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Warnung vor 'atomarem Entsorgungs-Gau'

20.11.2014 | 14:27

BERLIN (dpa-AFX) - Wegen einer größeren Abfallmenge als erwartet und vieler beschädigter Atommüll-Fässer warnt die Deutsche Umweltstiftung vor einem "atomaren Entsorgungs-Gau". Das bisherige Entsorgungskonzept habe auf drei Standorten beruht: dem früheren Bergwerk Asse, Schacht Konrad und Gorleben. "Nun erleben wir, wie alle drei Standorte wegbrechen", erklärte der Vorsitzende Jörg Sommer am Donnerstag. Er forderte ein neues Entsorgungskonzept. Hinter der Umweltstiftung, die 1982 gegründet wurde, stehen rund 2170 Stifter.

Die Asse bei Wolfenbüttel sei in den 70er Jahren mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall gefüllt worden. "Die Asse ist abgesoffen, und wir müssen Milliarden investieren, um den Müll dort wieder zu bergen - wissen aber nicht, wohin damit", sagte Sommer. Schacht Konrad (ebenfalls Niedersachsen) solle das Endlager für diese Abfälle werden. Es gebe dort aber weder Kapazitäten noch Genehmigungen für die nötigen Mengen.

Gorleben sei als Endlager für hoch radioaktiven Müll geplant gewesen, aber technisch ungeeignet und politisch verbrannt. Ein Endlager müsse hierfür erst gesucht werden und gehe nicht vor 2050 in Betrieb, erläuterte Sommer, der auch Mitglied in der Endlagerkommission ist, die bis 2016 Kriterien für die bundesweite Suche erarbeiten soll. Verschärfend komme hinzu, dass an Zwischenlagerstandorten Behälter verrotten, die nicht für diese langen Standzeiten konzipiert seien.

Schacht Konrad wird frühestens 2022 betriebsbereit sein. Das Endlager ist für 303 000 Kubikmeter genehmigt, die Menge an schwach- und mittelradioaktiven Abfällen könnte aber bis zu 600 000 Kubikmeter betragen.

Nur ein Bruchteil des Atommülls in Deutschland ist bisher fachgerecht für eine Endlagerung verpackt. Wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, gibt es für Schacht Konrad bisher 3000 Kubikmeter für die Einlagerung zugelassene Abfälle. Gemessen an der Gesamtmenge, für die Konrad konzipiert ist, wäre derzeit nur ein Prozent so verpackt, dass der Abfall dorthin kommen könnte. ir DP zb

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