren Abschreibungsbedarf führen könnte.

Zusätzlich strebt die CBR Fashion Gruppe im Rahmen einer umfassenden Refinanzierung eine Verminderung des Barzinssatzes auf rund 2,5% an. CBR plant, den auf das Unternehmen entfallenden Anteil an den Erlösen aus dem Börsengang dazu zu nutzen, den Verschuldungsgrad (definiert als Nettofinanzverschuldung (ohne Gesellschafterdarlehen) geteilt durch das bereinigte EBITDA) auf das dreifache bereinigte EBITDA im Zuge der Umsetzung der Refinanzierung zu reduzieren. Mittelfristig ist eine weitere Senkung des Verschuldungsgrads geplant.

Die CBR Fashion Gruppe rechnet mit einem nominalen Steuersatz um die 30%, wobei die effektive Steuerlast aufgrund vorhandener steuerlicher Verlustvorträge, die in künftigen Geschäftsjahren genutzt werden können, sowie der bis 2019 bestehenden steuerlichen Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert niedriger ausfallen dürfte. CBR geht davon aus, die bei der Ermittlung der Körperschaftsteuer abzugsfähigen steuerlichen Verlustvorträge bis zum Geschäftsjahr 2020 und die bei der Gewerbesteuer abzugsfähigen steuerlichen Verlustvorträge bis zum Geschäftsjahr 2017 nutzen zu können.

Darüber hinaus plant CBR, die Investitionsausgaben im Verhältnis zum Umsatz mittelfristig stabil zu halten. Im Geschäftsjahr 2014 beliefen sich die Investitionsausgaben der Gruppe auf 2,8% und im ersten Quartal 2015 auf 2,4 % des Gesamtumsatzes. CBR geht einerseits mittelfristig von geringeren Investitionen in die eigenen IT-Systeme aus, sobald die derzeit laufende, umfangreiche Aufrüstung der IT wie geplant Ende 2015 abgeschlossen ist. Andererseits plant CBR weitere Investitionsausgaben sowie operative Ausgaben, z.B. für neue eigene Einzelhandels- und Outlet-Geschäfte, weitere IT-Infrastrukturkomponenten wie ein CRM-System und ein Treueprogramm für sämtliche Vertriebskanäle, eine Verbesserung der Organisationsstrukturen z.B. durch innovative Vertriebskonzepte und eine verbesserte Produktentwicklung sowie die Revitalisierung des eigenen Markenimage, u.a. durch neue Ladenbau-Konzepte. Die CBR Fashion Gruppe plant zudem die Entwicklung und Umsetzung vertikal integrierter Marketingkonzepte, die Entwicklung kreativer Einkaufsfunktionen, die Einführung eines fünften Vertriebsbausteins sowie weitere Investitionen in die Beschleunigung ihrer Flash- Repeat-Programme mit dem Ziel, die Lieferfristen weiter zu verkürzen. Darüber hinaus will CBR Personalressourcen weiter stärken. Hierfür setzt das Unternehmen auf neue Programme zur Förderung der Mitarbeiterentwicklung und -bindung, die u.a. strategische Kooperationen mit Universitäten sowie professionelle Onboarding-Programme umfassen.

CBR plant, ab dem Geschäftsjahr 2016 - d.h. für das Geschäftsjahr 2015 - Dividenden an die Aktionäre auszuschütten. Sofern sich das Geschäft stabil entwickelt, strebt das Unternehmen unter Berücksichtigung der Kosteneinsparungen aufgrund der Refinanzierung im Zusammenhang mit dem Börsengang und vorbehaltlich der Verfügbarkeit ausschüttungsfähiger Gewinne (Bilanzgewinn) an, ca. 50% seines zahlungswirksames Konzernergebnisses (cash net income, definiert als ausgewiesener Nettogewinn nach Bereinigung um die für das bereinigte EBITDA angesetzten Einmaleffekte sowie bereinigt um Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Markenwerte und erworbene Kundenstämme infolge der Akquisition von CBR im Jahr 2004) auszuschütten. Die übrigen rund 50% sollen zur Schuldentilgung verwendet werden.

