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Aktien Frankfurt: Japanische Rezession belastet den Dax

17.11.2014 | 12:02

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der überraschende Rutsch Japans in die Rezession hat am Montag auch auf die Stimmung am deutschen Aktienmarkt gedrückt. Der Dax <DAX.ETR> erholte sich bis zum Mittag jedoch von seinem ersten Schock und lag noch um 0,28 Prozent tiefer bei 9227,36 Punkten.

Der MDax <MDAX.ETR> der mittelgroßen Unternehmen verlor am Montag 0,31 Prozent auf 16 240,43 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax <TDXP.ETR> ein Plus 0,38 Prozent auf 1268,50 Punkte schaffte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <SX5E.DJX> wiederum gab um 0,28 Prozent nach.

Dass Japans Wirtschaft im zweiten Quartal des laufenden Fiskaljahres überraschend geschrumpft war, hatte den Nikkei-225-Index <N225.FX1> um knapp 3 Prozent nach unten gedrückt. Die Auswirkungen der Steueranhebung im April seien größer als gedacht, erklärte der Minister für Wirtschafts- und Fiskalpolitik, Akira Amari. Die private Nachfrage, die in Japan zu rund 60 Prozent zur Wirtschaftsleistung des Landes beiträgt, habe sich nicht so erholt wie erwartet.

STARRE FRONTEN ZWISCHEN DEM WESTEN UND RUSSLAND

Japans Konjunkturdaten gäben die Richtung für den deutschen Aktienmarkt vor, schrieb Investmentanalyst Wolfgang Albrecht von der Landesbank Baden-Württemberg. Albrecht zufolge dürften zudem die am Wochenende deutlich gewordenen starren Fronten zwischen dem Westen und Russland so manchen Börsianer nachdenklich stimmen. Die Ukraine-Krise war großes Thema auf dem G20-Gipfel der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer.

Neue Impulse für den Markt sollten am Nachmittag von einigen US-Konjunkturdaten kommen: Dem Empire State Index, der die Stimmung in der Industrie des US-Bundesstaats New York misst, sowie der Industrieproduktion und der Kapazitätsauslastung. Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG verwies zudem auf eine ebenfalls am Nachmittag anstehende Rede von EZB-Präsidenten Mario Draghi vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments.

KOOPERATION BEFLÜGELT MERCK

Unternehmensnachrichten dagegen waren zum Wochenstart dünn gesät. Die Aktien der Merck KGaA <MRK.ETR> sprangen mit plus 2,49 Prozent an die Dax-Spitze - bei 77,66 Euro hatten sie zu Handelsbeginn ein neuerliches Rekordhoch erreicht. Sie profitierten von der angekündigten Allianz des Pharma- und Chemiekonzerns mit Pfizer <PFE.NYS> <PFE.FSE> zur Entwicklung und Vermarktung von Krebs-Antikörpern. Ein Marktteilnehmer sprach von einer "höchst attraktiven Allianz" bei einem der am weitesten fortgeschrittenen Wirkstoffkandidaten.

Dagegen verloren die Siemens-Titel <SIE.ETR> nach einem Presseinterview 0,10 Prozent. Vorstandschef Joe Kaeser gab dem Geschäftsbereich Medizintechnik eine vorläufige Bestandsgarantie im Unternehmen und erteilte Spekulationen über eine Ausgliederung, einen Verkauf oder einen Börsengang der Sparte eine Absage. Ein Börsianer wertete dies leicht negativ. Einige Marktteilnehmer hätten auf eine Ausgliederung gehofft - diese Fantasie dürfte nun zumindest vorläufig verpuffen.

AIRBUS UND SALZGITTER VON STUDIEN BEWEGT

Im MDax sorgten Analystenkommentare für die größten Bewegungen. So fielen am Indexende die Titel von Airbus <AIR.ETR> <PAIR.PSE> um 1,34 Prozent, nachdem mehrere Experten ihre Kursziele für die Aktien des Flugzeugbauers gesenkt hatten.

Salzgitter <SZG.ETR> hingegen steht weiterhin in der Gunst der Analysten. Nun äußerte sich die französische Investmentbank Exane BNP Paribas positiv zu den Papieren des Stahlherstellers, die an der Indexspitze um mehr als 2 Prozent anzogen. la das

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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