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Aktien Asien: Zumeist Gewinne vor US-Jobdaten - Chinas Festlandbörsen im Minus

01.09.2016 | 09:50

TOKIO HONGKONG SHANGHAI SYDNEY MUMBAI (dpa-AFX) - Die Anleger an den asiatischen Börsen blicken weiter gebannt auf den am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht. Die Investoren erhoffen sich von den Jobdaten Hinweise darauf, wann die Notenbank der USA den Leitzins ein weiteres Mal anhebt. Gemischt ausgefallene Frühindikatoren aus China konnten deshalb keine großen neuen Impulse setzen, so dass sich die Kursbewegungen am Donnerstag in Grenzen hielten. Der japanlastige Sammelindex Stoxx 600 Asia Pacific legte zuletzt um 0,44 Prozent auf 166,28 Punkte zu.

In China fanden die Börsen keine gemeinsame Richtung. So beendete der CSI-300-Index, der die Entwicklung der 300 größten Aktienwerte der Festlandbörsen abbildet, den Tag mit einem Minus von 0,79 Prozent auf 3301,58 Punkte.

Börsianer begründeten dies mit der Sorge vor bald steigenden Zinsen in den USA. Chinesische Unternehmen haben in den letzten Jahren einen gehörigen Teil Schulden in Fremdwährungen wie den US-Dollar aufgenommen, weil sie von einer kontinuierlichen Aufwertung der Landeswährung Yuan ausgegangen waren. Sollte nun jedoch der Dollar weiter im Wert steigen, würde sich der Schuldendienst verteuern. Zudem dürfte dann viel Kapital aus China in die Vereinigten Staaten abwandern.

Der länger gehandelte Hang-Seng-Index <HSI.X.HOX> dagegen knüpfte an seine deutlichen Kursgewinne im August an und stieg zuletzt um 0,76 Prozent auf 23 151,62 Punkte. In Hongkong profitierten unter anderem Finanzwerte von der international wieder aufgehellten Stimmung für die Branchenpapiere. So kletterten die Aktien der China Merchants Bank um 2,65 Prozent in die Höhe. Zwischenzeitlich hatten sie sogar den höchsten Stand seit November letzten Jahres erreicht.

Die Stimmung in der chinesischen Industrie ist gemischt. Zwei wichtige Frühindikatoren für die Konjunktur zeigten im August in entgegengesetzte Richtungen. Der offizielle Einkaufsmanagerindex des Statistikamtes im herstellenden Gewerbe, der stärker Staatsunternehmen verfolgt, kletterte unerwartet von 49,9 Punkten im Vormonat auf 50,4 Punkte.

Dagegen fiel der Index des Wirtschaftsmagazins "Caixin", der eher private und mittelständische Unternehmen erfasst, von 50,6 auf 50,0 Punkte und zeigte damit stagnierende Bedingungen. Der Ökonom Zhong Zhengsheng, Direktor der Forschungsgruppe CEBM, sagte: "Der Abwärtsdruck auf die chinesische Wirtschaft bleibt bestehen und die Unterstützung durch die Regierung zur Stabilisierung des Wachstums muss weitergehen."

Der japanische Leitindex Nikkei-225-Index <N225.FX1> baute sein zur Wochenmitte erzieltes Plus von rund 1 Prozent etwas aus und rückte um 0,23 Prozent auf 16 926,84 Punkte vor. Auch in Tokio gehörten Bankaktien zu den Gewinnern. Zudem profitierten die Papiere der Automobilhersteller Toyota <TYT.SQ1> <TOM.FSE> und Nissan <NJQ.SQ1> <NISA.FSE> von dem schwachen Yen, der Exporte in Länder außerhalb Japans erleichtern kann. Der Yen leidet unter dem starken Dollar, der von der Hoffnung auf eine baldige Leitzinserhöhung gestützt wird.

Beim australischen Leitindex ASX 200 <AOI.FX1> hingegen zeigt der kurzfristige Trend eher nach unten. Das Barometer ging 0,32 Prozent tiefer bei 5415,56 Punkten aus dem Handel. Analyst Mike van Dulken vom Handelshaus Accendo Markets verwies auf die starken Handelsbeziehungen zwischen Australien und China. Damit wirke sich der enttäuschende Index des Magazins "Caixin" auch etwas negativ auf die Börse in Sydney aus. Der Sensex-Index im indischen Mumbai stand zuletzt 0,04 Prozent im Plus bei 28 463,39 Zählern. la fbr

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