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Aktien Frankfurt: Griechisches Schuldendrama lässt Dax einknicken

09.06.2015 | 12:08

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DAX.ETR> ist am Dienstag erstmals seit Mitte Februar unter die Marke von 11 000 Punkten gerutscht. Bis zum Mittag fiel der Leitindex um 1,53 Prozent auf 10 895,75 Punkte. Mit seiner dritten Verlustwoche in Folge sank das Kursbarometer inzwischen um insgesamt rund 8 Prozent. "Der Markt ist hypernervös", sagte ein Börsianer. Verantwortlich seien die nervenzehrende Hängepartie um die Schuldentilgung Griechenlands und hohe Schwankungen an den Anleihen- und Devisenmärkten.

Für den Index der mittelgroßen Werte MDax <MDAX.ETR> ging es zuletzt um 1,15 Prozent auf 19 554,59 Punkte nach unten und der TecDax <TDXP.ETR> büßte 2,46 Prozent auf 1619,59 Punkte ein. Der EuroStoxx 50 <SX5E.DJX> als Leitindex der Eurozone verlor 1,52 Prozent.

VERLUSTE AUCH IN ÜBERSEE

Als weitere Belastung kam hinzu, dass auch die Aktienmärkte in Asien und den USA inzwischen den Rückwärtsgang eingelegt haben. Sorgen vor Zinserhöhungen und das griechische Schuldendrama belasteten die internationalen Börsen, schrieb Investmentanalystin Antje Laschewski von der Landesbank Baden-Württemberg. Am Montag bereits hatte die Europäische Zentralbank (EZB) vor einer weiteren Hängepartie bei der Rettung des Landes gewarnt. "Je länger es dauert, desto teurer wird auch die Rettung werden", sagte EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch.

Am Dienstag nun hat zwar das von der Pleite bedrohte Griechenland neue Vorschläge zur Beilegung des Schuldenstreits vorgelegt. Wie der Deutschen Presseagentur aus EU-Kreisen betätigt wurde, werden sie derzeit von den internationalen Geldgebern geprüft. Doch der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras sorgt weiter für Unruhe: Sollte sein Land die Eurozone verlassen müssen, könnten Spanien oder Italien dieses Schicksal teilen, sagte der Politiker in einem Interview der italienischen Zeitung "Corriere della Sera". In der Folge könnte dies zum Zusammenbruch der Währungsunion führen.

DEUTSCHE BANK AM DAX-ENDE

Deutsche-Bank-Papiere <DBK.ETR> büßten am Dax-Ende rund 3 Prozent ein, nachdem sie am Montag noch mit einem Plus von 3,57 Prozent auf den Chefwechsel bei dem Finanzinstitut reagiert hatten. Für Verunsicherung sorgten Durchsuchungen im Geldhaus. Zu den konkreten Vorwürfen wollte sich die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt zunächst nicht äußern. Ein Sprecher der Bank sprach von der Suche nach Beweismitteln im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Kunden; dabei gehe es um bestimmte Wertpapiertransaktionen.

Die Aktien der Deutschen Telekom <DTE.ETR> fielen um knapp 3 Prozent. Zwischenzeitlich waren sie sogar auf den tiefsten Stand seit Januar abgesackt. Neben dem belastenden Umfeld machten Börsianer dafür auch gedämpfte Fusionsspekulationen für das US-Mobilfunkgeschäft verantwortlich.

DEUTSCHE POST LEIDEN UNTER STREIK

Für die Anteilsscheine der Deutschen Post <DPW.ETR> ging es um rund 2 Prozent nach unten. Die Gewerkschaft Verdi setzte ihren unbefristeten Streik bei dem Logistikkonzern fort. Seit Montagnachmittag sind Beschäftigte in den Briefverteilzentren bundesweit im Ausstand.

Neue Hoffnung für einen schon aufgegebenen Wirkstoffkandidaten hingegen schob die Aktien von Morphosys <MOR.ETR> um 0,47 Prozent auf 63,91 Euro an. Damit waren die Papiere der einzige Gewinner im TecDax. Der Schweizer Partner Roche <ROG.VTX> <RHO5.FSE> erwägt neue Tests mit dem Antikörper Gantenerumab bei Alzheimer-Patienten. Im Dezember hatte Roche die Entwicklung nach enttäuschenden Ergebnissen in einer späten Testphase zunächst eingestellt. la das

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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