Finanzinformationen 2012-Q1 2015

Tabelle 1: Ausgewählte Finanzinformationen aus der Konzern-Gesamtergebnisrechnung

^

Konzern- Gesamtergebnisrechnung Geschäftsjahr zum Dreimonatszeitraum zum 31. (in Tausend EUR) 31. Dezember, März,

2012 2013 2014 2014 2015

(geprüft) (ungeprüft)

Umsatzerlöse 624.247 611.267 609.172 137.900 139.434

Sonstige betriebliche Erträge 3.484 4.101 4.701 1.011 2.330

Materialaufwand -384.261 -363.898 -346.113 -78.216 -76.816

Personalaufwand -46.596 -48.075 -49.882 -12.016 -12.516

Abschreibungen -109.658 -73.355 -75.335 -18.412 -18.794

Sonstige betriebliche Aufwendungen -104.691 -106.332 -110.816 -25.409 -27.487

Operatives Ergebnis -17.475 23.709 31.727 4.858 6.151

Finanzerträge 2.594 6.635 461 152 58

Finanzaufwendungen -36.901 -36.534 -36.756 -9.470 -8.053

Finanzergebnis -34.307 -29.899 -36.294 -9.318 -7.995

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -51.782 -6.190 -4.568 -4.460 -1.845

Laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.740 -3.942 -4.884 -1.247 -968

Latente Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 12.808 3.300 9.540 7.134 1.489

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.068 -642 4.656 5.887 520

Konzernergebnis -43.713 -6.832 88 1.426 -1.324

°

Tabelle 2: Ausgewählte andere wesentliche Finanz- und Geschäftsinformationen nach Gruppe, Segment und Region

^

Ausgewählte andere wesentliche Finanz- und Geschäftsinformationen nach Gruppe, Segment und Geschäf- Region tsjahr zum Dreimonatszeit- 31. raum zum 31. (in Millionen EUR, sofern nicht anders angegeben) Dezember, März,

2012 2013 2014 2014 2015

(geprüft, sofern nicht anders angegeben) (ungeprüft)

Aufteilung nach Segmenten:

Umsatzerlöse mit Dritten 321,2 317,0 330,7 73,3 76,7 durch Street One

Umsatzerlöse mit Dritten 276,0 263,8 254,5 58,1 55,2 durch CECIL7

Sonstige Umsatzerlöse 27,1 30,4 23,9 6,4 7,6

Aufteilung nach Regionen6:

Umsatzerlöse in 435,1 427,0 431,4 95,6 95,5 Deutschland

Umsatzerlöse im Ausland 189,1 184,2 177,7 42,3 43,9

Aufteilung nach Vertriebs-

kanälen :

Umsatzerlöse im Großhandel 584,7 557,5 551,5 125,7 123,8 (ungeprüft)

Umsatzerlöse im 6,1 23,8 36,2 5,9 8,8 Einzelhandel (ungeprüft) ,

Umsatzerlöse im Online- 23,9 37,2 46,6 10,0 11,8 Handel (ungeprüft)

Vergleichbares ("like-for- like") Umsatzwachstum (in %) (ungeprüft)

Gruppe -7,2 3,3 -1,1 6,5 -1,3

Street One -9,5 6,8 1,8 6,9 -0,2

CECIL -4,2 -1,0 -4,7 6,1 -2,7

EBITDA 54,8 97,1 107,1 23,3 24,9

EBITDA-Marge (in %) 8,8 15,9 17,6 16,9 17,9 (ungeprüft)

Aufteilung nach Segmenten6:

Street One 22,8 56,6 66,5 14,4 17,5

CECIL 54,3 50,6 52,2 11,1 10,2

Sonstige -22,3 -10,2 -11,6 -2,2 -2,8

Bereinigtes EBITDA 94,7 104,3 110,0 23,8 25,4 (ungeprüft)

Bereinigte EBITDA-Marge 15,2 17,1 18,1 17,3 18,2 (in %) (ungeprüft)

Aufteilung nach Segmenten6:

Street One 58,7 60,5 68,4 14,7 17,7

CECIL 57,5 53,9 53,6 11,3 10,4

°

^

EBITA (ungeprüft) 50,6 92,7 101,6 22,2 23,7

Bereinigtes EBITA (ungeprüft) 90,5 99,9 104,6 22,8 24,1

Bereinigte EBITA-Marge (in %) (ungeprüft) 14,5 16,3 17,2 16,5 17,3

Freier Zahlungsmittelzufluss vor Steuern 77,8 76,7 101,3 19,1 19,2

Zahlungsmittelumschlag (in %) (ungeprüft) 82,1 73,5 92,0 80,3 75,6

°

Tabelle 3: Kennzahlen Online-Handel

^

Geschäftsjahr zum

Kennzahlen Online-Handel 31. Dezember, Dreimonatszeitraum zum 31.

