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Aktien Frankfurt Ausblick: Ernüchterung nach EZB-Enttäuschung

09.09.2016 | 08:20

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den aus Anlegersicht enttäuschenden geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Vortag dürfte der deutsche Aktienmarkt mit einem negativen Unterton in den Handel am Freitag starten. Schwächere US-Indexterminkontrakte seit dem Xetra-Schluss könnten dabei etwas belasten. Von den asiatischen Börsen kommen uneinheitliche Signale.

Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte am Morgen ein Minus von 0,17 Prozent auf 10 657 Punkte. Damit läuft es für den deutschen Leitindex auf eine nahezu neutrale Wochenbilanz hinaus. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <SX5E.DJX> deutete sich am Freitag ein um 0,03 Prozent höherer Auftakt an.

Am Donnerstag war der Dax <DAX.ETR> mit 10 780 Punkten bis auf 22 Zähler an das bisherige Jahreshoch herangerückt, um dann zeitweise bis auf 10 570 Punkte einzuknicken. Letztlich konnte der Markt jedoch einen Großteil seiner Enttäuschung darüber recht schnell verdauen, dass die Notenbanker anders als erwartet ihre Geldpolitik nicht noch weiter gelockert haben. So blieb ein Minus von rund einem Dreiviertelprozent auf 10 675 Punkte.

SCHAEFFLER VORBÖRSLICH HOCH - SCHNELLER SCHULDENABBAU

Schaeffler <SHA.ETR> kommt beim Schuldenabbau besser voran als zunächst gedacht. Wie der Automobilzulieferer mitteilte, zahlt die IHO Holding, eine Gruppe von Holding-Gesellschaften, die indirekt der Familie Schaeffler gehören, nun doch das komplette offene Darlehen über 1,674 Milliarden Euro zurück. Am Mittwoch war zunächst von 674 Millionen Euro die Rede gewesen. Die Schulden von Schaeffler reduzieren sich somit auf 3,2 Milliarden Euro. Im vorbörslichen Handel beim Broker Lang & Schwarz (L&S) gewannen die Schaeffler-Aktien 1,16 Prozent und waren damit zunächst Top-Wert im MDax.

Die Bayer-Papiere <BAYN.ETR> zeigten sich mit einem vorbörslichen Minus von 0,19 Prozent ziemlich unbeeindruckt von Medienmeldungen über mögliche Zu- und Verkäufe. Wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete, prüft der Pharma- und Chemiekonzern den Verkauf seines Dermatologie-Geschäfts im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro. Zudem soll es schnelle Fortschritte bei den Übernahmeverhandlungen mit dem umstrittenen US-Gentechnikanbieter Monsanto <MON.NYS> geben. Dabei scheine alles auf einen Kaufpreis von 130 US-Dollar je Monsanto-Aktie hinauszulaufen. Erst Anfang der Woche hatte Bayer sein Kaufgebot von 125 auf 127,50 Dollar aufgestockt. edh fbr

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