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KRONES AG ISIN: DE0006335003 WKN: 633500 |
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27.07.2011 | 15:58
Zum einen profitiert das Unternehmen von den boomenden Schwellenländern, die insbesondere einfache Abfüllanlagen nachfragen. Zum anderen führt der gestiegene Wohlstand in den Industrieländern dazu, dass sich die Getränkeanbieter nicht nur durch die Getränke selbst sondern auch durch die Verpackung, die Flaschenform und ähnliches differenzieren. Hier gibt es also einen Trend zu höherwertigen Lösungen.
Unterm Strich hat das zu knapp 20% Umsatzplus, einer Margenausweitung von 3,3% auf 5% und somit zu einer Gewinnverdopplung geführt.
Doch bevor hier Euphorie aufkommt, hat das Management den politischen Joker gezogen: Im Ausblick werden die internationalen Verschuldungsprobleme als Gefahr für die Konjunktur zitiert, und so wird zur Vorsicht gemahnt. Krones ist halt ein altes, deutsches Traditionsunternehmen, und da wird einem eine gesunde Skepsis schon in die Wiege gelegt.
Das KGV steht aktuell bereits bei 17, und Krones muss für dieses KGV schon überproportional wachsen. Während die Umsatzprognose mit „deutlich über 10%“ nicht ausreicht, um das KGV von 17 zu rechtfertigen, dürfte allerdings der überproportionale Gewinnanstieg (die Gewinnmarge soll über 5% gehalten werden) für das erforderliche Wachstum sorgen.
Wie viel Luft nach oben? Diese Frage bezieht sich meist auf einen Horizont von 12-18 Monaten. Bis dahin kann das Unternehmen meines Erachtens ordentlich weiterwachsen. Ein KGV von 17 halte ich für angemessen, also dürfte das Kurswachstum dem Gewinnwachstum entsprechen, also rund 20% p.a. Mein Kursziel liegt also bei 65 Euro bis Ende 2012.
Das ist ein langer Zeitraum, und so ist es verständlich, dass Anleger aufgrund des Jokers „internationale Schuldenprobleme“ heute einmal Gewinne mitnehmen und verunsichert die Aktien auf den Markt werfen.
Autor: Heibel-Ticker