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Aktien Frankfurt: Nervenzehrender Griechenland-Poker drückt Dax nach unten

12.06.2015 | 14:58

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Hin und Her im griechischen Schuldendrama hat den Dax <DAX.ETR> am Freitagnachmittag deutlich nach unten gedrückt. Der Leitindex büßte zwischenzeitlich sogar seinen gesamten bisherigen Wochengewinn ein und fiel zuletzt zuletzt um 0,94 Prozent auf 11 225,78 Punkte. Gegen Mittag war das Börsenbarometer noch kurz ins Plus gedreht, nachdem sich neue Hoffnungen auf eine Lösung der Krise breit gemacht hatten.

Für den Index der mittelgroßen Werte MDax <MDAX.ETR> ging es zuletzt um 1,04 Prozent auf 20 032,00 Punkte nach unten und der TecDax <TDXP.ETR> der Technologiewerte fiel um 1,01 Prozent auf 1661,87 Punkte. Der EuroStoxx 50 <SX5E.DJX> als Leitindex der Eurozone büßte 1,15 Prozent ein.

BERLIN: ERNSTHAFTES STATEMENT DES IWF

Die Regierung in Athen ist zwar bereit, die Unterredungen mit den internationalen Gläubigern zu intensivieren, damit es bald zu einem Abkommen kommt. Renten- und Lohnkürzungen jedoch werde Griechenland nicht akzeptieren, verlautete aus Kreisen der Regierung.

Das Finanzministerium in Berlin rief die Regierung in Athen indes dazu auf, eine Einigung mit den Geldgebern möglich zu machen. Sprecher Martin Jäger sagte, die Tatsache, dass das Team des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Vortag die Verhandlungen mit der griechischen Regierung in Brüssel verlassen habe, sei nicht als Abbruch der Gespräche wahrgenommen worden, wohl aber als ernstes Statement.

ANALYST: EUROPÄER NICHT ZU ZUGESTÄNDNISSEN BEREIT

Die EU-Kommission, die Europäische Zentralbank und der IWF verhandeln mit Athen über ein verbindliches Reformprogramm. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass Griechenland bisher blockierte Hilfsgelder in Höhe von 7,2 Milliarden Euro erhalten kann, um es vor der Pleite zu retten.

Nach Auffassung des Analysten Heino Ruland von Ruland Research sind die Europäer aktuell wohl nicht zu weiteren Zugeständnissen an Athen bereit. Die Investoren wollten in dieser Gemengelage vor dem Wochenende keine größeren Risiken eingehen und hätten deshalb zuletzt einen Teil ihrer Gelder in den als sicher geltenden Rentenmarkt umgeschichtet.

BMW LEIDEN UNTER ABSATZZAHLEN

Nachdem hierzulande in den vergangenen Tagen vor allem Nebenwerte kräftige Ausschläge verbucht hatten, richtete sich die Aufmerksamkeit der Anleger nun wieder verstärkt auf Aktien aus der ersten Börsenliga: So schlugen sich die Papiere der Deutschen Telekom <DTE.ETR> mit minus 0,16 Prozent besser als der Gesamtmarkt. Der US-Satellitenfernsehanbieter Dish <DISH.NAS> feilt laut einem Bericht des "Wall Street Journal" weiter an einem möglichen Gebot für die Telekom-Tochter <DTE.ETR> T-Mobile US <TMUS.NYS>.

Auch Autowerte standen im Blick. Während die Aktien von Daimler <DAI.ETR> dank eines positiv aufgenommenen Kapitalmarkttages lediglich auf der Stelle traten, fielen die Anteilsscheine von BMW <BMW.ETR> um 0,59 Prozent. Die Münchener bleiben beim Absatzwachstum in diesem Jahr weiter deutlich hinter dem Erzrivalen aus Stuttgart zurück.

GERRY WEBER NACH ZAHLEN AM MDAX-ENDE

Die zuletzt in Turbulenzen geratenen Aktien von Gerry Weber <GWI1.ETR> gerieten nach der Bekanntgabe endgültiger Geschäftszahlen weiter unter Druck. Zuletzt stand am MDax-Ende ein Verlust von 4,87 Prozent auf 20,50 Euro. Der Modekonzern musste im ersten Geschäftshalbjahr trotz eines Umsatzanstiegs ein rückläufiges operatives Ergebnis hinnehmen. Die endgültigen Zahlen bestätigten die zuvor veröffentlichten Daten für das erste Halbjahr und auch den enttäuschenden Ausblick des Konzerns, fasste Analyst Volker Bosse von der Baader Bank zusammen. la das

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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