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Aktien Europa: Fest - Hoffnung auf EU-Konjunkturprogramm treibt Banken

24.11.2014 | 11:03

PARIS LONDON (dpa-AFX) - Hoffnungen auf ein milliardenschweres Konjunkturprogramm in der Europäischen Union sowie unerwartet gute deutsche Wirtschaftsdaten haben die wichtigsten europäischen Aktien am Montag beflügelt. Der EuroStoxx 50 <SX5E.DJX> gewann zuletzt 0,90 Prozent auf 3223,11 Punkte und lag damit auf dem höchsten Stand seit Anfang Oktober. Der Pariser CAC-40-Index <PCAC.PSE> gewann 1,02 Prozent auf 4391,68 Punkte. In London sank der FTSE 100 <UKX.ISE> hingegen um 0,04 Prozent auf 6748,11 Punkte.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) soll beim neuen europäischen Investitionspaket von 300 Milliarden Euro eine Schlüsselrolle übernehmen. Bei der EU-"Hausbank" in Luxemburg werde ein neuer Fonds von rund 20 Milliarden Euro eingerichtet, um risikoreiche Kredite über Garantien abzusichern, hieß es am Sonntag in EU-Kreisen. Für den Topf sollen Mittel der EIB und des EU-Haushalts fließen.

Positive Impulse erhielten die Märkte von der Nachricht, dass sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im November überraschend aufgehellt hatte. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg um 1,5 Punkte auf 104,7 Zähler. Das war der erste Anstieg des wichtigsten Stimmungsbarometers für die deutsche Wirtschaft seit April. Volkswirte hatten hingegen mit einem abermaligen Minus auf 103,0 Punkte gerechnet. Sowohl die Bewertung der aktuellen Lage aus auch die Aussichten für das nächste halbe Jahr verbesserten sich.

Die neue EU-Kommission unter ihrem Chef Jean-Claude Juncker will an diesem Dienstag über das ehrgeizige Investitionsprogramm entscheiden. Das Paket ist das Vorzeigevorhaben des Brüsseler Spitzengremiums, um die schwächelnde Konjunktur in Europa wieder in Gang zu bringen. Öffentliche und private Investitionen sind in Energie-, Verkehrs- oder Digitalprojekte geplant - wichtig ist auch die Forschung und Entwicklung, um Unternehmen global wettbewerbsfähiger zu machen. Letztlich könnten damit in den kommenden Jahren Investitionen von insgesamt bis zu 300 Milliarden Euro angestoßen werden.

Die positiven Konjunkturaussichten stützten vor allem die europäischen Bankenwerte. In der Stoxx-600-Branchenübersicht verzeichnete der Bankensektor <SX7P.DJX> mit plus 1,32 Prozent die stärksten Gewinne. So verteuerten sich die Papiere von Societe Generale <PGLE.PSE> an der EuroStoxx-Spitze um 3,38 Prozent, gefolgt von Banco Santander <SAN.SCM> (plus 2,88 Prozent), Deutsche Bank <DBK.ETR> (plus 2,61 Prozent) und BNP Paribas <PBNP.PSE> (plus 2,32 Prozent).

Schwächster Sektor waren Rohstoff-Aktien mit minus 0,95 Prozent. So bewegten sich die Titel von Rio Tonto (minus 1,36 Prozent), Glencore <GLEN.ISE> (minus 0,71 Prozent) und BHP Billiton <BLT.ISE> (minus 1,50 Prozent) am Ende des Stoxx-50-Index. In Sydney waren die BHP-Aktien hingegen um 3,8 Prozent gestiegen, nachdem der weltgrößte Bergbaukonzern neue Sparziele kommuniziert und eine stabile Dividende in Aussicht gestellt hatte.

Schlusslicht im EuroStoxx 50 waren die Anteilsscheine von ASML <ASML.ASX>, die um mehr als 2 Prozent absackten. Europas größter Zulieferer für die Halbleiterindustrie will den Umsatz bis 2020 auf rund 10 Milliarden Euro steigern und den Gewinn je Aktie verdreifachen. Für 2014 peilt das Unternehmen einen Umsatz von mindestens 5,6 Milliarden Euro an, nach 5,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Experten hatten sich aber vor allem beim Gewinn noch ehrgeizigere Ziele gewünscht. Die Aktien von Petrofac brachen um mehr als 24 Prozent ein, nachdem der britische Zulieferer für die Ölindustrie seine Geschäftsziele für 2014 reduziert hatte.

Im Fokus standen ferner die Papiere von Aviva <GU8.FSE> <AV..ISE> und Friends Life. Die beiden britischen Assekuranzen haben sich auf Eckpunkte einer Übernahme geeinigt, die aus Aviva Großbritanniens größten Versicherer und Vermögensverwalter mit rund 16 Millionen Kunden machen würde. Den Angaben zufolge bietet Aviva den Aktionären von Friends Life 0,74 eigene Aktien je Anteilschein, was mehr als 5 Milliarden Pfund (6,3 Mrd Euro) entspricht. Life Friends will seinen Aktionären die Annahme der Offerte empfehlen. Aviva-Aktionäre fanden die Idee offenbar weniger prickelnd und sandten die Aktien mit minus 4,27 Prozent auf Tauchfahrt. Friends-Life-Titel schnellten hingegen mit plus 5,84 Prozent an die Spitze des FTSE-Index. edh zb

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