März,

2012 2013 2014 2014 2015

Aktive Besucher (in Tausend) (ungeprüft) 203,5 333,4 421,2 359,0 436,9

Anzahl Seitenaufrufe (in Millionen) (ungeprüft) 13,9 19,4 24,1 5,5 7,1

Conversion rate (in %) (ungeprüft) 2,8 3,2 3,5 3,3 3,1

Return rate (in %) (ungeprüft) 42,8 48,5 49,1 50,8 48,9

°

Tabelle 4: Ausgewählte Finanzinformationen aus der Konzernbilanz

^

Konzernbilanz (in Tausend EUR) 31. Dezember 31. März

2012 2013 2014 2015

(geprüft) (ungeprüft)

Langfristige Vermögenswerte 1.394.079 1.330.153 1.273.740 1.258.603

Immaterielle Vermögenswerte 1.341.304 1.279.633 1.219.635 1.204.611

Sachanlagen 26.598 27.744 29.379 29.036

Finanzanlagen 3.898 3.246 3.032 2.934

Latente Ertragsteuern 22.279 19.530 21.694 22.022

Kurzfristige Vermögenswerte 137.147 121.321 104.723 110.705

Vorräte 17.680 19.245 20.910 19.370

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.801 28.211 23.039 29.381

Sonstige Vermögenswerte 14.185 20.166 15.723 15.828

Sonstige finanzielle Vermögenswerte - - - 1.115

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 85.481 53.699 45.050 45.012

Eigenkapital 504.471 501.232 502.004 500.882

Gezeichnetes Kapital 25 25 25 25

Kapitalrücklage 401.176 401.176 401.176 401.176

Rücklage für Kosten der Kapitalerhöhung - - - -348

Rücklage aus Sicherungsgeschäften -4.426 -727 0 785

Rücklage aus Fremdwährungsumrechnung 2.625 2.520 2.477 2.243

Gewinnvortrag 148.784 105.070 98.238 98.326

Periodenergebnis -43.713 (6.832 88 -1.324

Langfristiges Fremdkapital 872.178 847.492 781.072 776.033

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 650.528 602.893 539.365 534.821

Darlehen gegenüber nahestehenden Unternehmen 17.753 45.196 49.382 50.429

Latente Ertragsteuern 203.897 199.403 192.325 190.784

Kurzfristiges Fremdkapital 154.577 102.750 95.387 92.392

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 68.031 18.072 6.889 0

Darlehen gegenüber nahestehenden Unternehmen 29.270 27.986 26.256 26.902

Sonstige Rückstellungen 2.234 3.427 4.687 4.687

Ertragsteuerverbindlichkeiten 6.410 7.968 8.970 9.360

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.804 20.502 28.435 31.519

Derivative Verbindlichkeiten 8.674 1.177 0 -

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 8.646 17.710 14.920 13.095

Sonstige Verbindlichkeiten 3.508 5.908 5.231 6.829

Bilanzsumme 1.531.226 1.451.474 1.378.463 1.369.308

°

Tabelle 5: Ausgewählte Finanzinformationen aus der Konzern- Kapitalflussrechnung

^

Konzern- Kapitalflussrechnung Geschäftsjahr zum Dreimonatszeitraum zum 31. (in Tausend EUR) 31. Dezember, März,

2013 2013 2014 2014 2015

(geprüft) (ungeprüft)

Kapitalfluss aus betrieblichen Tätigkeiten 86.278 84.23824 116.819 23.049 21.714

Kapitalfluss aus Investitionstätigkeiten -10.930 -12.190 -16.808 -2.798 -3.173

Kapitalfluss aus -103.725 Finanzierungstätigkeiten -83.27024 24 -108.616 -28.257 -18.346

