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Aktien Asien: Gemeinsame Richtung fehlt - Warten auf geldpolitische Impulse

08.09.2016 | 10:30

TOKIO HONGKONG SHANGHAI SYDNEY MUMBAI (dpa-AFX) - Asiens Börsen haben am Donnerstag keine gemeinsame Richtung gefunden. Dem Markt gehe der Schwung aus, kommentierte ein Aktienstratege die insgesamt lustlose Kursentwicklung. Die Anleger warteten offensichtlich auf die nächsten Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) oder der japanischen Notenbank zur Ankurbelung der Konjunktur.

Im weiteren Tagesverlauf steht die Zinssitzung der EZB an - Beobachter gehen davon aus, dass die Währungshüter das seit März 2015 laufende Anleihenkaufprogramm über den März 2017 hinaus verlängern könnten. Erst in knapp zwei Wochen treffen sich die Mitglieder der Bank of Japan sowie der US-Notenbank Fed, um über ihre weitere Geldpolitik zu entscheiden.

Der japanlastige Sammelindex Stoxx 600 Asia Pacific sank zuletzt um 0,30 Prozent auf 168,26 Punkte gewann. Der Nikkei-225-Index <N225.FX1> verabschiedete sich 0,32 Prozent schwächer bei 16 958,77 Punkten aus dem Handel.

Zu den Gewinnern in Japan gehörten Aktien aus dem Gesundheits- und Immobilienbereich, wogegen Versorger- und Telekommunikationstitel nachgaben. Nintendo-Papiere <NNT.SQ1> <NTO.FSE> sprangen um gut 13 Prozent hoch, nachdem der Spielespezialist mitgeteilt hatte, dass seine beliebte Videospielfigur "Mario" künftig auch auf Apples <AAPL.NAS> <APC.ETR> iPhone mit einer App verfügbar sein soll.

Für die Aktien von Dena ging es um über zehn Prozent hoch. Der Spezialist für mobile Dienstleistungen unterstützt Nintendo bei der Entwicklung seiner Smartphone-Variante von "Mario".

An den chinesischen Märkten fiel die Kursentwicklung uneinheitlich aus: Der CSI-300-Index, der die Entwicklung der 300 größten Aktienwerte der Festlandbörsen abbildet, gab um 0,04 Prozent auf 3339,56 Zähler nach. Derweil stieg der Hang-Seng-Index <HSI.X.HOX> in Hongkong, wo auch ausländische Anleger uneingeschränkt handeln können, um 0,62 Prozent auf 23 889,02 Punkte und blieb damit auf dem höchsten Niveau seit über einem Jahr.

Ein Anlageexperte machte die häufigen politischen Interventionen, welche zu heftige Marktbewegungen verhindern sollten, für die seit längerem verhaltene Kursentwicklung an Chinas Festlandsbörsen verantwortlich. Zum Jahresbeginn hatte deren Berg- und Talfahrt für Verwerfungen an den Finanzmärkten weltweit gesorgt.

Der Sensex-Index im indischen Mumbai, der zuletzt das höchste Niveau seit Frühjahr 2015 erreicht hatte, kletterte am Donnerstag um weitere 0,17 Prozent auf 28 975,86 Punkte. Dagegen sank der australische Leitindex ASX 200 <AOI.FX1> um 0,71 Prozent auf 5385,75 Punkte. gl fbr

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