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Aktien Europa: 'Grexit'-Sorgen schrecken Investoren erneut ab

12.06.2015 | 11:41

PARIS LONDON (dpa-AFX) - Die weiterhin offene Frage über den Verbleib Griechenlands in der Eurozone hat am Freitag die Anleger an den europäischen Börsen erneut verunsichert. Nach zwei Tagen mit teilweise neuen Hoffnungen und folglich kräftigen Gewinnen erscheint nun wiederum der "Grexit" möglich, also der Austritt Griechenlands aus der Eurozone.

Der EuroStoxx-50-Index <SX5E.DJX> verlor späten Vormittag 0,53 Prozent auf 3533,00 Punkte, was im Wochenverlauf ein kleines Plus von 0,4 Prozent bedeuten würde. Die schwächer als erwartet ausgefallenen Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone im April lieferten laut Börsianern keine größeren Überraschungen und daher auch kaum Impulse.

Der Pariser Leitindex CAC 40 <PCAC.PSE> sank zuletzt um 0,49 Prozent auf 4947,09 Zähler. Der FTSE-100-Index <UKX.ISE> gab in London um 0,56 Prozent auf 6808,72 Punkte nach. In Athen ging der Leitindex Athex Composite wieder auf Talfahrt und büßte 3,66 Prozent ein.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, bereitet sich Berlin auf eine Staatspleite Griechenlands vor. Es gebe konkrete Beratungen, was im Falle einer Pleite zu tun sei, hieß es in dem Artikel unter Berufung auf mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen. Laut Marktanalyst Andreas Paciorek von CMC Markets überrascht das keinesfalls, "animiert aber auch nicht zu Aktienkäufen". Auch in den kommenden Tagen dürften die Märkte auf jede Äußerung zu Griechenland empfindlich reagieren, erklärte er.

Zu den Industriedaten nahm Volkswirtin Jessica Hinds von Capital Economics Stellung. Dass die Produktion mit einem Plus von nur 0,1 Prozent zum Vormonat schwächer als erwartet gestiegen sei, füge sich nahtlos ein in die Beweislage, dass sich die Erholung der Eurozone im zweiten Quartal verlangsamt haben dürfte, schrieb sie.

Unter den einzelnen Branchen war die der Chemieunternehmen europaweit am schwächsten mit minus 0,80 Prozent, während die Telekombranche mit einem kleinen Plus von 0,31 Prozent der Favorit unter den Anlegern war.

Unternehmensnachrichten waren rar. In der Schweiz stellte der Pharmakonzern Novartis <NOT.FSE> <NOVN.VTX> zum Jahreskongress der Dermatologen in Vancouver neue Daten zum Medikament Xolair vor. Eine neue Untersuchung belege, dass die Behandlung von chronischer spontaner Urtikaria (CSU, Nesselsucht) mit dem Medikament bei 78 Prozent zu einer Verbesserung der Lebensqualität führe, hieß es. Die Aktien reagierten mit nur wenig mit einem Abschlag von 0,10 Prozent.

In Paris richtete sich die Aufmerksamkeit unter anderem auf das Industrieunternehmen Alstom <PALO.PSE> <AOM.FSE>, dessen Aktien um 0,76 Prozent zulegten. Die Schweizer Großbank UBS rechnet im Falle einer Übernahme des Energiegeschäfts durch den US-Konkurrenten General Electric (GE) nicht mit wettbewerbsrechtlichen Problemen und auch Goldman Sachs geht davon aus, dass GE das Energiegeschäft wird übernehmen können. ck das

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