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Bericht der GSMA: Hohe Frequenzpreise gefährden hohe Qualität und erschwingliche mobile Breitbanddienstleistungen

22.02.2017 | 15:27

Die GSMA veröffentliche heute den Bericht „Effective Spectrum Pricing“, eine Untersuchung zu Frequenzpreisen, darunter die Auswirkungen auf die Verbraucher. Die Studie, entwickelt in Zusammenarbeit mit NERA Economic Consulting, verbindet hohe Frequenzpreise mit teureren, minderwertigeren mobilen Breitbanddienstleistungen und schätzt zudem, dass den Verbrauchern aufgrund der erhöhten Datenpreise ein wirtschaftlicher Nutzen in Höhe von 250 Milliarden US-Dollar auf den ausgewählten Märkten entgangen ist. Es wurde festgestellt, dass die in Versteigerungen gezahlten durchschnittlichen Endpreise von 2008 bis 2016 um 250 Prozent 1

gestiegen sind, wobei die exorbitantesten Preise häufig durch politische Entscheidungen beeinflusst waren. „Die Ära, in welcher der Erfolg von Versteigerungen an schlagzeilengenerierenden Umsatzzahlen gemessen wurden, ist vorbei“, sagte Brett Tarnutzer, Head of Spectrum, GSMA. „Der Schaden für die Verbraucher – und die digitale Wirtschaft als Ganzes – durch politische Maßnahmen, welche die Frequenzpreise künstlich aufblähen, ist zu groß gewesen. Während Versteigerungen ein effektives Mittel der Frequenzvergabe bleiben, sollten Regulierungsbehörden eine Frequenzpolitik an den Tag legen, die sich auf die Maximierung der Vorteile für die Gesellschaft konzentriert, anstatt nur die Kosten für die Frequenzen hochtreibt.“ Obwohl die erzielten Preise für einige Frequenzzuweisungen maßvoll bleiben, so die Studie, ist der Aufwärtstrend bei den Durchschnittspreisen auf die erhöhte Anzahl an besonders hohen Preisergebnissen auf Versteigerungen zurückzuführen. Statistische Daten zeigen die Auswirkungen auf die Verbraucher und verbinden die hohen Preisergebnisse mit: Geringerer Qualität und verminderter Inanspruchnahme von mobilen Breitbanddienstleistungen, Höheren Verbraucherpreisen für mobile Breitbanddaten und Verbraucher werden um wirtschaftliche Vorteile gebracht - bei einer Kaufkraft von geschätzten 250 Milliarden US-Dollar in 15 Ländern, in denen der Preis für das Frequenzspektrum über dem weltweiten Mittelwert lag - dies entspricht 118 US-Dollar pro Person. „Es gab eine Zeit, in der man glaubte, dass die Kosten für die Frequenzen, unabhängig von ihrer Höhe, keine Auswirkungen auf die Verbraucher in Form von höheren Mobilfunkrechnungen oder geringeren Investitionen in Netze hätten. Die wissenschaftliche und empirische Forschung stützt diese These nicht mehr“, sagte Richard Marsden, Managing Director von NERA Economic Consulting. „Wenn man zudem die bestmögliche Regulierung in der Mobilfunkbranche und weiteren vergleichbaren Branchen betrachtet, liegt der Schwerpunkt der Preispolitik auf der Senkung von Risiken und der Anwendung einer langfristigen Perspektive im Hinblick auf die soziale Wertschöpfung – und nicht auf der Maximierung von Umsätzen.“ Der Bericht hebt vier zentrale preispolitische Empfehlungen hervor: 1. Festlegung moderater Mindestpreise sowie Jahresgebühren und bei der Festlegung von Preisen auf den Markt setzen, 2. Lizensierung des Frequenzspektrums, sobald dies notwendig wird, um eine künstliche Frequenzknappheit zu verhindern, 3. Maßnahmen vermeiden, die Risiken für die Betreiber erhöhen (beispielsweise solche, die den Wert des Unternehmens gefährden) und 4. Veröffentlichung langfristiger Spektrumsvergabepläne, welche die Vorteile für das öffentliche Wohl über die von Staatseinnahmen stellen. „Während zurzeit 4G-Netze errichtet werden und sich die 5G-Technologie am Horizont abzeichnet, die beide eine noch weiter steigende Zahl an Frequenzen erfordern, gefährden die Länder, welche die Preise aufblähen, nicht nur ihre Breitbandzukunft, sondern sie halten ihre gesamte digitale Wirtschaft auf. Die Mobilfunkbranche, sowohl direkt als auch als Förderer von benachbarten Sektoren und Dienstleistungen, hat 3,1 Billionen US-Dollar zum weltweiten BIP, bzw. 4,2 Prozent des BIP, im Jahr 2015 beigetragen. Regierungen und Regulierungsbehörden müssen die Möglichkeit, ihre digitalen Zukunftsentwürfe durch Frequenzpreise zu maximieren – oder zu konterkarieren - vollständig wertschätzen, “, ergänzte Tarnutzer. Die vollständige Bericht steht unter folgendem Link zur Verfügung: http://www.gsma.com/spectrum/effective-spectrum-pricing/ .

Hinweise für Redaktionen 1

Zur Kennzeichnung des zugrunde liegenden Trends wurde ein gleitender Dreijahresdurchschnitt der Frequenzpreise im 4G-Zeitalter (d. h. von 2008 bis 2016) herangezogen. Über die GSMA Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber sowie nahezu 300 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, den Mobile World Congress Shanghai, Mobile World Congress Americas und die Konferenzen der Mobile 360 Series. Weitere Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA. Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.     

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