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„Unser klimafreundlicher Ersatzbrennstoff verringert den CO2-Ausstoß unserer Kunden“ – FFK Environment

21.04.2011 | 18:20

Die FFK Environment GmbH ist ein Hersteller von klimafreundlichen Ersatzbrennstoffen aus Abfall. Ersatzbrennstoffe werden in Kraftwerken und in der Zementindustrie eingesetzt und ersetzen dort fossile Brennstoffe wie Braun- oder Steinkohle.

Im Interview mit a|m spricht der Gründer und Geschäftsführer Frank Kochan über das Geschäftsmodell, die steigende Nachfrage durch Energieversorger und aus der Zementindustrie sowie die im Mai geplante Anleihe-Emission.

a|m: Herr Kochan, Ihr Geschäft gliedert sich in die Bereiche Logistik & Entsorgung, Rohstoffproduktion und Rohstoffhandel. Wie sieht Ihr Geschäftsmodell im Einzelnen aus?

Frank Kochan: Mit Abfall haben wir eine nahezu unendlich verfügbare Rohstoffquelle, die wir zu annähernd 100 % verwerten. Unser Kerngeschäft ist die Herstellung von Ersatzbrennstoffen aus Abfällen. Damit bieten wir eine klimafreundliche Alternative zu Braun- und Steinkohle, denn Ersatzbrennstoffe reduzieren die CO2-Emissionen bei der Energieerzeugung. Sekundärrohstoffe wie Metall, Papier und Kunststoffe sortieren wir aus und verkaufen sie an die Industrie.

Derzeit liegt unsere Produktionskapazität für Ersatzbrennstoffe bei rund 280.000 Tonnen pro Jahr. Damit lassen sich rund 350.000 Tonnen Braunkohle ersetzen. Zu unseren Kunden zählen die führenden deutschen Energieversorger und die großen internationalen Zementhersteller.

a|m: Welche Abfälle verarbeiten Sie und woher bekommen Sie ihn?

Frank Kochan: Wir verarbeiten gewöhnliche Haus-, Gewerbe- oder auch Baustellenabfälle. Also keine Gefahrenstoffe. Wichtig ist, dass FFK kein klassischer Sammler ist. Wir stellen also keine Mülltonnen bei Privathaushalten auf. Wir fangen eine Stufe dahinter an und kümmern uns um die effiziente Verwertung kommunaler und gewerblicher Abfälle – beispielsweise für die Stadt Frankfurt/Oder oder große deutsche Handelsunternehmen.

a|m: Wo sehen sie ihre zukünftigen Wachstumstreiber?

Frank Kochan: Die steigende Nachfrage nach unseren Ersatzbrennstoffen wird vor allem von zwei Entwicklungen getragen. Zum Einen suchen energieintensive Branchen und Energieversorger nach Wegen zur Senkung ihrer CO2-Emissionen, da die Preise für Verschmutzungsrechte deutlich steigen werden. Zum Anderen haben zahlreiche EU-Staaten, vor allem in Osteuropa erhebliches Nachholpotential bei der umweltgerechten Abfallentsorgung, wie von der EU verordnet. Beide Faktoren bergen erhebliches Wachstumspotential für FFK.

a|m: Sie planen die Emission einer Unternehmensanleihe im Mai 2011. Was haben Sie mit dem Geld vor?

Frank Kochan: Wir haben eine klare Wachstumsstrategie und wollen in den kommenden Jahren unseren Umsatz und Gewinn signifikant steigern. Dazu wollen wir Deutschland wie auch im osteuropäischen Ausland wachsen. Das Geld fließt in neue Werke zum Ausbau unserer Produktionskapazitäten von klimafreundlichen Ersatzbrennstoffen. So planen wir unter anderem in Eisenhüttenstadt ein Werk mit einer jährlichen EBS-Kapazität von 120.000 Tonnen. Darüber hinaus haben wir die Übernahme von regionalen Entsorgungsunternehmen im Auge, um unsere Rohstoffbasis zu erhöhen. Einen kleinen Anteil werden wir in die Umfinanzierung von Verbindlichkeiten stecken.

a|m: Sie sind ein mittelständisches Familienunternehmen mit langer Tradition. Warum gehen Sie mit der Anleihe den Schritt an den Kapitalmarkt?

Frank Kochan: Wir machen diesen Schritt ganz bewusst. Die Anleihe ist eine Etappe auf dem Weg zum Börsengang in zwei bis drei Jahren. Darüber hinaus machen wir uns mit diesem Finanzierungsinstrument unabhängiger von den Banken.

a|m: Vielen Dank für das Interview.

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