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Aktien New York: Hoffnung auf weiter lockere Geldpolitik lässt Kurse steigen

12.09.2016 | 20:08

NEW YORK (dpa-AFX) - Neu erwachte Hoffnungen auf anhaltend niedrige US-Zinsen haben der Wall Street am Montag Auftrieb gegeben. Mit Fed-Direktoriumsmitglied Lael Brainard dämpfte eine einflussreiche US-Notenbankerin die Erwartungen für eine baldige Leitzinsanhebung.Es sei "Vorsicht" bei der Rückführung der lockeren Geldpolitik geboten, sagte sie. Jüngst hatten andere amerikanische Währungshüter noch Ängste vor steigenden Zinsen geschürt.

Der Dow Jones Industrial <DJI.DJI> hatte bereits vor Brainards Aussagen ins Plus gedreht. Nach dem darauf folgenden Anstieg auf sein Tageshoch bei 18 264 Punkten stand der US-Leitindex zuletzt 0,88 Prozent höher bei 18 243,71 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index <INX.SPI> stieg um 0,99 Prozent auf 2148,77 Zähler und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 <NDX.X.NQI> gewann 1,37 Prozent auf 4745,68 Punkte.

Vor dem Wochenende hatte sich Eric Rosengren, Vorsitzender der regionalen Notenbank von Boston, gegen eine zu lang anhaltende lockere Geldpolitik ausgesprochen. Denn ansonsten drohe die amerikanische Wirtschaft zu überhitzen. Das hatte dem Dow Jones den größten Tagesverlust seit dem Brexit-Votum Ende Juni eingebrockt.

Am Montag mahnte zunächst Dennis Lockhart, als Vorsitzender der regionalen Notenbank von Atlanta ein weiterer ranghoher Notenbanker, eine "lebhafte" Debatte über eine zeitnahe Zinsanhebung an. Allerdings hat er - anders als Rosengren und Brainard - derzeit kein Stimmrecht im geldpolitischen Fed-Ausschuss FOMC, der kommende Woche über die weitere Geldpolitik entscheidet. Eine Zinserhöhung würde die Attraktivität von Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren schmälern.

Unter den Einzelwerten zeigten sich die Aktien des Industriegase-Herstellers Praxair <PX.NYS> <PXR.FSE> wenig geschockt von den gescheiterten Fusionsgesprächen mit Linde <LIN.ETR>: Sie gewannen 0,89 Prozent, wogegen die Titel des deutschen Konkurrenten sieben Prozent eingebüßt hatten. Die Chefetagen beider Unternehmen seien sich vor allem bei der Wahl des Firmensitzes und der Struktur des fusionierten Unternehmens uneinig gewesen, verlautete über die Gespräche der vergangenen Wochen.

Beim Computerkonzern HP <HPQ.NYS> konnten sich die Anleger nach der Bekanntgabe von Zukaufplänen über ein Kursplus von 2,13 Prozent freuen. HP will mit der Übernahme des Drucker-Geschäfts von Samsung <SMSN.SQ1> <SSU.FSE> für gut eine Milliarde US-Dollar den Markt für Kopiergeräte umkrempeln. Durch die Kombination mit Samsungs Technologien komme man in eine bessere Position, um Kopierer durch Multifunktionsdrucker zu ersetzen, teilte HP mit. gl he

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