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Flash-Crash II - Computergesteuerter Crash im DAX

18.08.2011 | 13:07

Die Märkte sind nervös und entsprechend richten Anleger ihre Meinung eher nach dem Kursverlauf denn nach fundamentalen Informationen. Heute gegen 11:48 Uhr traf eine (Gerüchten zufolge versehentlich aufgegebene) große Verkaufsorder auf den DAX, umgehend brach der Index um 200 Punkte (3,5%) ein. Wieder einmal zeigt sich, dass der Segen der hohen Liquidität durch die High Frequency Trader eher ein Fluch ist. High Frequency Trader sind vollautomatisch agierende Handelssysteme, die anhand bestimmter Kursverläufe Kauf- und Verkaufsorders generieren. Häufig liegt dabei zwischen Kauf und Verkauf nur ein Bruchteil einer Sekunde. Es handelt sich also um das Ausnutzen von Kursschwankungen im Nanobereich, nur die extrem große Anzahl an Trades zu günstigen Transaktionskosten macht diese Art des Spekulierens lukrativ. Als größtes Pfund für die Notwendigkeit dieser Handelssysteme führen die Verfechter davon stets an, dass die Systeme die Märkte mit der notwendigen Liquidität versorgen. Doch der heutige Vorfall zeigt, dass die Liquidität binnen weniger Sekunden durch die entsprechend programmierten automatischen Handelssysteme dem Markt entzogen werden kann und wird. waren kurz zuvor noch beim DAX-Stand von 5.850 Punkten jede Menge Kauforders auf dem Niveau kurz darunter zu sehen, so wurden diese nicht binnen weniger Minuten erfüllt sondern von den automatischen Handelssysteme storniert. Dem DAX wurde der Boden unter den Füßen weggezogen. Die vermeintliche Sicherheit, die von den im System hängenden Kauf-Aufträgen ausgestrahlt wurde, war binnen Sekunden verschwunden. Gerade in diesen Situationen ist Liquidität erforderlich und gerade in diesen Situationen funktionieren die High-Frequency Handelssysteme als Liquiditätspuffer NICHT. Eine Transaktionssteuer, wie von Merkel und Sarkozy diese Woche vorgeschlagen, würde die High-Frequency Systeme in die Schranken verweisen. Statt eines sich beschleunigenden Kurseinbruchs hätte man dann vielleicht einige Minuten keinen oder kaum Umsätze, aber keine so heftigen Kurseinbrüche. Oder wollen Sie mir weismachen es sei richtig, dass MAN binnen weniger Minuten 400 Mio. Euro an Marktkapitalisierung einbüßen musste, ohne dass irgendeine neue fundamentale Information bekannt wurde? Die Märkte sind nervös, sonst wären solche Kursschwankungen nicht möglich. Nicht nur wegen der EU-Schuldenkrise, auch wegen der nicht mehr zu kontrollierenden Handelssysteme, die jeden Privatanleger in die Flucht schlagen. Der Schaden ist entstanden und es wird nun wohl keine schnelle Gegenbewegung geben. Nicht weil die Unternehmen nun wirklich weniger wert wären sondern weil das Vertrauen der Anleger in die Funktion der Börse nachhaltig geschädigt wurde. In unserem Börsenbrief Heibel-Ticker weise ich immer wieder auf solche Ereignisse hin. Sie können sich in der folgenden Anmeldebox kostenlos und unverbindlich eintragen. Ich freue mich, Sie dort zu begrüßen. Take Share, Stephan Heibel

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