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Aktien Frankfurt: Dax bleibt im Aufwind - Notenbanken geben Takt vor

21.09.2016 | 12:11

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt herrscht weiter Erleichterung über die anhaltend lockere Geldpolitik in Japan. Der Leitindex Dax <DAX.ETR> behauptete bis zum Mittag seine soliden Gewinne und stand zuletzt 1,05 Prozent höher bei 10 503,45 Punkten. Nach der schwachen Vorwoche ist das wichtigste deutsche Börsenbarometer damit seit Wochenbeginn wieder im Erholungsmodus. Am Markt richten sich die Blicke nun auf die Leitzinsentscheidung in den USA, die allerdings erst nach Handelsschluss in Deutschland erfolgt.

Klare Gewinne verbuchte auch der breitere deutsche Markt: Der MDax <MDAX.ETR> der mittelgroßen deutschen Unternehmen rückte zuletzt um 0,66 Prozent auf 21 372.48 Punkte vor. Der Technologiewerte-Index TecDax <TDXP.ETR> stieg um 0,48 Prozent auf 1782,09 Zähler. Auch europaweit zeigten sich die Investoren erfreut: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <SX5E.DJX> kletterte um 1,18 Prozent auf 2999,97 Punkte.

GELDPOLITIK DER BANK OF JAPAN WEITER LOCKER - WAS MACHT DIE FED?

Die japanische Notenbank (BoJ) hält sich angesichts der schleppenden Wirtschaftsentwicklung die Option auf eine zusätzliche Ausweitung der Geldflut offen. Mit neuen Regeln haben sich die Währungshüter erst einmal mehr Spielraum für die weitere Ankurbelung der Wirtschaft verschafft.

Nach Einschätzung von Konstantin Oldenburger von CMC Markets lieferten die japanischen Währungshüter den Märkten genau das, was sie hören wollten: "Der Negativzins von 0,1 Prozent bleibt zwar bestehen, aber die japanischen Geldpolitiker wollen ihr Augenmerk nun verstärkt auf eine steilere Zinskurve legen. Die kurzfristigen Zinsen sollen runter, die Zinsen am langen Ende um die Nullmarke stabilisiert werden." Dies habe vor allem die Banken beflügelt, die davon am meisten profitieren würden, so Oldenburger.

Mit Spannung wird nun die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed um 20 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit erwartet. Nach Einschätzung der meisten Experten dürften die Währungshüter nach zuletzt schlecht ausgefallenen Konjunkturdaten wohl erneut auf eine Leitzinsanhebung verzichten. Damit bliebe es beim aktuell niedrigen Niveau von 0,25 bis 0,50 Prozent. Dirk Gojny von der National-Bank vermutet, dass Fed-Chefin Janet Yellen die Märkte nun auf eine Zinserhöhung im Dezember einstimmen dürfte.

BANKEN UND VERSICHERER GEFRAGT

Wie zuvor bereits an der japanischen Börse waren auf Unternehmensseite europaweit vor allem die Papiere von Banken und Versicherern gefragt. Die Geldinstitute profitierten davon, dass die Bank of Japan keinen höheren Strafzins auf Einlagen der Geldinstitute nimmt.

Spitzenreiter im Dax waren die Commerzbank <CBK.ETR>-Papiere mit annähernd zweieinhalb Prozent Kursplus. Auch die Papiere der Aareal Bank <ARL.ETR> und Deutsche Pfandbriefbank <PBB.ETR> im MDax rückten vor. Einzig die wegen Sorgen um die Kapitalausstattung zuletzt gebeutelte Aktie der Deutschen Bank <DBK.ETR> fand keine klare Richtung und pendelte zwischen Gewinnen und Verlusten.

JENOPTIK-CHEF GEHT - AKTIE BRICHT EIN

Besonders starke Kursbewegungen verzeichneten vor allem Papiere aus dem TecDax: Der Rückzug von Jenoptik-Vorstandschef <JEN.ETR> Michael Mertin zum kommenden Jahr wurde am Markt als großer Verlust für das Technologieunternehmen gewertet. Die Baader Bank strich deswegen ihre Kaufempfehlung für die Papiere. Das belastete die Aktien schwer: Der Kurs rauschte um mehr als 4 Prozent in die Tiefe.

Den Spitzenplatz im Technologiewerteindex belegten Anteilsscheine von Telefonica Deutschland <O2D.ETR> mit knapp 5 Prozent Kurszuwachs. Bei den Investoren kamen die neuen Tarife des Mobilfunkers gut an. Commerzbank-Analystin Heike Pauls lobte die lange erwarteten Preissteigerungen. tav fbr

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