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Aktien New York: Dow gibt moderate Erholungsgewinne ab

14.09.2016 | 20:11

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street ist am Mittwoch die vorsichtige Erholung vom jüngsten Kursrutsch ins Stocken geraten. Die anhaltende Ungewissheit über die weitere geldpolitische Entwicklung in den USA hat die Anleger weiter fest im Griff. Dazu kommt die die steigende Unruhe vor den nahenden amerikanischen Präsidentschaftswahlen.

Zuletzt notierte der Leitindex Dow Jones Industrial <DJI.DJI> prozentual unverändert bei 18 067,37 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index <INX.SPI> behauptete ein Plus von 0,08 Prozent auf 2128,81 Zähler und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 <NDX.X.NQI> gewann deutlichere 0,57 Prozent auf 4749,72 Punkte.

In der kommenden Woche entscheidet die US-Notenbank Fed, ob sie mit einer Leitzinsanhebung die im vergangenen Dezember eingeleitete Zinswende fortsetzt. Zuletzt hatten mehrere amerikanische Notenbanker mit widersprüchlichen Aussagen für Kurskapriolen an der Wall Street gesorgt. Höhere Zinsen würden zwar eine optimistische Konjunktureinschätzung der Währungshüter zum Ausdruck bringen, aber auch die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren schmälern.

Derweil verwies ein Aktienstratege auf eine Umfrage, der zufolge der umstrittene republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump im US-Bundesstaat Ohio vor seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton liege. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg hat Ohio seit den Wahlen 1964 immer für den letztlich siegreichen Kandidaten gestimmt. "Ein Erfolg Trumps wäre eine Überraschung und weder für die Finanzmärkte noch für die Wirtschaft gut", warnte der Experte.

Aus Unternehmenssicht stand die von Monsanto <MON.NYS> <MOO.ETR> akzeptierte neue Übernahmeofferte von Bayer <BAYN.ETR> im Fokus. Der deutsche Chemiekonzern konnte die Führung des US-Gentechnikkonzerns mit den zuletzt gebotenen rund 128 US-Dollar je Aktie endlich überzeugen. Der Kaufpreis beläuft sich damit auf gut 66 Milliarden Dollar. Dem Deal müssen noch die Monsanto-Aktionäre und vor allem die zuständigen Kartellbehörden zustimmen.

Viele Anleger trauen dem Braten aber offenbar noch nicht so richtig. Denn die Monsanto-Papiere blieben mit einem Plus von 1,09 Prozent auf 107,26 Dollar weiter deutlich unter dem Bayer-Angebot. Vor allem die wettbewerbsrechtlichen Hürden scheinen Börsianern eine Spekulation auf ein Scheitern des Geschäfts wert zu sein.

Mehr Grund zur Freude hatten die Anteilseigner von Herbalife <HLF.NYS>: Die Aktien des Herstellers von Diätprodukten und Nahrungsmittel-Ergänzungsmitteln zogen dank Übernahmefantasien um 3,84 Prozent an. Auslöser war ein Ersuchen des US-Milliardärs Carl Icahn bei der US-Bundesbehörde Federal Trade Commission, sich mit bis zu 50 Prozent an dem Unternehmen beteiligen zu dürfen. Der streitbare Investor ist nach umfangreichen Käufen in den vergangenen Wochen bereits der größte Aktionär bei Herbalife.

Die Aktien von Apple <AAPL.NAS> <APC.ETR> stiegen zeitweise bis auf 113,03 US-Dollar, was den höchsten Stand seit Dezember bedeutete. Zuletzt betrug das Plus indes nur noch 3,45 Prozent auf 111,67 Dollar, was aber für den Spitzenplatz im Dow reichte. Am Dienstag hatte eine Mitteilung des Mobilfunkanbieters T-Mobile US <TMUS.NAS> über rekordhohe Vorbestellungen für das neue iPhone 7 für Auftrieb gesorgt. Konkurrent Verizon Communications <VZ.NYS> <BAC.ETR> sprach nun aber lediglich von Bestellungen im gewohnten Rahmen.

Ford-Papiere <F.NYS> <FMC1.FSE> büßten 1,70 Prozent ein. Der amerikanische Autobauer will stärker in Elektroautos investieren und nimmt dafür im kommenden Jahr bewusst einen Gewinnrückgang in Kauf. Ford plant bis 2020 die Markteinführung von insgesamt 13 neuen Elektromodellen - das sei fast die Hälfte der Modellpalette, teilte der Konzern mit. Das wollen sich die Amerikaner 4,5 Milliarden Dollar kosten lassen. gl he

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