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Aktien Frankfurt: Dax legt wieder Vorwärtsgang ein

01.09.2016 | 12:10

FRANKFURT (dpa-AFX) - Zum Start in den neuen Börsenmonat ist in den deutschen Aktienmarkt wieder etwas Schwung gekommen. Nach dem Knick zur Wochenmitte stand der Dax <DAX.ETR> am Donnerstagmittag um 0,39 Prozent höher bei 10 633,82 Punkten. Für Auftrieb sorgte laut Börsianern zuletzt der schwache Euro, womit sich die Aussichten deutscher Exporteure außerhalb der Eurozone verbessern.

Angesichts der Spekulationen über eine mögliche Zinsanhebung in den USA ist die Handelswoche für den deutschen Leitindex mit sich abwechselnden Gewinn- und Verlusttagen aber bisher recht holperig verlaufen.

Der MDax <MDAX.ETR> der mittelgroßen Unternehmen stieg zuletzt um 0,83 Prozent auf 21 575,55 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax <TDXP.ETR> rückte um 0,57 Prozent auf 1737,25 Zähler vor. Auch an Europas Börsen ging es aufwärts: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <SX5E.DJX> kletterte um 0,74 Prozent auf 3045,60 Punkte.

ANLEGER WARTEN WEITER AUF US-ARBEITSMARKTBERICHT

Die Anleger warten derweil weiterhin mit Spannung auf den US-Arbeitsmarktbericht am morgigen Freitag. Diesem kommt große Bedeutung zu, da die US-Notenbank ihr weiteres Handeln vom Gesundheitszustand der US-Wirtschaft und ausdrücklich von der Entwicklung des Arbeitsmarktes abhängig macht.

Am Donnerstag standen zunächst rund um den Globus Einkaufsmangerindizes für das Verarbeitende Gewerbe im Mittelpunkt. Die Daten für die Eurozone fielen einen Hauch schlechter aus als gedacht. Mit den gedämpften Wachstumsaussichten blieben damit die Argumente für eine ultra-lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) erhalten, schrieb Helaba-Experte Ulrich Wortberg.

BANK-AKTIEN ZIEHEN WEITER AN

Wegen des schwachen Euro waren europaweit Autowerte gefragt, und auch Finanzwerte setzten angetrieben von der Hoffnung auf eine Zinserhöhung in den USA ihren zuletzt guten Lauf fort.

Spitzenreiter im Index waren wie schon am Vortag Aktien von Commerzbank <CBK.ETR> und Deutsche Bank <DBK.ETR>. Sie rückten zuletzt um rund 4 beziehungsweise 3 Prozent vor. Zur Wochenmitte hatten Fusionsfantasien die Kurse beider Institute angeschoben, im bisherigen Jahresverlauf sind beide Papiere aber mit Abstand größte Dax-Verlierer.

Papiere des Auto-Zulieferers Continental <CON.ETR> belegten im Dax mit mehr als 2 Prozent Gewinn ebenfalls einen der vorderen Ränge, auch die Anteilsscheine an den Autobauern BMW <BMW.ETR>, Volkswagen <VOW3.ETR> und Daimler <DAI.ETR> verteuerten sich teils um mehr als eineinhalb Prozent.

BEIERSDORF <BEI.ETR> NACH VERKAUFSEMPFEHLUNGEN AM DAX-ENDE

Gleich zwei frische Verkaufsempfehlungen der US-Banken Citigroup <C.NYS> <TRVC.FSE> und JPMorgan <JPM.NYS> <CMC.ETR> sägten am Beiersdorf-Kurs <BEI.ETR>: Die Papiere des Kosmetikkonzerns verloren am Dax-Ende mehr als 1 Prozent.

Expertenmeinungen bewegten auch in den übrigen Indizes: Lanxess <LXS.ETR>-Papiere <LXS.ETR> etwa erreichten zeitweise ein neues Jahreshoch bei 49,015 Euro, nachdem die Analysten der Schweizer Bank UBS <UBRA.ETR> <UBSN.VTX> ihr Kursziel für die Aktien des Spezialchemiekonzerns auf 53 Euro angehoben hatten. Zuletzt betrug das Kursplus noch mehr als 2 Prozent.

WANDELANLEIHE BELASTET KLÖCKNER & CO

Die Ankündigung einer Wandelanleihe über 150 Millionen Euro ließ die im Kleinwerteindex SDax <SDXP.ETR> notierten Anteilsscheine des Stahlhändlers Klöckner & Co <KCO.ETR> um mehr als achteinhalb Prozent einbrechen. tav

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---

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