Finanzmittelbestand am Ende der Periode 85.481 53.699 45.050 45.723 45.012

°

Zusätzliche Finanzinformationen

Zum 31. Dezember 2014 wiesen die deutschen Gesellschaften der Gruppe kumulierte steuerliche Verlustvorträge von rund 74,6 Millionen Euro aus, die bei der Ermittlung der deutschen Körperschaftsteuer abzugsfähig sind, sowie rund 31,3 Millionen Euro, die bei der Ermittlung der deutschen Gewerbesteuer abzugsfähig sind. Auf der Grundlage eines angenommenen Körperschaft- und Gewerbesteuersatzes von rund 16% bzw. 14% zum 31. Dezember 2014 rechnet CBR mit potenziellen künftigen Steuereinsparungen von voraussichtlich insgesamt rund 12,0 Millionen Euro bei der Körperschaftsteuer und 4,0 Millionen Euro bei der Gewerbesteuer. Darüber hinaus wird CBR voraussichtlich von planmäßigen steuerlichen Geschäfts- und Firmenwertabschreibungen bis ins Geschäftsjahr 2019 profitieren. Diese werden in den Geschäftsjahren 2015-18 jährlich 40,9 Millionen Euro und im Geschäftsjahr 2019 32,7 Millionen Euro betragen. Auf der Grundlage einer angenommenen Gesamtsteuerquote von 30% erwartet CBR, zusätzlich zu den rund 12,0 Millionen Euro bei der Körperschaftsteuer und 4,0 Millionen Euro bei der Gewerbesteuer, in den Geschäftsjahren 2015-2018 potenzielle jährliche zukünftige Steuereinsparungen aus steuerlichen Verlustvorträgen von rund 12,0 Millionen Euro und im Geschäftsjahr 2019 von rund 10,0 Millionen Euro. Unter anderem durch die Nutzung dieser steuerlichen Verlustvorträge sowie der steuerlichen Geschäfts- und Firmenwertabschreibung lagen die Nettomittelabflüsse für Ertragssteuerzahlungen und -rückerstattungen im Geschäftsjahr 2012 auf einem niedrigen Niveau in Höhe von 2,4 Millionen Euro und betrugen in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 4,6 Millionen Euro bzw. 1,3 Millionen Euro.

In den Geschäftsjahren 2012 bis 2014 beliefen sich die nicht zahlungswirksamen Abschreibungen auf erworbene Kundenstämme im Zusammenhang mit der Akquisition von CBR durch EQT im Jahr 2007 auf 43,5 Millionen Euro p.a., während die jährlichen Abschreibungen auf Markenwerte im gleichen Zeitraum bei insgesamt 23,3 Millionen Euro lagen. Die CBR-Marken waren bis Ende April 2015 voll abgeschrieben, wobei sich die Abschreibungen für die ersten vier Monate des Geschäftsjahres 2015 auf 7,8 Millionen Euro beliefen. Die Tatsache, dass planmäßige Abschreibungen auf CBR-Markenwerte ab dem Geschäftsjahr 2016 entfallen, wird sich positiv auf den operativen Gewinn des Unternehmens auswirken. CBR geht davon aus, dass die Ergebnisbelastungen durch planmäßige Abschreibungen ab dem Geschäftsjahr 2016 und bis zum Ende des Geschäftsjahres 2022 vorwiegend im Zusammenhang mit den planmäßigen Abschreibungen auf erworbene Kundenstämme stehen werden. Die planmäßigen Abschreibungen auf erworbene Kundenstämme lagen im Geschäftsjahr 2012 bei 43,5 Millionen Euro und sind in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 leicht auf 43,8 Millionen Euro bzw. 44,1 Millionen Euro gestiegen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte beliefen sich in den Geschäftsjahren 2014, 2013 und 2012 auf 2,5 Millionen Euro, 1,9 Millionen Euro bzw. 2,0 Millionen Euro. Ab dem Geschäftsjahr 2016 geht CBR von einem Anstieg der kurz- bis mittelfristigen Abschreibungen auf andere immateriellen Vermögenswerte auf einen mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag aus.

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09.06.2015 Veröffentlichung einer Corporate News Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent Herausgeber verantwortlich.

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366471 09.06.2015

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