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Aktien Asien: Japans Börse profitiert vom schwachen Yen

24.08.2016 | 09:50

TOKIO HONGKONG SHANGHAI SYDNEY MUMBAI (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf weiterhin niedrige Zinsen hat Asiens Börsen am Mittwoch überwiegend gestützt. Vor allem in Tokio ging es mit den Kursen nach oben. Der japanlastige Sammelindex Stoxx 600 Asia Pacific legte um 0,46 Prozent auf 165,88 Punkte zu.

Nachdem am Dienstag Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten keinen klaren Trend gezeigt hatten, waren Börsianern zufolge Zweifel aufgekommen, ob die US-Notenbank Fed tatsächlich schon in September den Leitzins ein weiteres Mal anhebt. Höhere Zinsen in den USA dürften einen Teil der internationalen Kapitalströme aus den asiatischen Volkswirtschaften in die Vereinigten Staaten umlenken.

Darüber hinaus würde eine schärfere Gangart der US-Notenbank Investitionen verteuern und so das Wirtschaftswachstum gefährden. Insofern rechnen die meisten Experten damit, dass Fed-Chefin Janet Yellen am Freitag beim Währungshüter-Treffen in Jackson Hole weiter dem Trend der lockeren Geldpolitik folgen wird.

In Tokio schloss der Nikkei-225-Index <N225.FX1> mit einem Plus von 0,61 Prozent bei 16 597,30 Punkten. Insbesondere die Aktien stark exportorientierter Unternehmen wurden von dem schwachen Yen angetrieben, der Ausfuhren in andere Länder erleichtert.

So stiegen die Aktien des Autobauers Nissan <NJQ.SQ1> <NISA.FSE> um 2,72 Prozent. Für die Papiere des Branchenkollegen Honda <HNDA.SQ1> <HDM.FSE> ging es derweil lediglich um 0,75 Prozent nach oben. Hier hatte die Zeitung Nikkei berichtet, dass das Unternehmen im Oktober seine Produktionskapazitäten für die Herstellung von Hybridmotoren erhöhen werde.

In China hingegen überwogen die Verluste. So fiel der Hang-Seng-Index <HSI.X.HOX> in der Sonderverwaltungszone Hongkong, wo neben chinesischen auch ausländische Marktteilnehmer handeln dürfen, zuletzt um 1,24 Prozent auf 22 712,86 Punkte. Zu den größten Verlierern gehörten Aktien von Immobiliengesellschaften und Banken. Die Papiere könnten zuletzt zu heiß gelaufen sein, sagten Händler.

An den Handelsplätzen in Shanghai und Shenzhen fiel das Minus geringer aus: Der CSI-300-Index, der die Entwicklung der 300 größten Aktienwerte der chinesischen Festlandbörsen abbildet, schloss 0,36 Prozent tiefer bei 3329,86 Punkten.

In Australien baute der ASX-200-Index <AOI.FX1> seine Vortagesgewinne etwas aus und ging 0,14 Prozent höher bei 5561,67 Punkten aus dem Handel. In Sydney waren insbesondere Aktien aus der IT-Industrie gefragt, während Telekomwerte mit einem Minus von mehr als 3 Prozent abgestraft wurden. Der indische Sensex-Index bewegte sich im späten Geschäft mit minus 0,09 Prozent auf 27 964,87 Punkte kaum vom Fleck. la das

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